Projekt Agro+Tourismus Graubünden - FH Graubünden

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Projekt
Agro+Tourismus Graubünden
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Landwirtschaft und Tourismus haben in weiten Teilen der Alpen, so auch in Graubünden, eine grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung. Aufgrund ihrer geringen Wertschöpfung stehen aber beide Branchen vor grossen Herausforderungen. Neue, innovative Angebote sollen Abhilfe schaffen.

Ausgangslage

Ausgangslage

Landwirtschaft und Tourismus haben in weiten Gebieten des Alpenraums, so auch in Graubünden, eine grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung. Beide Branchen stehen angesichts des aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umfeldes vor grossen Herausforderungen, denen es nicht nur mit neuartigen Angeboten, sondern auch mit organisatorisch-strukturelle Innovation zu begegnen gilt. Dadurch, dass Landwirtschaft und Tourismus (Hotellerie und Gastronomie) in vielfältiger Weise miteinander verflochten sind, bestehen beträchtliche Synergie- und Kooperationspotenziale. Die Erschliessung dieser Potenziale dürfte nicht nur für die Akteure in den beiden Branchen, sondern auch für die betroffenen Regionen von eminenter Bedeutung sein.

Projektziel

Projektziel

Das Hauptziel besteht darin Potenziale für eine verbesserte Zusammenarbeit (Kooperation) zwischen Akteuren aus Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung sowie Hotellerie und Gastronomie zu bestimmen und zu erschliessen, um letztlich die Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern im Agrotourismus sowie in der Hotellerie und Gastronomie in peripheren Gebieten zu stärken. Die Zielerreichung erfordert Innovation in den Bereichen Vermarktung und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungsketten sowie Unterstützung beim Wissensaufbau und –transfer.

Umsetzung

Umsetzung

In einem ersten Schritt wird untersucht, wie sich der Agro+Tourismus in drei ausgewählten Regionen (Valposchiavo, Parc Ela und Lenzerheide) definiert und wie sich die Untersuchungsregionen geografisch eingrenzen. Danach wird analysiert, welche touristischen und landwirtschaftlichen Akteure vor Ort vorhanden sind und welche agro-touristischen Angebote bereits existieren.

Im einem zweiten Schritt wird mithilfe einer Netzwerkanalyse dargestellt, wie die touristischen und landwirtschaftlichen Akteure kooperieren und wie sich die Struktur der regionalen Netzwerke gestaltet. Dadurch können sowohl die Stärken der Netzwerke wie aber auch die Schwächen aufgezeigt werden.

Um die in den Situations- und Netzwerkanalysen identifizierten Potenziale zu erschliessen geht es im dritten Schritt in den Kreativprozess über, indem Innovationsworkshops pro Region durchgeführt werden. In denen die verschiedenen Leistungsträger aus Hotellerie/Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung einbezogen werden.

Resultate

Resultate

Die Netzwerke der drei Untersuchungsregionen weisen sehr unterschiedliche Ausprägungen und Strukturen auf. So kann aus dem Netzwerk der Region Lenzerheide ein stark touristisch geprägtes Netzwerk erkannt werden. Das Netzwerk der Region Valposchiavo wiederspiegelt einerseits die politische Struktur, der Gemeinden Poschiavo und Brusio andererseits wird das Netzwerk stark durch die Akteure der Hotellerie/Gastronomie und der Lebensmittelverarbeitung geprägt. Das Netzwerk der Region Parc Ela wird vor allem durch ein zentrales Cluster mit Landwirten aus dem Bauernverein Albula sowie einiger weniger zusätzlicher Akteure aus dem Verein Parc Ela geprägt.

Handlungsempfehlungen:

Aus den Erkenntnissen, die sich auf Grund der Netzwerkanalysen sowie den Innovationsworkshops und weiteren Veranstaltungen (Café Grischun, regionale Stammtische) ergeben, resultieren verschiedene, miteinander verknüpfte Handlungsfelder und –empfehlungen, welche nachfolgend erläutert werden.

Entwicklung gemeinsamer Angebote
Die Entwicklung gemeinsamer Angebote und Stärkung der Wertschöpfungskette erfordert eine überbetriebliche Zusammenarbeit.

Wissenstransfer und gegenseitiger Austausch
Hindernisse für die Entwicklung gemeinsamer Angebote liegen oft im mangelnden Wissen.

Regionale Stammtische
Regionale Stammtische bieten einen Ort, wo sich interessierte Akteure treffen und austauschen, ihre Produkte und Ideen präsentieren, und neue Partnerschaften aufgleisen können.

Logistik und B2B-Plattformen
Das Logistik-Problem wird von den beteiligten Akteuren immer wieder als Knackpunkt erwähnt.

Stärkung regionaler Netzwerke
Der Ausbau des geschäftlichen Netzwerkes sollte idealerweise von der lokalen Hotellerie und Gastronomie getragen werden, durch klassische Angebote des Agrotourismus auf dem Bauernhof ergänzt, mit rein touristischen und kulinarischen Aktivitäten zusammengeführt und so zu einem agro+touristischen Gesamtpaket erweitert werden.

Publikationen

Team

Team

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Mosedale Jan
Prof. PhD, M. Research Methods, M. Environmental Studies, BSc (Hon) Applied Biology

Folgende ehemalige Mitarbeiterin der FH Graubünden hat an diesem Projekt mitgewirkt:

  • Eveline Scala

In den Medien