Projekt Projektstudien zu städtebaulichen Potentialen von Chur - FH Graubünden

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Projekt
Projektstudien zu städtebaulichen Potentialen von Chur
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Arbeiten von Studierenden können systematisch für Untersuchungen eingesetzt werden. Im Atelier Städtebau wurden über vier Jahre systematisch neuralgische Punkte der Stadt Chur untersucht. Derartige Ergebnisse können als Research-by-Design Planungsergebnisse liefern, wo Potentiale in den einzelnen Planungsgebieten liegen.

Ausgangslage und Projektziel

Ausgangslage und Projektziel

Die Stadt Chur war immer geprägt von situativen städtebaulichen Lösungen. Daraus ergeben sich etliche Teillösungen, die den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Aufgrund der städtebaulichen Konflikte wurden einige Bereiche mit besonders viel Potential für eine Verbesserung ausgewählt. Untersucht wurden die folgenden Bereiche in der Stadt Chur:

  • Herbstsemester 2016/17: Ringstrasse
  • Herbstsemester 2017/18: Welschdörfli
  • Herbstsemester 2018/19: Geleisfeld Chur
  • Herbstsemester 2019/20: Gebiete, die dem Kanton gehören, und wo nach dem Bezug des Verwaltungsgebäudes Sinergia Umnutzungen und Veränderungen anstehen (Loequartier, Welschdörfli, Neumühle)
Umsetzung

Umsetzung

Basierend auf systematischen Untersuchengen der verschiedenen Orte in Chur von räumlichen Qualitäten, über die Materialität, Verkehr, Menschenflüsse, Aussenräume bis zur Beleuchtung und Vegetation wurde ein Verständnis des Ortes aufgebaut. Durch Recherchen von vorbildhaften städtebaulichen Planungen wie Amsterdam Süd, Mailand Viale Certosa, Ringstrasse Wien, Siedlung Halen bei Bern und etliche andere entwickelten die Studierenden eine klare Haltung für ihren Ort. Derartige Vorbilder standen selbst auch immer wieder Pate für Entwicklungen in Chur. So war die Ringstrasse in Wien ein zentrales Vorbild in der ursprünglichen Planung und Ausformulierung der Grabenstrasse in Chur als Prachtstrasse und Flaniermeile mit allen wichtigen öffentlichen Gebäuden, die der 1848 neu gegründete Bundesstaat benötigte wie, Schulen, Postgebäude, Parlament, Bank, Kaserne oder Kunstmuseum. Die Studierenden lernen dabei städtebauliche Konzepte verstehen und gewinnbringend wieder einzusetzen.

Ziel des Unterrichtes war das Erarbeiten von zeitgenössischen städtebaulichen Antworten auf anstehenden räumlichen und funktionalen Fragestellungen. Die entwickelten Projekte der Studierenden mussten jeweils einen Mehrwert schaffen und einen positiven Effekt auf die gesamte Stadt haben. Die Nutzungen waren dabei offen und frei wählbar.

Die Projekte reparieren und ergänzen die Stadt und schaffen in ihrer Gesamtheit ein zusammenhängendes Quartier beziehungsweise eine Vision einer zukünftigen Stadt Chur.

Ergebnisse

Ergebnisse

  • Ringstrasse: Die Stärkung der Ringstrasse als übergeordnete Umfahrung schafft Raum im Zentrum der Stadt. Die Strasse selber ist geeignet eine lebendige Lebensader für die Stadt zu sein.
  • Welschdörfli: Entflechtung von Verkehr und Beruhigung schaffen Lebensraum. Die möglichen archäologische Funde aus der Römerzeit sind kein Problem, sondern bilden architektonisch eine Chance eine Identität für neue Projekte zu schaffen.
  • Geleisfeld Chur: Die riesige Fläche ist mitten in der Stadt und vollkommen unternutzt. Der Gelausraum bietet ungeahnte Möglichkeiten für neue Quartiere und Stadtbausteine.
  • Kantonale Transformationsorte Loequartier, Welschdörfli, Neumühle: Mit spezifischen Interventionen die einzelnen Gebiete aufwerten, wobei das hochsensible Loequartier sich als Knacknuss herausstellte. Die Neumühle könnte als identitätsstiftender Leuchtturm genutzt werden und der Raum hinter der neuen Italienischen Brücke würde sich eignen, ein Zentrum für das Quartier zu schaffen.

Chur hat noch viel Entwicklungspotential nach innen, die es zu nutzen gilt.

Team

Team

Walser Daniel A.
Prof., Dipl. Architekt ETH / SIA

Folgende Personen haben an diesem Projekt mitgewirkt:

  • Men Duri Arquint als Projektleiter 
  • Studierende des Bachelorstudiums Architektur
Weiterführende Information

Weiterführende Information