Das Zweitwohnungsgesetz - FH Graubünden

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Das Zweitwohnungsgesetz
Kompetenz in touristischer Beherbergung

Kompetenz in touristischer Beherbergung

Das Zweitwohnungsgesetz (ZWG) ist seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Seine Auswirkungen für die alpinen Regionen sind von hoher Relevanz und werfen verschiedene Fragen auf, besonders zu den Themen:

  • Umnutzungen von bestehenden Betrieben der touristischen Beherbergung,
  • Unterstützung einer markt- und wettbewerbsfähigen touristischen Beherbergung,
  • Entwicklung und Förderung von neuen touristischen und innovativen Beherbergungsmodellen,
  • Geschäftsmodelle zur Aktivierung, optimierten Bewirtschaftung und/oder Vermarktung von Ferienwohnungen,
  • Unterhalt von Zweitwohnungen (z.B. fehlende Nachfolge, Ausgestaltung STWE Reglemente etc.),
  • Änderung der Arbeitswelt und Lebensstile im alpinen Raum, insbesondere unter dem Aspekt des multilokalen Wohnens,
  • Möglichkeiten der Steuerung bei der Erstellung der verschiedenen Typologien von Wohnungen, welche nicht als Erstwohnsitz gelten,
  • Einbezug von Zweitwohnern in die lokalen Gemeinschaften (Erstwohner).

Das Institut für Tourismus und Freizeit hat über Jahre seine Kompetenzen in dem Forschungsfeld Management von touristischen Infrastrukturen, insbesondere bei der Beherbergung, aufgebaut und ist auf dem Gebiet der touristischen Beherbergungen professioneller und unabhängiger Ansprechpartner.

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen

Begriffe

Begriffe

Strukturierte Beherbergungsbetriebe und touristische Beherbergung

Die Begriffe Beherbergungswirtschaft, strukturierte Beherbergungsbetriebe werden in Art. 1 der Verordnung über die Förderung der Beherbergungswirtschaft vom 18. Februar 2015 definiert.

Der Begriff der touristischen Beherbergung umfasst strukturierte Beherbergungsbetriebe sowie Zweitwohnungen und touristisch bewirtschaftete Wohnungen im Sinne des ZWG (Einliegerwohnungen).

Zweitwohnungen und touristisch bewirtschaftete Wohnungen

Das ZWG definiert in Art. 2 die Begriffe Wohnung, Erstwohnung und Zweitwohnung, wobei der Begriff Zweitwohnung negativ definiert wird.

Die touristisch bewirtschaftete Wohnung wird in Art7. Abs. 2 des ZWG definiert.

Weitere Begriffe

Warme und kalte Betten
Zweitwohnungen werden oft in bewirtschaftete («warme») und nicht bewirtschaftete («kalte») Wohnungen unterteilt.
Im Rahmen des ZWG werden Zweitwohnungen mit Nutzungsbeschränkung als warme Betten und hingegen Zweitwohnungen ohne Nutzungsbeschränkung als kalte Betten verstanden.

Apparthotel
Der Begriff Apparthotel wird durch Art. 10 des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG) erklärt und nicht explizit über das ZWG.

Ferienwohnung
Eine Ferienwohnung kann eine touristisch bewirtschaftete Wohnung oder eine Zweitwohnung sein.

Familienwohnung
Unter Familienwohnungen werden Zweitwohnungen, die von ehemaligen Einheimischen genutzt werden, bezeichnet.

Resort
Ein Resort ist eine touristische Anlage (Hotelkomplex, hybride Beherbergungsform, Feriendorf) mit zusätzlicher Infrastruktur im Bereich Wellness, Freizeit oder Sport. Die meist größeren Anlagen besitzen ein einheitliches Management und zeichnen sich durch eine klare Positionierung aus

Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeit eines Beherbergungsbetriebs wird im Rahmen des ZWG i.d.R. nach folgenden Parametern beurteilt:

  • Analyse der Jahresabschlüsse (Erfolgsrechnung, Bilanz und Investitionen) der letzten 10 Jahre
  • Erstellen einer Planerfolgsrechnung über 5 zukünftige Jahre inkl. Geldflussberechnung auf Basis von Destinationsbenchmarks und Betriebstyp
  • Vertiefte Betrachtung der Instandsetzungs- und Instandhaltungskosten des Beherbergungsbetriebs
  • Wertermittlung durch DCF-Bewertung und Vergleich mit Anlagekosten (exkl. Landanteil) des Betriebs
Forschungsprojekte

Forschungsprojekte

Publikationen

Publikationen

Arbeiten öffentliche Hand und Fachstellen

Publikationen Banken und Kanzleien

Presseberichte

Dienstleistungsangebot

Dienstleistungsangebot

Kontakt

Kontakt

Deuber Andreas
Prof. (FH), Dr. iur. HSG, MRICS
Hörburger Norbert
Prof. Dipl. Betriebswirt (FH), MBA in Finanzdienstleistungen, MRICS
Trepp Gian-Reto
BSc FHO in Betriebsökonomie