PiBS auch im Bachelorstudium Multimedia Production möglich
26. Oktober 2026
Nach dem Gymi ohne fachspezifische Berufspraxis direkt in ein technisches Bachelorstudium einsteigen? Das ist dank eines speziellen Studienmodells möglich, dem sogenannten – PiBS – praxisintegrierten Bachelorstudium. Durch eine neue Zusammenarbeit mit dem Medienunternehmen Somedia bietet die Fachhochschule Graubünden das Modell ab dem nächsten Jahr auch im Bachelorstudium Multimedia Production an.
Wer nach der gymnasialen Maturität ein technisches Bachelorstudium an einer Fachhochschule aufnehmen will, muss in der Regel mindestens ein Jahr fachspezifische Berufserfahrung nachweisen. Einen alternativen Zugang bietet das praxisintegrierte Bachelorstudium, das PiBS. Anstatt das erforderliche Praktikum vor Studienbeginn zu absolvieren, sammeln die Studierenden ihre Praxiserfahrung während des Studiums im Partnerunternehmen Somedia. Dank einer neuen Zusammenarbeit mit dem Bündner Medienunternehmen ist ein PiBS ab dem Herbstsemester 2027 auch im Bachelorstudium Multimedia Production möglich. «Durch die Zusammenarbeit mit Somedia können unsere Studierenden wichtige Praxiserfahrung sammeln, ihr gelerntes Fachwissen direkt in den Redaktionen anwenden und erste berufliche Kontakte knüpfen», sagt Studienleiterin Ulrike Mothes. Besonders wertvoll sei dabei, dass Studium und Berufspraxis unter dem Dach desselben Medienhauses miteinander verknüpft werden. Aber nicht nur die Studierenden profitieren. Das Modell lohnt sich auch für das Medienunternehmen, wie Joachim Braun, Leiter der Chefredaktion und Geschäftsführer Medien der Somedia sagt. «Für uns ist es eine Investition in die Zukunft. Wir wollen angehende Medienschaffende frühzeitig fördern und sicherstellen, dass sie sich Fähigkeiten aneignen, professionellen Journalismus zu betreiben, ob für Online/Print, im Radio oder im TV. Ausserdem profitieren wir von neuen Impulsen und aktuellem Wissen aus der Forschung.»
Redaktionsarbeit als Teil des Studiums
Das PiBS dauert insgesamt vier Jahre. Nach dem ersten Studienjahr arbeiten die Multimedia-Production-Studierenden im Rahmen eines sogenannten Volontariats ein Jahr bei Somedia. Dabei lernen sie unter anderem Audio-, Video- und Newsbeiträge zu produzieren und kanalgerecht aufzubereiten. Anschliessend wird das Studium während zwei weiteren Jahren fortgesetzt und abgeschlossen. Dass die Studierenden Arbeitserfahrung in einem Medienunternehmen sammeln, sei eine Möglichkeit, junge Talente für die Branche zu gewinnen und zu binden. So sei das PiBS ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der lokalen Medienbranche, so Mothes.
Die FH Graubünden bietet PiBS auch in anderen Bachelorangeboten des Ingenieurwesens und der Informatik an: Auch in den Studienangeboten Artificial Intelligence in Software Engineering, Bauingenieurwesen, Computational and Data Science, MedTech, Mobile Robotics und Optoelectronics arbeitet die FH Graubünden mit lokalen Partnerunternehmen im Rahmen einer PiBS-Kooperation zusammen.
Ein Studium für die multimediale Welt
Zum Abschluss ihres Bachelorstudiums Multimedia Production verfügen die Studierenden über Schnittstellenkompetenzen im Bereich der multimedialen Gestaltung und Produktion. Ihnen steht eine Vielzahl an Karrieremöglichkeiten in einem lebendigen, kreativen und vielseitigen Arbeitsumfeld oder im eigenen Start-up offen. Das Joint-Degree-Studium wird gemeinsam von der FH Graubünden und der Berner Fachhochschule BFH, Departement Hochschule der Künste Bern (HKB), angeboten.
Weitere Details
- Mehr zum Studiengang Multimedia Production: fhgr.ch/mmp
- Die gesamte Auswahl zum praxisintegrierten Studium (PiBS) an der FH Graubünden und weitere Informationen zum Studienmodell: fhgr.ch/pibs

Weitere Auskünfte

Dateien
- FHGR_MedienmacherInnen_Bild2.jpgDas PiBS stärkt die Zusammenarbeit zwischen der FH Graubünden und Somedia, hier bei einem Multimedia-Production-Projekt in der TV-Regie.
Fachhochschule Graubünden
Als Hochschule setzt die FH Graubünden auf dynamisches Denken und proaktives Handeln. Mit diesem Mindset prägt sie die Zukunft. Die Studienangebote orientieren sich an praktischen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre über 2500 Studierenden in Aus- und Weiterbildung entwickelt sie zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten. Die Hochschule bietet Angebote in den Bereichen «Architektur, Bauingenieurwesen und Tourismus», «Medien, Technik und IT», «Wirtschaft, Dienstleistung und Informationswissenschaft» sowie «Gesundheit». In ihrer inter- und transdisziplinären Forschung konzentriert sie sich auf die Themen Angewandte Zukunftstechnologien, Entwicklung im alpinen Raum und Unternehmerisches Handeln. Mit ihren Tätigkeiten trägt die FH Graubünden zum Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit von Individuen, Institutionen und Regionen bei. Dafür ist sie in der Region verankert, in der Schweiz von Bedeutung und strahlt international aus. fhgr.ch

