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Projekt
Ortsplanung Jenins
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Die Standortfaktoren «authentisches, attraktives Ortsbild» und «aktives Dorfleben» werden angesichts der zunehmenden «Agglomerisierung» und Verstädterung immer mehr zum wirtschaftlichen Vorteil kleiner Wohngemeinden, was sich insbesondere in den Immobilien- und Baulandpreisen widerspiegelt.

Ausgangslage

Ausgangslage

Die Kompetenz des IBAR-Teams auf diesem Gebiet wurde schon 2010 mit dem Wakkerpreis für die Ortsplanung der Gemeinde Fläsch bestätigt. Mit neuen Partizipationsmodellen zur Ermittlung der Mobilisierbarkeit von vorhandenen Baulandreserven und der Entwicklung von kommunalen räumlichen Leitbildern werden die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen. Aus der Summe der bearbeiteten Projekte lassen sich Planungs- und Entwurfsprinzipien für den «Städtebau auf dem Lande» – den «Dorfbau» – ableiten. Über die letzten vier Jahre begleitete das IBAR-Team die Gemeinde Scharans bei der Entwicklung einer Ortsplanrevision auf der Grundlage eines solchen räumlichen Leitbilds. Das Projekt ist nun von der Regierung bewilligt und wird in der Detailplanung fortgesetzt. Folgeprojekte in den Wachstumsgemeinden Masein und Jenins wurden 2017-2019 durchgeführt.

Umsetzung

Umsetzung

Die Umsetzung siedlungsplanerischer Ideen und Konzepte erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit und in der Gemeinde. Seit einigen Jahren erarbeitet das IBAR-Team für die Gemeinde Jenins – zum Teil zusammen mit den Architekturstudierenden der FH Graubünden – unterschiedliche Konzepte für Ersatz- und Neubauten, Parkierungslösungen zur Entlastung des Dorfkerns, Quartierentwicklungen sowie Gebäudeanalysen. Nun sollen diese Ideen zu einem räumlichen Leitbild für das Dorf Jenins zusammengefasst werden. Grundlage hierfür sind die Lokalisierung der Nutzungsreserven und die Entwicklung der Dynamik dieser Schlüsselgebiete. Die dazu gegründete «Arbeitsgruppe Ortsplanung» als Sprachrohr der Gemeindebevölkerung befragte die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer von unternutzten oder nicht genutzten Baulandparzellen zu deren Zukunftsplänen. Die Baulandbesitzerinnen und Baulandbesitzer wurden schon zu Beginn der Projektphase in die Planung integriert und gestalteten diese mit. Das Konzept des partizipativen Prozesses und der dazugehörige individualisierte Fragebogen weckten auch über die Kantonsgrenzen hinaus das Interesse von Fachkreisen. Parallel dazu wurden auch die gestalterischen und räumlichen Werte des Dorfes analysiert. Aufbauend auf den Qualitäten und Entwicklungstendenzen wurde ein kommunales räumliches Leitbild als Zukunftsbild für die Gemeinde erarbeitet.

Leitbildplan

An diesem Projekt wirken zusätzlich die folgenden Personen mit:

  • Mirco Blöchlinger, studentische Mitarbeit
  • Esther Casanova, Esther Casanova Raumplanung GmbH
  • Kevin Cavelti, Esther Casanova Raumplanung GmbH
Weiterführende Information

Weiterführende Information

Beteiligte

Dieses Projekt wird durch das Institut für Bauen im alpinen Raum (IBAR) in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Jenins und der Esther Casanova Raumplanung GmbH im Auftrag der Gemeinde Jenins umgesetzt.