Tragverhalten von Geotextilsäcken für Anker - FH Graubünden

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Projekt
Tragverhalten von Geotextilsäcken für Anker
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Ungespannte, gebohrte Anker haben sich im Lawinen- und Steinschlagverbau als Standardfundationsmethode durchgesetzt. Der Ankerstab wird in ein gebohrtes Loch eingeschoben, welches anschliessend mit Ankermörtel verfüllt wird. In zerklüftetem Fels oder in stark durchlässigen Böden kann der Mörtel seitlich wegfliessen und es entstehen grosse Mörtelverluste, welche ein Mehrfaches des theoretischen Bohrlochvolumens ausmachen können. Es wurde schon früh versucht, Anker in Strümpfe oder Säcke einzupacken, um die Mörtelverluste einzudämmen; diese Methode wird in der Schweiz und im Ausland angewandt.

Aus der Baupraxis ist bekannt, dass sich Anker in Geotextilsäcken in gleichen Böden oft völlig anders verhalten: Neben Ankern mit befriedigender Traglast beobachtet man solche, die bei einem Bruchteil der Solllast versagen. Es gibt für dieses Verhalten keine befriedigende Erklärung. Als Ursache kommt einerseits die Verzahnung der Säcke mit dem umgebenden Boden in Frage (Porosität der Säcke) und andererseits die Ausbreitung der Säcke in Klüften und Kavernen (Elastizität des Sackgewebes). Darüber hinaus könnten sich die Geotextilsäcke beim Einbauen verdrehen und unbrauchbar werden.

Ziel dieses Forschungsprojektes ist, diese Problematik zu untersuchen und das Tragverhalten von Ankern in Geotextilsäcken zu analysieren und eine Prüfmethode dafür zu entwickeln.

Projektleiter im Partnerunternehmen tur GmbH ist:

  • Reto Störi
Weiterführende Information

Weiterführende Information

Beteiligte

Das Projekt wird durch das Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR) in Kooperation mit der tur GmbH umgesetzt. Die Auftraggebenden sind die Expertenkommission Lawinen und Steinschlag – EKLS des Bundesamts für Umwelt, die Kantone Bern, Tessin, Wallis und Graubünden sowie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).