Bachelor Pflege: Studierende bei einem klinischen Assessment im Praktikum Bachelor Pflege: Studierende bei einem klinischen Assessment im Praktikum
Bachelorstudium

Pflege im Detail

Bachelorstudium

Pflege im Detail

Mit finanzieller Unterstützung

Hier findest du vertiefte Informationen zum Kooperationsstudienangebot der ZHAW und FH Graubünden, zum Studienaufbau, zu Praktika, Zulassung, Finanzierung, Studienalltag und Berufsperspektiven im Bachelorstudium Pflege.

Das Bachelorstudium Pflege verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen mit praktischer Handlungskompetenz. Du lernst, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen professionell zu betreuen, zu beraten und zu begleiten – in der Akutpflege, Psychiatrie, Langzeitpflege, Spitex und ambulanten Versorgung.

Kooperationsstudienangebot ZHAW und FH Graubünden

Kooperationsstudienangebot ZHAW und FH Graubünden

Das Bachelorstudium Pflege wird als Kooperationsstudienangebot der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW und der FH Graubünden angeboten.

Du studierst im bewährten Bachelorprogramm Pflege der ZHAW und erhältst den Abschluss Bachelor of Science ZHAW in Pflege. Gleichzeitig profitierst du vom regionalen Praxisbezug in Graubünden: Die Praktika finden in Gesundheitsbetrieben im Kanton Graubünden statt.

Das Modell richtet sich insbesondere an Studierende aus der Südostschweiz, die eine akademische Pflegeausbildung absolvieren und gleichzeitig berufliche Perspektiven in der regionalen Gesundheitsversorgung aufbauen möchten.

Studienmodelle

Studienmodelle

Das Bachelorstudium Pflege ist als Vollzeitstudium aufgebaut und dauert 3 Jahre beziehungsweise 6 Semester.

Vollzeitstudium

  • 3 Jahre Studiendauer
  • 6 Semester
  • 180 ECTS
  • Lehrveranstaltungen in Winterthur
  • Praktika in Gesundheitsbetrieben im Kanton Graubünden
  • Studienbeginn im Herbst
  • Unterrichtssprache Deutsch

Das Studium eignet sich für dich, wenn du Pflege auf Fachhochschulniveau studieren und dich gezielt auf eine verantwortungsvolle Tätigkeit als diplomierte Pflegefachperson FH vorbereiten möchtest.

Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss erhältst du den Titel:

Bachelor of Science ZHAW in Pflege

Mit dem Abschluss erwirbst du sowohl einen Hochschulabschluss als auch die Berufsbefähigung als diplomierte Pflegefachperson FH.

Studienaufbau

Studienaufbau

Das Bachelorstudium Pflege umfasst 180 ECTS-Punkte. Der Aufbau entspricht nationalen und internationalen Standards und verbindet Präsenzveranstaltungen, Selbststudium, Übungen, Fallarbeit, Projektarbeit, Werkstattunterricht, Simulationen und Praktika.

Das Studium besteht aus:

  • berufsspezifischen Modulen
  • multi- und interprofessionellen Modulen
  • Praktika in unterschiedlichen klinischen Fachgebieten
  • Safe Learning Space
  • Bachelorarbeit
  • Zusatzmodulen je nach Vorbildung

Berufsspezifische Module

In den berufsspezifischen Modulen baust du die fachlichen Grundlagen professioneller Pflege auf. Du lernst, Pflegeprozesse zu verstehen, klinische Situationen einzuschätzen und pflegerische Interventionen begründet einzusetzen.

Dazu gehören unter anderem:

  • naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Pflege als Wissenschaft
  • Pflegeprozess
  • Caring
  • Symptommanagement
  • Pflege spezifischer Alters- und Patientengruppen
  • Ethik
  • Edukation
  • Pflegetechniken
  • Pharmakologie
  • klinisches Assessment
  • Assessment von Familien
  • Best Practice

Multi- und interprofessionelle Module

Pflege findet nicht isoliert statt. Du arbeitest im Gesundheitswesen eng mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Sozialdiensten, Angehörigen und weiteren Fachpersonen zusammen.

In den multi- und interprofessionellen Modulen beschäftigst du dich deshalb mit:

  • wissenschaftlichem Arbeiten
  • Kommunikation
  • interprofessioneller Zusammenarbeit
  • Gesellschaft, Kultur und Gesundheit
  • Zusammenarbeit in komplexen Versorgungssituationen

Bachelorarbeit

In der Bachelorarbeit bearbeitest du ein berufsrelevantes Thema mit wissenschaftlichen Methoden. Du zeigst, dass du pflegerische Fragestellungen fachlich fundiert, methodisch sauber und praxisbezogen bearbeiten kannst.

Safe Learning Space

Ein besonderes Merkmal des Bachelorstudiums Pflege ist der Safe Learning Space. In diesem geschützten Lernumfeld trainierst du reale Pflegesituationen unter professioneller Begleitung.

Du übst pflegerische Situationen ohne Leistungsdruck und mit Raum für deine individuelle Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel herausfordernde Kommunikationssituationen, der Umgang mit Aggressionen oder komplexe pflegerische Entscheidungen.

Der Safe Learning Space unterstützt dich dabei, Sicherheit aufzubauen, dein Handeln zu reflektieren und pflegerische Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln.

Praxis im Studium

Praxis im Studium

Praktika

Die Praktika sind ein zentraler Bestandteil des Bachelorstudiums Pflege. Während des Studiums absolvierst du drei Praktika von jeweils 12 bis 16 Wochen in unterschiedlichen klinischen Fachgebieten.

Studierende aus Graubünden absolvieren ihre Praktika in Gesundheitsbetrieben im Kanton Graubünden. Dadurch erhältst du Einblick in regionale Versorgungsstrukturen und baust Kontakte zu möglichen späteren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern auf.

Nach dem 6. Studiensemester folgt je nach Vorbildung ein zusätzliches Praktikum von bis zu 10 Monaten, das sogenannte Zusatzmodul C.

Praktikumslohn

Der Lohn während der Praktika richtet sich nach kantonalen Vorgaben und liegt im Ermessen der einzelnen Betriebe. Im Kanton Graubünden beträgt er je nach Alter zwischen CHF 2291 und CHF 3818 pro Monat exklusive Anteil 13. Monatslohn.

Praktika in Graubünden

Die Praktika in Graubünden ermöglichen dir, verschiedene Versorgungsbereiche kennenzulernen – zum Beispiel Spitäler, Psychiatrie, Langzeitpflege, Spitex oder ambulante Angebote.

Du lernst, pflegerisches Wissen in realen Situationen anzuwenden, Verantwortung zu übernehmen und mit Patientinnen, Patienten, Angehörigen und anderen Gesundheitsberufen zusammenzuarbeiten.

Vertragliche Bindung

Studierende aus Graubünden, die ihre Praktika in Gesundheitsbetrieben des Kantons Graubünden absolvieren, sind anschliessend vertraglich gebunden, während drei Jahren im Kanton Graubünden zu arbeiten.

Diese Regelung stärkt die regionale Gesundheitsversorgung und unterstützt den Aufbau qualifizierter Pflegefachpersonen im Kanton.

Portrait Hugo Keune
«Die enge Zusammenarbeit zwischen Praxis und Fachhochschule ist entscheidend für die Qualität des Bachelorstudiums Pflege. Das Kooperationsstudienangebot der FH Graubünden und der ZHAW ermöglicht genau das – akademische Ausbildung mit starkem Praxisbezug. Das unterstützen wir mit Überzeugung.»
Hugo Keune, Vorsitzender der Geschäftsleitung Kantonsspital Graubünden
Portrait Marion Thalmann
«Die Einführung des Bachelorstudiums Pflege an der FH Graubünden ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der regional verankerten dezentralen Gesundheitsversorgung. Sie zeigt, wie Bildungsangebote gezielt zu dessen Stärkung im ganzen Kanton beitragen können.»
Marion Thalmann, Projektleitung Leitbild Dezentrale Gesundheitsversorgung Graubünden
Portrait Irene Ris
«Die Kooperation mit der FH Graubünden ermöglicht es uns, unser bewährtes Curriculum mit lokalen Bedürfnissen zu verbinden. So profitieren die Studierenden von der Expertise der ZHAW und gleichzeitig von einer starken regionalen Verankerung.»
Irène Ris, Studienleiterin und Dozentin, Bachelorstudium Pflege ZHAW
Portrait Jon Domenic Parolini
«Das Studienangebot Pflege an der FH Graubünden ermöglicht neu auch auf Fachhochschulebene eine qualifizierte Ausbildung für Pflegefachkräfte im Kanton Graubünden.»
Dr. Jon Domenic Parolini, Regierungsrat des Kantons Graubünden, Vorsteher des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartements
Studienalltag

Studienalltag

Im Studienalltag wechseln sich Lehrveranstaltungen, Selbststudium, Übungen, Fallarbeit, Projektarbeit, Werkstattunterricht, Simulationen und Praktika ab.

Präsenzveranstaltungen und Selbststudium

Das Studium besteht zu rund 40 Prozent aus Präsenzveranstaltungen und zu rund 60 Prozent aus Selbstlernanteilen. Dadurch lernst du, Wissen selbständig zu erarbeiten und in Übungen, Simulationen und Praxisphasen anzuwenden.

Fallarbeit und Simulationen

In Fallarbeiten und Simulationen setzt du dich mit realitätsnahen Pflegesituationen auseinander. Du lernst, Situationen einzuschätzen, Entscheidungen zu begründen und dein pflegerisches Handeln zu reflektieren.

Interprofessionelles Lernen

Pflege ist Teamarbeit. Deshalb lernst du, mit anderen Gesundheitsberufen zusammenzuarbeiten, Informationen gezielt weiterzugeben und gemeinsam gute Lösungen für Patientinnen, Patienten und Angehörige zu entwickeln.

Studieren zwischen Winterthur und Graubünden

Die Lehrveranstaltungen finden in Winterthur statt. Die Praktika absolvierst du in Graubünden. So verbindest du ein etabliertes Studienprogramm mit regionalem Praxisbezug und baust früh Kontakte zur Gesundheitsversorgung im Kanton Graubünden auf.

5 Gründe, Pflege an der FH Graubünden und ZHAW zu studieren

Keyvisual des Bachelorstudiums Pflege
Menschen professionell begleiten
Du lernst, Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und Gesundheitssituationen fachlich, empathisch und verantwortungsvoll zu betreuen.
Keyvisual des Bachelorstudiums Pflege
Praktika in Graubünden
Deine Praktika absolvierst du in Gesundheitsbetrieben im Kanton Graubünden und erhältst Einblick in die regionale Versorgungspraxis.
Keyvisual des Bachelorstudiums Pflege
Wissenschaftlich fundiert arbeiten
Du lernst, pflegerische Entscheidungen evidenzbasiert zu treffen und Wissen aus Pflegewissenschaft, Medizin, Ethik und Kommunikation anzuwenden.
Keyvisual des Bachelorstudiums Pflege
Sicher üben im Safe Learning Space
Du trainierst reale Pflegesituationen in einem geschützten Lernumfeld und baust deine Kompetenzen Schritt für Schritt auf.
Keyvisual des Bachelorstudiums Pflege
Beruf mit Zukunft wählen
Pflegefachpersonen werden in Spitälern, Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Psychiatrien, Spitex und ambulanten Versorgungsangeboten gebraucht.
Berufsperspektiven

Berufsperspektiven

Mit dem Bachelor of Science ZHAW in Pflege bist du als diplomierte Pflegefachperson FH berufsbefähigt. Du kannst in unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsversorgung arbeiten und Menschen in verschiedenen Lebensphasen begleiten.

Typische Arbeitsfelder

  • Spitäler
  • Kliniken
  • Psychiatrie
  • Alters- und Pflegeheime
  • Spitex
  • ambulante Gesundheitseinrichtungen
  • Rehabilitation
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Bildung, Forschung und Qualitätsentwicklung mit entsprechender Weiterbildung

Typische Tätigkeiten

  • Patientinnen und Patienten pflegen, betreuen und begleiten
  • Gesundheitszustände einschätzen
  • Pflegeprozesse planen, durchführen und evaluieren
  • Angehörige beraten und unterstützen
  • pflegerische Interventionen fachlich begründen
  • interprofessionell zusammenarbeiten
  • Qualität und Sicherheit in der Versorgung mitgestalten
  • Patientinnen und Patienten in verschiedenen Lebensphasen begleiten

Rollen im Pflegeberuf

Im Studium entwickelst du Kompetenzen für unterschiedliche Rollen:

  • Expert
    Du führst berufsspezifische Tätigkeiten aus und triffst fachlich begründete Entscheidungen.
  • Teamworker
    Du arbeitest aktiv in interprofessionellen Teams mit.
  • Health Advocate
    Du setzt dich verantwortungsvoll für Patientinnen, Patienten und ihre Anliegen ein.
  • Professional
    Du reflektierst dein Handeln und förderst die Professionalisierung der Pflege.
  • Kommunikator
    Du baust vertrauensvolle Beziehungen auf und gibst Informationen gezielt weiter.
  • Leader
    Du übernimmst fachliche Verantwortung und entwickelst deine berufliche Laufbahn.
  • Scholar
    Du engagierst dich für lebenslanges Lernen und für die Anwendung und Weitergabe von Wissen.

Weiterbildung und Masterstudium

Nach dem Bachelorabschluss kannst du dich weiter spezialisieren. Möglich sind Weiterbildungen sowie ein konsekutives Masterangebot Pflege, zum Beispiel ein Master of Science in Nursing.

Mit Berufserfahrung und Weiterbildung kannst du Aufgaben in Management, Bildung, Forschung, Gesundheitsförderung oder Prävention übernehmen.

Portrait Peter Peyer
«Das Bachelorangebot Pflege stärkt die Gesundheitsversorgung im Kanton und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven in einem Beruf mit grosser gesellschaftlicher Bedeutung.»
Peter Peyer, Regierungsrat des Kanton Graubünden, Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
FAQ

FAQ

Hier findest du Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen rund um das Bachelorstudium Pflege.

Wie funktioniert das Kooperationsstudienangebot?

Du studierst im Bachelorprogramm Pflege der ZHAW. Die FH Graubünden ist Kooperationspartnerin für das Modell mit regionalem Praxisbezug. Die Lehrveranstaltungen finden in Winterthur statt, die Praktika in Gesundheitsbetrieben im Kanton Graubünden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Du erhältst den Abschluss Bachelor of Science ZHAW in Pflege und die Berufsbefähigung als diplomierte Pflegefachperson FH.

Wo finden die Praktika statt?

Studierende aus Graubünden absolvieren ihre Praktika in Gesundheitsbetrieben im Kanton Graubünden.

Wie lange dauern die Praktika?

Während des Bachelorstudiums absolvierst du drei Praktika von jeweils 12 bis 16 Wochen. Je nach Vorbildung folgt nach dem 6. Semester ein zusätzliches Praktikum von bis zu 10 Monaten.

Was ist der Safe Learning Space?

Der Safe Learning Space ist ein geschütztes Lernumfeld, in dem du reale Pflegesituationen unter professioneller Begleitung trainierst. Du kannst herausfordernde Situationen üben und dein Handeln reflektieren.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Du brauchst eine Berufsmaturität, Fachmaturität oder gymnasiale Maturität. Zusätzlich brauchst du mindestens zwei Monate Arbeitswelterfahrung in einem gesundheitsnahen Berufsfeld, sofern du nicht bereits eine abgeschlossene Ausbildung oder Berufserfahrung im Gesundheitsbereich hast.

Bin ich nach den Praktika an Graubünden gebunden?

Studierende aus Graubünden, die ihre Praktika in Gesundheitsbetrieben des Kantons Graubünden absolvieren, sind anschliessend vertraglich gebunden, während drei Jahren im Kanton Graubünden zu arbeiten.

Gibt es finanzielle Unterstützung?

Ja. Im Rahmen der Pflegeinitiative bietet der Kanton Graubünden finanzielle Unterstützung für Personen in Pflegeausbildungen an, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Was kann ich nach dem Studium machen?

Du kannst in Spitälern, Kliniken, Psychiatrien, Alters- und Pflegeheimen, der Spitex oder ambulanten Gesundheitseinrichtungen arbeiten. Mit Weiterbildung sind auch Funktionen in Bildung, Management, Forschung, Gesundheitsförderung oder Prävention möglich.

Kann ich nach dem Bachelor einen Master machen?

Ja. Nach dem Bachelorabschluss kannst du im Bereich Pflege weiterstudieren, zum Beispiel in einem Master of Science in Nursing.