Projekt PROMO Femina - FH Graubünden

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PROMO Femina
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

In Schweizer Gemeindeexekutiven sind verhältnismässig wenig Frauen vertreten. Zum einen erarbeitet das Projekt «PROMO Femina» auf wissenschaftlichen Untersuchungen basierende Massnahmen zur verbesserten Rekrutierung von Frauen und stärkt dadurch das Schweizer Milizsystem. Zum anderen richtet sich das Projekt direkt an interessierte Frauen, die sich über das politische Engagement in Gemeindebehörden informieren und ihre Eignung sowie die nächsten Schritte abschätzen wollen.

Ausgangslage

Ausgangslage

Gemeinden nehmen in der Schweiz eine bedeutende Stellung ein: So werden auf der bürgernächsten Ebene wichtige politische Entscheidungen getroffen, die am stärksten auf das tägliche Leben wirken. Gleichzeitig sind Gemeinden mit grossen Herausforderungen konfrontiert: Thematisch stossen sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben an ihre Leistungsgrenzen und organisatorisch bereiten ihnen die digitale Transformation sowie die Besetzung von Gemeindeämtern Sorgen. Mit der Rekrutierung von geeigneten Kandidierenden tut sich rund die Hälfte der Gemeinden sehr schwer. Dies ist einerseits der grossen Anzahl an Gemeindeämtern geschuldet. Andererseits nimmt in der Bevölkerung gleichzeitig die Bereitschaft zum formellen und ehrenamtlichen Engagement tendenziell ab.

Eine übergeordnete Ursache liegt in der Tatsache, dass Frauen insgesamt ein deutliches Rekrutierungspotenzial für Gemeindeämter aufweisen. Zurzeit werden nur rund 25 Prozent der Sitze in den Gemeindeexekutiven von Frauen besetzt – dies bei einem Frauenanteil von 50 Prozent an der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz. Ähnlich sieht die Situation in den Gemeindeparlamenten und -kommissionen aus. Dabei geht diese deutliche Untervertretung der Frauen nicht auf eine systematische Diskriminierung durch die Wählerschaft, sondern auf ein zu kleines Angebot an Kandidatinnen zurück.

«Wir setzen uns für eine paritätische Vertretung von Männern und Frauen in der Politik ein. Frauen und Männer haben dieselben politischen Rechte und deshalb die Chance, sich gleichermassen an der politischen Gestaltung unserer Gesellschaft zu beteiligen. In der Bündner Politik ist die paritätische Beteiligung von Frauen und Männern allerdings noch keine Realität. Das zeigt sich in den Gemeinden, nur knapp jede zehnte Gemeinde hat eine Gemeindepräsidentin.»

Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann des Kantons Graubünden

«Vor 50 Jahren haben unsere Vorkämpferinnen die politischen Rechte für uns Frauen errungen. Es ist an uns, dass wir heute diese erkämpften Rechte nutzen und die Welt zur Hälfte mitgestalten. Dazu braucht es unser Engagement auf der Strasse, in Parlamenten und auch in den Gemeinden!»

Andrea Scheck, Mitglied des Stadtparlaments der Stadt St.Gallen

Projektziel

Projektziel

Das Projekt «PROMO Femina» hat sich zum Ziel gesetzt, das politische Engagement von Frauen auf Gemeindeebene nachhaltig zu steigern. Damit kann der weiblichen Untervertretung entgegengetreten und dem öffentlichen Anspruch nach Diversität und Gleichstellung vermehrt nachgekommen werden. Als weiteres Ziel soll durch die Unterstützung bei der Ämterbesetzung sichergestellt werden, dass Gemeinden langfristig funktionsfähig bleiben. Das Projekt ist folglich auch auf die Stärkung des in der Schweiz verwurzelten Milizsystems ausgerichtet, wovon auch die Wirtschaft und Zivilgesellschaft profitieren.

Als Projektergebnis soll ein innovatives, praxisnahes und breit zugängliches Online-Tool zur Frauenförderung in der Gemeindepolitik zur Verfügung stehen. Dieses soll zum Einen Gemeinden, Gemeindepolitiker/innen und Lokalparteien unterstützen, Frauen für ein politisches Engagement zu gewinnen und konkrete Massnahmen aufzeigen. Zum Anderen richtet sich das Online-Tool direkt an Frauen, die sich über die Möglichkeiten und Anforderungen eines politischen Engagements auf Gemeindeebene informieren und ihre Eignung sowie die nächsten Schritte abschätzen wollen. Das Online-Tool soll den Akteuren demnach ein Werkzeug bieten, damit sie die Erhöhung des Frauenanteils in der Gemeindepolitik angehen und umsetzen können.

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