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Abschlussarbeiten BA Architektur
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  • 2020

  • Buschauer, Lucas Andreas (2020): Kulturarchiv Albula. Bachelorarbeit. Fachhochschule Graubünden, Chur. Institut für Bauen im alpinen Raum IBAR.

    Abstract: Ein Zitat des Alt-Regierungsrates Jakob Schutz aus Filisur, lautet: "Alvaneu Bad ist das kulturelle Zentrum des Albulatals". Dies aus dem Mund eines Urfilisurers zu hören, muss eine gewisse Gewichtung besitzen. Bei dem Streifzug durch die Geschichte Mittelbündens und vor allem des Albulatals, wird einem die extrem hohe Dichte an Geschichte und Kultur bewusst, die diese Orte aufweisen. Von den alten Erzminen in Schmitten und Filisur, den Heilquellen in Alvaneu Bad, die Gips- und Kalkherstellung in Surava und Alvaschein, die bekannte Zwiebackproduktion «Laims Castel Zwieback» in Surava, über das Bahnbüro der Rhätischen Bahn des Teilabschnitts Filisur-Davos in einem alten Gewölbe in einem Filisurer Herrschaftshaus bis hin zu neuen kulturellen Institutionen wie dem Origen Festival in einer alten Burg in Riom und dem Parc-Ela, einem Vorhaben, diese Dichte weiter zu fassen und vermarktbar zu machen. Was im Tal fehlt, ist ein Ort, an dem diese Materialien gesammelt, gelagert und systematisch katalogisiert werden können. Alvaneu Bad ist der Ort, an dem die Lebensadern des Tales zusammenfliessen und der Ort bildet das Bindeglied zwischen den neuen Fusionsgemeinden Albula/ Alvra und Filisur-Bergün. Das behandelte Gebäude weist mit der Lage an der Kantonsstrasse einen idealen Standort auf und auch das Gebäude an sich, ist mit den grosszügigen Kellergewölben ideal für ein Archiv geeignet. Nebst dem Kulturarchiv, welches das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss mit der Bibliothek für sich beansprucht, wird auch der grosszügige Dachstock zugänglich gemacht, welcher sich bestens für Veranstaltungen und Ausstellungen eignet. Das zweite Obergeschoss wird zu einer Wohnung im Sinne von "Ferien im Baudenkmal". Der neue östlich gelegene Eingang, greift für den Zugang die Typologie der ortstypischen "Cuort" auf, einer Rampe von der Strasse zum etwas tiefergesetzten Zugang. Vor diesem Eingang bildet sich ein Vorplatz, von welchem man ins Archiv sowie in die Schwefelgrotte gelangt. Diese ist ein Ausstellungsraum zum Thema des ehemaligen Kurhauses des Ortes. Im Zentrum dieses offenen und unbeheizten Raumes steht der Trinkbrunnen, welcher der Schwefelgrotte seinen Namen gibt. Dieser Raum bildet zudem den Start des bestehenden Ansaina Wasserwegs, einer Themenwanderung von Alvaneu Bad nach Filisur und zurück. Der neu geschaffene Aussenraum mit den charakteristischen Stegen und Treppen ist Teil des Wasserwegs mit Kunstausstellungen, wie sie heute unter dem Namen Artava bereits stattfinden. Die stegartige Überwindung des Terrains, wie sie entlang der Route zu finden ist, wird in einer abgewandelten Form in Beton interpretiert. Dem nahen ehemaligen Mühlbach, wird Wasser entnommen und dieses fliesst dem Weg entlang durch den Garten. Die Bibliothek erhält im Westen einen Aussenraum mit Sitzbereich neben einem Brunnen. Kulturarchiv soll in diesem Entwurf nicht für ein verstaubtes Kellerarchiv stehen, sondern für ein regionales Zentrum, in dem alle Formen der Kultur nicht nur archiviert, sondern erlebbar sind. Die Instandsetzung und Neuinszenierung des Hauses Laim wertet das ganze Dorf und auch die umliegenden Immobilien auf, da sie in neuem Kontext erscheinen.

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  • Föhn, Carmen (2020): Wohnheim Alvaneu Bad. Bachelorarbeit. Fachhochschule Graubünden, Chur. Institut für Bauen im alpinen Raum IBAR.

    Abstract: Konzept: Das geplante Jugendheim in Alvaneu Bad stellt eine Erweiterung dar für das Jugendheim Nido del Lupo in Alvaneu Dorf. Das Ziel ist es acht jungen Männern und Frauen, welche sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, die Möglichkeit zu bieten ein eigenständiges Leben zu führen. Mit einem Wohnheim für junge Erwachsene sehe ich die Chance dem Dorf wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken und es durch junge Bewohner aufleben zu lassen. Die Zielgruppe des Heims sind Jugendliche, welche sich in der Ausbildung bzw. in der Lehre befinden und mindestens 16 Jahre alt sind. Die Jugendlichen sollen lernen einen eigenen Haushalt zu führen, weshalb sie unabhängig von den Betreuern in einer von zwei Vier-Personen-Wohngemeinschaften wohnen. Das Heim bietet im Erdgeschoss Platz für die Betreuer, wodurch sie den Bewohnern ihre Privatsphäre geben können. In den drei oberen Geschossen befinden sich die Wohnräume der Jugendlichen. Die Schlafzimmer, Küche und Essraum teilen sich auf die Wohngemeinschaften im ersten und zweiten Obergeschoss auf. Das Dachgeschoss wird als gemeinsamer Wohnraum ausgebaut. Durch die hinuntergehängte "Bücherkiste" teilt sich der Raum in die drei unterschiedlich nutzbaren Räume auf; Das Atelier, die Bibliothek und die Stube. Im hinteren Bereich des Grundstücks entsteht ein Wintergarten, welcher durch seine Offenheit unterschiedlich genutzt werden kann. Die Bewohner können ihn als Sitzplatz, Fitnessraum oder Yogaraum brauchen. Sie können darin Unterricht bekommen oder ihn als Gruppenübungsraum nutzen. Die Vorteile des Wintergartens sind seine abgeschiedene und somit friedliche Lage, seine Offenheit zur Natur durch die Fensterverglasungen und die Ausstattung im Rücken mit einem Lagerraum, einer eigenen Toilette und einer kleinen Küche. Dadurch eignet sich der Wintergarten auch besonders um extern vermietet zu werden und somit das Dorf aufzuwerten. Konstruktion und Materialisierung: Das im Vordergrund stehende Ziel der Sanierung des Altbaus ist, die äussere und innere Substanz des Gebäudes zu erhalten. Dabei soll das Lebendige des Altbaus nicht verloren gehen, sondern es soll eine sanfte Sanierung stattfinden mit den passenden Materialien. Dadurch soll dem Gebäude wieder Leben eingehaucht werden. Beispielsweise gewährleistet das bestehende Bruchsteinmauerwerk aufgrund der grossen Konstruktionsstärke bereits eine gute Wärmedämmung. Daher sind dämmtechnisch nicht grosse Eingriffe nötig. An den Wänden vieler Innenräume gibt das Kassettentäfer dem Raum eine einmalige Atmosphäre. Deshalb soll das Täfer erhalten und mit einblasbarer Holzfaserdämmung wärmedämmtechnisch verstärkt werden. Der Wintergarten sticht mit seiner verglasten Fassade und einem hölzernen Tragsystem hervor. Das Flachdach wird getragen durch ein Pfosten-Riegel-System, welches an der Fassade wenig Rahmenfläche zulässt und dem Gebäude ein filigranes Aussehen verleiht. Die hinuntergehängte Bücherkiste im Dachgeschoss sticht durch seine Materialisierung hervor. Die Wände, Decken, Regale sowie die Treppe sind aus Fichtenholz gestaltet. Dadurch entsteht ein angenehmer Kontrast zu der bestehenden Dachkonstruktion aus dunklem Holz. Statik: Die Statik des bestehenden Gebäudes wird nicht verändert. Auch im Dachgeschoss verändert sich der liegende Dachstuhl nicht. Durch die Dachgaube werden gewisse Sparren unterbrochen und aufgefangen. Auch die Bücherkiste durchbricht die Tragstruktur im Dach nicht massgebend. Im Gegenteil fängt sie sie auf und leitet ihre Last an die Hauptstützen ab. Der Wintergarten ist durch die Pfosten-Riegel-Konstruktion statisch abgesichert. Sein Vorteil ist die Eingeschossigkeit, wodurch nicht viel Gewicht abgetragen werden muss.

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  • Gabathuler, Selina (2020): Erberia. Bachelorarbeit. Fachhochschule Graubünden, Chur. Institut für Bauen im alpinen Raum IBAR.

    Abstract: Der Parc Ela ist der grösste Naturpark der Schweiz und Alvaneu Bad liegt am Rande dieses Naturparks, welcher eine tolle Artenvielfalt an Pflanzen und Kräuter mit sich bringt. In Anschluss zum Bad, welches mehr ins Dorf eingebunden werden soll, wird an die heilende Wirkung des Schwefelbades angeknüpft. Die Schwefelbäder sollen besonders für den Bewegungsapparat wie bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Bandschäden etc. eine heilende Wirkung zeigen. Nicht nur Schwefelbäder, sondern auch Produkte aus lokal vorhandenen Bergkräutern sollen die Heilung unterstützen. Die Idee ist die heilenden Schwefelquellen des Thermalbades mit unterschiedlichen Kräutersalben / -tinkturen etc. zu ergänzen. Diese werden im umgebauten Schulhaus getrocknet, verarbeitet, verpackt und auch verkauft. Ausserdem sollen Kräuter im Garten angepflanzt werden. Die Produkte sollen nicht nur vor Ort hergestellt, sondern auch verwendet werden und mit Therapieräumen Platz schaffen für unterschiedlichste natürliche Therapien unterstützt von Kräutersalben aus der Region. Deren Wirkstoffe wurden bereits sehr früh erkannt, aber wieder vergessen. Auch ein Bauer in Le Prese hat die Vorzüge der vor Ort wachsenden Kräuter erkannt und führt mit dem Kräuter- Express der RhB Führungen durch seine Kräutergärten durch. Die dort hergestellten Tees und Gewürze bieten ein grosses Angebot und sind vor allem bei Coop und in den Ricola Zältli wiederzufinden. Mit einem Stop des Kräuter-Expresses in Alvaneu könnte die Führung durch eine Reise der heilenden Wirkung der Kräuter ergänzt und gestärkt werden. Für die Anfahrt mit dem Auto wird beim Parkplatz des Bades parkiert. Dabei soll der Weg vom Parkplatz zum Kräutergarten bereits eine Verbindung schaffen und als Kräuterweg ausgeführt werden. Auch von der Bahn soll der Weg gut ersichtlich sein. Um für den Laden einige Parkplätze zu schaffen, wäre die Idee, mit den Nachbarn gegenüber der Kantonsstrasse zusammenzuarbeiten um damit einige Parkplätze zu schaffen. Dem Gebäude werden pro Geschoss bestimmte Nutzungen zugewiesen: – EG: Produktion, Anlieferung – 1.OG: Haupteingang, Laden, Informationen zu den Kräutern, Kursraum – 2.OG: Therapieräume Naturheilkunde – DG: Kräutertrocknung, Atelier – Pavillon: Kräutercafé Beim Haupteingang soll der Bereich über der Kasse überhoch ausgeführt werden um mehr Licht in diesen Bereich zu führen. Dazu wird die Decke an dieser Stelle geöffnet und im oberen Geschoss ein neues, grosszügiges Fenster in Richtung Garten realisiert. Im 1.Obergeschoss befindet sich an dieser Stelle der Wartebereich, welcher eine tolle Aussicht bietet und die Verbindung zum Kräutergarten ersichtlich wird. Der Pavillon wird im unteren Bereich des Kräuterhanges errichtet. Dieser soll die Verbindung zwischen dem Garten und dem Gebäude herstellen. Der Kräutergarten kann mittels eines langen Kräuterweges erkundschaftet werden. Dieser beginnt bereits bei der Ankunft beim Gebäude.

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  • Kalberer, Fabio (2020): Kulturzentrum Albula. Bachelorarbeit. Fachhochschule Graubünden, Chur. Institut für Bauen im alpinen Raum IBAR.

    Abstract: Aufgrund des grossen Einzugsgebietes von Alvaneu soll durch die Neunutzung des ehemaligen Schulhauses «Laim» ein Mehrwert für die gesamte Region erzielt werden. Entstehen soll das «Kulturzentrum Albula», das einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Stärkung leistet und der aktuellen Abwanderung entgegenwirkt. Dauer- und Wechselausstellungen sowie Vorträge, Vernissagen und weitere kulturelle Veranstaltungen werden den Ort beleben. Der stolze eigenständige Altbau bietet ideale Ausstellungsräumlichkeiten und bildet als Kulturgut die passende Hülle für das Innenleben. Alle Räume, die im Altbau nur mit einem unverhältnismässigen Aufwand oder Eingriff möglich wären finden im ergänzenden Anbau Platz. Die im Hang liegende Erweiterung nimmt die Terrassierung der jetzigen Umgebung auf und befindet sich infolgedessen vorwiegend unterirdisch. Vor dem neuen Eingang reagiert ein Vorplatz auf die Lage an der Kantonsstrasse. Erschlossen wird der Altbau von Norden, wodurch das Treppenhausrisalit seine Funktion beibehält. In Bezug auf das im Dachgeschoss liegende Künstler- Atelier sollen die jungen Künstler im Erdgeschoss die Möglichkeit erhalten ihre Werke zu präsentieren. Im 1. Obergeschoss wird die Geschichte der Region Albula, mit Einfluss der Eisenbahn, erlebbar. Weiter soll die darüber liegende Etage Teil des in der Region lancierten Landwasserprojekts werden. Im Gegensatz zu den Ausstellungsräumen im Altbau finden im Anbau Veranstaltungen von regionaler Bedeutung statt. In Bezug auf die substanzerhaltende Sanierung ist die Reversibilität der Interventionen zentral. Die energetische Optimierung beinhaltet neben den baulichen Eingriffen die Senkung der Raumlufttemperatur auf noch behagliche 16°C. Konkret werden die Energieverluste durch Zellulose im Hohlraum hinter dem Wandtäfer und die unterirdischen Räume durch eine Drainage- und Wärmedämmschicht aus Schaumglasschotter weiter optimiert. Die Fenster erfahren eine Verbesserung durch den Einbau von Dichtungen und werden zum Schutz mit Ölfarbe gestrichen. Der Anbau hingegen antwortet mit seiner Geometrie und dem gespitzten Beton auf die vorhandene Hangsituation. Der Besucher erlebt im Kulturzentrum differente Raumatmosphären mit unterschiedlichsten Raumdimensionen, Materialisierungen und Belichtungen sowie eine interessante Wechselwirkung von Alt und Neu. Gestärkt wird das Raumerlebnis durch gezielte Ausblicke sowie Raumüberraschungen.

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  • Steiner, Remo (2020): Klinik Alvaneu. Bachelorarbeit. Fachhochschule Graubünden, Chur. Institut für Bauen im alpinen Raum IBAR.

    Abstract: Die Geschichte von Alvaneu Bad hatte mit den heilenden Schwefelquellen und dem ehemaligen Kurhotel schon immer einen medizinischen Hintergrund. Die grossen ambulanten Zentren im Tal waren mitverantwortlich für den Zerfall des Kurhotels. Dennoch sind Standorte wie Alvaneu für die Medizin wertvoll. Gerade weil die Anzahl an Erschöpfungsfällen, wie z.B. Burnout, in der Schweiz immer mehr zunehmen. Alvaneu weist ein grosses Einzugsgebiet mit Davos, Lenzerheide, Thusis und dem Albulatal auf. Die abgelegene Lage hilft den Patienten sich vom stressigen Arbeitsalltag in der Natur abzu-wenden. Das Dorf bietet ein breites Spektrum an Freizeitbeschäftigungen an, von welchen die Klinik profitiert. Die Anonymität der Patienten kann in der weniger dicht besiedelten Lage gewahrt werden. Neben der Tagesbetreuungen werden auch stationäre Aufenthalte angeboten. Um die regionalen Restaurants zu fördern, erhält die Klinik keine eigene Küche. Die Mahlzeiten werden vom Catering angerichtet und mit einem Speiselift ins Bistro befördert. Von Aussen sind zwei Volumen wahrzunehmen. Zum einen der markante helle Kopfbau als Therapiezentrum und zum anderen der kleine dunkle Neubau mit den Gästezimmern. Das Bistro wird in die Hangmauer aus Naturstein integriert. Die Materialisierung des neuen Volumens baut im Innenraum auf natürlichen Materialien auf. Von Aussen fügt sich der Körper mit der Natursteinfassade aus San Bernardino Silber (Gneis) in die terrassierte Umgebung ein. Durch die hellen Fassadenbänder aus geschlemmtem Beton wird die Horizontale betont. Im Übrigen wird die Aussenraum-gestaltung auf die Materialien Stein und Metall reduziert, um eine einheitliche Atmosphäre zu generieren. Die Setzung des einfachen Volumens spannt zwei Plätze im Westen und im Norden des Altbaus auf, welche als Kurpark mit Pergola und Kräutergraten ausgestaltet werden. Alle technisch intensiven Räumlichkeiten werden im Anbau untergebracht. Der Altbau bleibt dadurch von aufwendigen Leitungsführungen verschont. Durch die Verbindung unter Terrain von alt und neu, erfüllt der gesamte Betrieb die Brandschutz- und Rollstuhlanforderungen mit nur einem Treppenhaus. Die vertikale Erschliessung wird am gleichen Ort wie zuvor neu erstellt, wodurch die Splittgeschossigkeit weiter-hin gewährleistet wird und der nördliche Risalit seine Bedeutung beibehält. Um den Altbau in seiner historischen Substanz zu erhalten, wird er mit angemessenen Massnahmen saniert. Die Gewölbekeller sind keine dichten Gefässe, sondern Pufferzonen. Die Nutzung ist daher auf die Verhältnisse abzustimmen. Die Feuchtigkeit vom Erdreich wird mit Drainagen verringert. Durch den Einsatz von Schaumglasschotter kann eine Wärmedämmwirkung erzielt werden. Die Raumfeuchtigkeit wird mit einem Lüftungskonzept verbessert. Über der Gewölbedecke wird Schaumglasgranulat eingesetzt, um den Dämm-perimeter abzuschliessen. Um die äussere und innere Substanz zu erhalten, wird das innere Wandtäfer mit Zellulose ausgeblasen. Zellulose hat eine relativ gute Wärmespeicherfähigkeit und ist kapillaraktiv. Die Fassade wird gewaschen, Fehlstellen aufgefüllt und mit Kalkfarbe gestrichen. Die Fensterflügel werden mit Fensterdichtungen versehen und das Einfachglas durch eine Isolierverglasung ersetzt. Mit Ölfarben wird den Fenstern ihre ursprüngliche Farbe wieder-gegeben. Eine Dachbodendämmung ist aus Sicht der Bauphysik und der Denkmalpflege oft die effizienteste Lösung. Um den Dachstock auch in den Sommer- & Wintermonaten zu nutzen, werden zwei autonom beheizte Glasboxen aufgerichtet. Sie werden so platziert, dass der Dachstuhl nicht beeinträchtigt wird.

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  • Zberg, Michaela (2020): Practica Medicinala Naturala. Bachelorarbeit. Fachhochschule Graubünden, Chur. Institut für Bauen im alpinen Raum IBAR.

    Abstract: Konzept: Schon früher war Alvaneu Bad ein Ort der Erholung und Genesung. Eng verbunden mit der Kraft der Natur wird eine Praxis für TEM (Traditionelle europäische Medizin) im ehemaligen Schulhaus entstehen. Zu der TEM zählen unter anderem die Naturheikunde und die Homöopathie. Dies soll mehr Leute dazu bewegen, wieder auf die natürlichen Heilmittel zurückzugreifen und die Kraft der Natur zu nutzen. Nordseitig ist ein Anbau geplant, in welchem das Treppenhaus liegt. Die unterste Terrassierung wird zum Heilpflanzengarten umgestaltet. Kräutergarten & Umgebung: Für die Naturheilkunde, die Homöopathie und vor allem für die Phytotherapie wird die Kraft und Wirkung der Pflanzen benötigt. Damit für die Patienten selbst sichtbar wird, mit welcher Pflanze ihre Gesundheit gefördert wird, besteht die Möglichkeit über das Treppenhaus nach draussen in den Garten zu gelangen. Im neu angepflanzten Heilkräutergarten findet man unter anderem die Arnica (arnica montana) gegen Muskelerkrankungen, der Baldrian (valeriana officinalis) gegen Angstzustände und Schlafstörungen oder der Holunder (sambucus nigra) gegen Grippe. Im ostseitigen Aussenbereich des 1. Obergeschosses ist ein Wasserbecken angeordnet und weist daneben einen kleinen Barfussweg für die Kneipp-Therapie auf. Erdgeschoss: Der Zugang befindet sich auf der Westseite mit der Parkierung für die Autos und Velos. Die Kantonsstrasse sollte in diesem Abschnitt, wenn möglich, zu einer 30er Zone geändert werden. Dies würde so mehr Sicherheit garantieren. 1. Obergeschoss: Eine Praxis für Naturheilmedizin und Phytotherapie befindet sich im 1. Obergeschoss. Der Kneipp-Therapieraum bietet die Möglichkeit den Aussenraum in der Behandlung miteinzubeziehen und dort seine Therapie vorzusetzen. Im Anbau ist ein kleiner Trocknungsraum für die Kräuter angeordnet, welcher auch vom Treppenhaus ersichtlich ist. 2. Obergeschoss: Die Homöopathiepraxis ist im 2. Obergeschoss geplant. Der Patient hat hier die Möglichkeit mit dem Arzt über den Anbau nach draussen zu gehen. Der Treppenhausfassade empor wachsen mit Hilfe von Ranken Kletterpflanzen. So spürt man die Natur schon im Gebäude. Dachgeschoss: Das Dachgeschoss bietet Platz für einen Kinesiologietherapie- Raum, sowie für einen flexiblen Raum mit einer Faszientherapie.

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