Projekt Das erweiterte Potenzial von Bildungsdaten - FH Graubünden

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Das erweiterte Potenzial von Bildungsdaten
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Forschungsdaten zu Bildung und Lernen sind vielfältig. Doch wenn sie ohne eine Verknüpfung isoliert für sich bleiben, kann ihr Potenzial nur eingeschränkt genutzt werden. Wir werden relevante Datensätze erkennen und zusammenführen und damit das Potenzial für wissenschaftliche Analysen erhöhen.

Ausgangslage

Ausgangslage

Die Schweizer Verfassung verpflichtet in ihren Bildungsartikeln Bund und Kantone dazu, die Qualität und die Durchlässigkeit des Bildungswesens zu gewährleisten. Sie tun dies auf der Grundlage einer breiten Palette von Informationen, die sie im Rahmen des Bildungsmonitorings sammeln und in dem vierjährlich erscheinenden Bildungsbericht zusammenfassen. Die Erkenntnisse aus zahlreichen wissenschaftlichen Studien ebenso wie unterschiedliche amtliche Statistiken fliessen in die Fülle der Informationen ein, aus der der Bildungsbericht schöpfen kann.

Die Vielzahl von Forschungsprojekten trägt auf der anderen Seite aber auch zu einer grossen, teils heterogenen und unübersichtlichen Datenmenge in der Bildung bei. Im Zuge digitaler Transformation fallen zudem vermehrt Daten aus der Nutzung digitaler Dienste an, die ohne spezielle Aufbereitung kaum weiterverwendet werden können. Teilweise werden auch Daten unsystematisch und wiederholt erhoben, was immer wieder zu Mehrfachbelastungen in den Schulen führt.

Unser Projekt wird einen Beitrag zum Bildungsmonitoring leisten, indem es den Weg dafür ebnet, dass bestehende Daten aus Bildungsstudien zusammengeführt und vertieft analysiert werden können. Das stärkt einerseits den Erkenntnisgewinn und verhilft andererseits dazu, bereits erhobene oder auch künftig zu erhebende Daten effizienter zu nutzen und weiterzuverarbeiten. Damit können zukünftig sowohl Aufwand als auch Kosten verringert werden, was nicht nur den Forschungseinrichtungen selbst zugutekommen dürfte, sondern auch allen anderen Beteiligten, beispielsweise den Schulen.

Projektziel

Projektziel

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, vorhandene oder auch zukünftig verfügbare Datensätze so zu verknüpfen, dass sie als zusammengesetztes Bild zur Wissensgenerierung im Rahmen des Bildungsmonitorings und der Bildungsforschung nutzbar werden. Wir stellen es uns vor wie bei einem Puzzlespiel: sehen wir nur einzelne Teile, ist es uns in der Regel unmöglich zu erkennen, was das Gesamtbild darstellt. Je mehr Teile wir jedoch zusammenfügen, desto klarer wird das Bild und desto genauer können wir Details und Zusammenhänge wahrnehmen. Zudem entdecken wir auch, in wel- chen Bereichen noch wichtige Lücken bestehen bleiben, die uns am Erfassen des Gesamtbildes hindern.

«VEO ermöglicht es uns, aus bestehenden Bildungsdaten wie PISA oder ÜGK, verknüpfte Daten zu...
«VEO ermöglicht es uns, aus bestehenden Bildungsdaten wie PISA oder ÜGK, verknüpfte Daten zu erzeugen, ohne diese in Schulen erheben zu müssen. So wird aus einzelnen Bildern quasi ein ganzer Film.»
Prof. Dr. Ingo Barkow, Institutsleiter am SII
Umsetzung

Umsetzung

Im Projekt arbeiten Fachleute aus der Bildungsinformatik, der Soziologie und dem Data Mining zusammen. Durch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Forschungsgruppe erwarten wir, den für diese komplexe Aufgabe notwendigen mehrperspektivischen Blick zu erhalten.

Zunächst erstellen wir eine Übersicht vorhandener und zu erwartender Datensätze. Danach überprüfen wir die Qualität der Daten im Hinblick auf deren Wiederverwendung und verknüpfen die Daten mittels Big-Data-Technologien und modernen maschinellen Lernverfahren. Schliesslich zeigen wir an konkreten Anwendungsfällen exemplarisch die Machbarkeit von Analysen an zusammengesetzten Daten auf. Eine dieser Analysen wird sich z. B. mit den Einflussfaktoren digitaler Kompetenz auseinandersetzen.

Resultate

Resultate

Im Sinne der oben genannten Metapher des Puzzlespiels werden wir Datensätze so zusammenfügen, dass wir damit ein Bild über Bildung, Lernen und den digitalen Wandel erzeugen können. Dieses Bild wird dort Lücken aufweisen, wo Daten fehlen und uns so auch Erkenntnis über einen möglichen Forschungsbedarf liefern. Durch die konkreten Anwendungsfälle wollen wir auch andere Forscherinnen und Forscher ermutigen, unsere Datenzusammensetzungen für ihre vertiefenden Analysen zu nutzen. Wir erwarten, mit unserem Projekt nicht unwesentlich zur Erweiterung des Kenntnisstandes insbesondere im Bereich digitaler Bildung beitragen zu können.

Des Weiteren arbeitet Elham Müller am Projekt mit.

Weiterführende Information

Weiterführende Information

Beteiligte

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, der Universität Luxemburg, der Universität Zadar, der Universität Zürich, der Universität Bern, der Hochschule Luzern und der PH Schwyz umgesetzt.