Neue Stakeholder-Management-Toolbox entwickelt
05. August 2026
Das Management unterschiedlicher Anspruchsgruppen entwickelt sich zu einer der wichtigsten Aufgaben für Tourismusdestinationen. Das Institut für Tourismus und Freizeit der Fachhochschule Graubünden hat deshalb gemeinsam mit vier Schweizer Praxispartnern eine Stakeholder-Management-Toolbox entwickelt. Ein Instrument, das Destinationen dabei unterstützt, die Zusammenarbeit mit ihren Anspruchsgruppen systematisch zu gestalten und sie gezielter einzubinden.
Die Anforderungen an Destinationsmanagement-Organisationen (DMOs) sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neben klassischen Aufgaben wie Marketing und Gästekommunikation übernehmen sie zunehmend Verantwortung für die Destinationsentwicklung, koordinieren gemeinsame Projekte und bringen unterschiedlichste Anspruchsgruppen an einen Tisch, wie Gemeinden, Politik, touristische Leistungsträger, Bevölkerung und weitere regionale Akteure. Dieses komplexe Zusammenspiel professionell zu steuern, ist zu einer zentralen Herausforderung geworden und heute entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit einer Destination. Um die Destinationen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, hat das Institut für Tourismus und Freizeit der
FH Graubünden gemeinsam mit Heidiland Tourismus, St.Gallen-Bodensee Tourismus, Thurgau Tourismus und Toggenburg Tourismus eine praxisorientierte Stakeholder-Management-Toolbox entwickelt. «Die Herausforderungen von DMOs lassen sich nur gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern bewältigen. Mit der Toolbox möchten wir Destinationen dabei unterstützen, diese Zusammenarbeit systematisch und praxisnah zu gestalten», meint Projektleiter Gian-Reto Trepp.
Die Toolbox ist frei zugänglich und richtet sich an Destinationen jeder Grösse und Organisationsform. Sie bietet sowohl strategische Orientierung als auch konkrete operative Hilfsmittel für den Aufbau und die Weiterentwicklung nachhaltiger Stakeholderbeziehungen. «Die Toolbox hilft uns, für unterschiedliche Stakeholder die passenden Massnahmen zu finden – sowohl für strategische Fragestellungen als auch für die praktische Umsetzung im Destinationsalltag», sagt Sonja Teuscher von Toggenburg Tourismus, dem Lead-Partner im Projekt. Grundlage der Toolbox ist ein vierstufiger Stakeholder-Management-Prozess, der durch rund 50 Massnahmensteckbriefe mit konkreten Handlungsempfehlungen ergänzt wird. Die Entwicklung erfolgte unter Anwendung eines Service-Design-Ansatzes.
Praxisorientierte Forschung
Durch angewandte Forschung und praxisnahe Entwicklungsprojekte leistet das Institut für Tourismus und Freizeit der FH Graubünden einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Tourismus. Insbesondere werden die Transformationsprozesse des Schweizer und Bündner Tourismus in den fünf Themenfeldern Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit, Raum & Infrastruktur, Umwelt & Erlebnisraum sowie Governance in den drei Forschungsfeldern «Digitale Transformation im Tourismus», «Tourismus- und Freizeitinfrastrukturen» sowie «Touristische Lebensräume» aktiv bearbeitet, um Veränderungen zu verstehen, zu begleiten und zu gestalten.
Weitere Details
- Mehr zum Projekt: fhgr.ch/dmo-stakeholder-management
- Zur Stakeholder-Management-Toolbox: https://stakeholder-toolbox.fhgr.ch
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Fachhochschule Graubünden
Als Hochschule setzt die FH Graubünden auf dynamisches Denken und proaktives Handeln. Mit diesem Mindset prägt sie die Zukunft. Die Studienangebote orientieren sich an praktischen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre über 2500 Studierenden in Aus- und Weiterbildung entwickelt sie zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten. Die Hochschule bietet Angebote in den Bereichen «Architektur, Bauingenieurwesen und Tourismus», «Medien, Technik und IT», «Wirtschaft, Dienstleistung und Informationswissenschaft» sowie «Gesundheit». In ihrer inter- und transdisziplinären Forschung konzentriert sie sich auf die Themen Angewandte Zukunftstechnologien, Entwicklung im alpinen Raum und Unternehmerisches Handeln. Mit ihren Tätigkeiten trägt die FH Graubünden zum Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit von Individuen, Institutionen und Regionen bei. Dafür ist sie in der Region verankert, in der Schweiz von Bedeutung und strahlt international aus. fhgr.ch