Projekt Wasserstoff für die Energiewende - FH Graubünden

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Projekt
Wasserstoff für die Energiewende
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Im Projekt «Wasserstoff für die Energiewende» untersuchen Forschende ob Wasserstoff in Graubünden wirtschaftlich hergestellt und genutzt werden kann und welcher Nutzen für die gesamte Region aus einer Wasserstoffwirtschaft resultieren kann.

Ausgangslage

Ausgangslage

Als «Energiewende» wird allgemein der Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung fossiler Energieträger und der Kernenergie zu einem nachhaltigen Energiesystem mit erneuerbaren Energieträgern bezeichnet, in dem die externen Kosten internalisiert und die gesellschaftlichen Risiken minimiert sind. In der Schweiz haben Bundesrat, Parlament und Stimmvolk den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Als Folge davon werden Investitionen in die Wasserkraft (Ausbau und Erneuerung der vorhandenen Kapazitäten), in die sog. Neuen Erneuerbaren Energien (NEE: Sonne, Wind und Geothermie) sowie Energienetze und -speicher angestrebt. Allerdings ist gerade die Wasserkraft mit einer Reihe von Problemen konfrontiert. Diese umfassen die ungenügende Rentabilität der Wasserkraftnutzung infolge Preisdruck und staatlicher Förder- und Subventionspolitik für NEE im In- und Ausland, die Bereitstellung von Regelenergie, die Realisierung von Ausbau- und Erneuerungsprojekten, sowie Unsicherheiten um die zukünftige Marktentwicklung und potenzielle Konkurrenz durch andere Speichertechnologien.


Eine Alternative und zugleich zukunftsweisende Technologie für die Energiewende bietet der Wasserstoff als Speicher von überschüssiger Elektrizität und als emissionsfreier Energieträger z.B. durch Nutzung in Brennstoffzellen.


Auch für die Berggebiete und die Wasserkraft öffnen sich neue Möglichkeiten, die es angesichts der aktuellen Wirtschaftslage sowie der umwelt- und klimapolitischen Herausforderungen zu untersuchen gilt. Es sind dies die Option der «Wasserstoffgewinnung mittels Wasserkraft» in alpinen Regionen (z.B. in Graubünden oder im Wallis), der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur und beispielsweise die direkte Nutzung als Treibstoff für Busse und Lastwagen mit Pilotanlagen vor Ort.

Projektziel

Projektziel

Erste Investoren sind offensichtlich bereit, in eine Energiezukunft mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie investieren. Die Frage stellt sich nun auch bezüglich der Wasserstoffgewinnung und -nutzung im Berggebiet sowie der Konkurrenz gegenüber der E-Mobilität, die gegenwärtig auch in Graubünden ausgebaut wird. Konkret führt dies zu Fragen nach Wirtschaftlichkeit und Nutzen von Elektro- und Wasserstofftankstellen im alpinen Raum und deren Beiträgen an Energiewende, Klimapolitik und Regionalentwicklung.

Damit verbunden sind u.a. folgende Fragen:

  1. Unter welchen Bedingungen (Markt, Politik) kann Wasserstoff in Wasserkraftkantonen wirtschaftlich hergestellt und genutzt werden?
  2. Wie lassen sich Elektro- und Wasserstofftankstellen im Berggebiet wirtschaftlich betreiben?
  3. Welche Nutzen für Regionalwirtschaft, Gemeinden (Finanzen) und Umwelt resultieren aus einer Wasserstoffwirtschaft im Berggebiet?

Diese Fragen werden in ein bis zwei Pilotregionen im Alpenraum untersucht.

Neben Mitarbeitenden der FH Graubünden ist zusätzlich folgende Person im Projektteam tätig:

  • Christian Capaul, Rhiienergie