Projekt Studie Berufsberatung 4.0 - FH Graubünden

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Projekt
Studie Berufsberatung 4.0
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Ein Team des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft (SII) führt die Studie «Berufsberatung 4.0» durch. Die Studie untersucht, welches Innovationspotenzial sich auf Grund der technologischen Entwicklungstrends für die Informationsbeschaffung, -vermittlung und Interaktion im Kontext der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) ergeben, und skizziert Zukunftsszenarien mit innovativen nutzerorientierten Angebotsformen. Sie dient damit den Auftraggebern als eine Grundlage für die Ausbildung einer nationalen Digitalstrategie.

Projektziel

Projektziel

Veränderte Anforderungen an die Kompetenzen der Arbeitnehmenden im Arbeitsmarkt (Stichworte: nachhaltigen Laufbahnförderung, Erlangung und Aufrechterhaltung der Arbeitsmarktfähigkeit), Konkurrenz durch private Beratungsangebote sowie die Digitalisierung fordern die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) heraus, ihr Angebot und ihre professionelle Rolle bei der Laufbahngestaltung weiter zu entwickeln. Zugleich schafft die Digitalisierung neue Möglichkeiten, die Zielgruppen der BSLB zu erreichen und mittels Informations- und Kommunikationstechnologien auf die heterogenen Bedürfnisse zugeschnittene, adaptive Informations- und Interaktionsangebote zu Themen wie Beruf, Ausbildung, Unternehmen und Arbeitsmarkt bereitzustellen.

Die Studie «Berufsberatung 4.0» untersucht, welches Innovationspotenzial sich auf Grund der technologischen Entwicklungstrends für die Informationsbeschaffung, -vermittlung und Interaktion im Kontext der BSLB ergeben, und skizziert Zukunftsszenarien mit innovativen Angebotsformen. Sie dient damit den Auftraggebern als eine Grundlage für die Ausbildung einer nationalen Digitalstrategie. Die Modellierung der Zukunftsszenarien mit Lösungsansätzen und die Entwicklung innovativer Angebotskonzepte erfolgen u.a. auf der Basis von Trendanalysen im Bereich mediengestützter Interaktionsformen und Kommunikatorrollen sowie innovativer Technologien im Bereich ICT.

Die Studie verfolgt einen nutzerzentrierten Ansatz und orientiert sich daher bei der Analyse und Modellierung der Nutzungskontexte und Anforderungen an den Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen. Die Analyse der nach Personas bzw. Kundengruppen differenzierten Nutzungskontexte erfolgte mit Hilfe der Modellierung von User Journey Maps für acht Personas. Sie liefert Antworten auf die Frage, welche Anforderungen und Bedürfnisse der Stakeholder (mit Fokus auf die Kunden) sich besser bedienen lassen als bisher und welche in Zukunft wichtig werden. Die nachfolgenden Stichworte zeigen die Richtung an, wohin die Entwicklungstrends bei den Angeboten zeigen: niederschwelliger, mobiler, nutzerfreundlicher, personalisierter, «intelligenter» dank Künstlicher Intelligenz und Cognitive Computing, kanal- und angebotsübergreifend konzipiert, kontextbasiert, immersiv und in attraktive Informations- und Kollaborationskontexte eingebettet.

Die Angebotsvorschläge sind darauf ausgerichtet, die Positionierung der BSLB als nationaler und neutraler Dienstleister zu festigen und die Sichtbarkeit insbesondere auch in den Online-Kanälen zu erhöhen. Insgesamt wird ein iteratives Vorgehen vorgeschlagen, das sich an Vorgehensmodellen wie User Centered Design oder Lean UX orientiert. Ein solches Vorgehen schafft die Grundlage, um die Anforderungen und Erwartungen der verschiedenen Stakeholder systematisch zu erfassen und in die Angebotsentwicklung angemessen integrieren zu können. Die Strategiebildung erhält somit die Dimension einer Organisationstransformation.

Die für die BSLB entwickelten Zukunftsszenarien und strategischen Empfehlungen lassen sich im Kern auch auf andere Informationsdienstleister übertragen.

Alt Sharon
MSc BA Major Information- & Datamanagement, BSc Information Science
Weiterführende Information

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Publikation

Schade, Edzard; Mastrandrea, Elena; Alt, Sharon (2019): Studie «Berufsberatung 4.0» / Étude «Orientation professionnelle 4.0»