Overview
Im 17. Jahrhundert wurden in Graubünden zahlreiche Frauen – und auch einige Männer – der «Hexerei» beschuldigt, gefoltert und hingerichtet. Die überlieferten Akten und weitere Quellen zeigen: Die Anschuldigungen folgten oft wiederkehrenden Mustern und einer eigenen Logik. Doch Mechanismen von Ausgrenzung, Schuldzuweisungen und Sündenböcken gehören nicht nur der Vergangenheit an. Auch heute werden bestimmte Menschen oder Gruppen verdächtigt, stigmatisiert oder an den Pranger gestellt. Wie entstehen solche Feindbilder? Und lassen sich Parallelen zwischen den historischen Hexenverfolgungen und modernen «Hexenjagden» ziehen? Ein Wissenschaftscafé für alle, die mehr über dieses Kapitel der Bündner Geschichte erfahren möchten und gemeinsam mit Expertinnen und Experten darüber ins Gespräch kommen wollen, wie historische Muster von Ausgrenzung und Anschuldigung bis in die Gegenwart wirken.
Podium
- Antonia Bertschinger, PhD, Kulturwissenschaftlerin, Institut für Kulturforschung Graubünden
- Antonia Egli, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der Fachhochschule Graubünden und Doktorandin an der Dublin City University
- Gian Franco Josef Arnold, PhD, Oberpsychologe, Psychiatrische Dienste Graubünden
Moderation
- Noemi Adam-Graf, PhD, stellvertretende Institutsleiterin und Sprachwissenschaftlerin, Institut für Kulturforschung Graubünden
Veranstaltende
Institut für Kulturforschung Graubünden
Kosten und Anmeldung
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Details
Donnerstag,
09.04.2026
18:30 -
20:00
Event location:
Stadtbibliothek Chur
Grabenstrasse 28
7000 Chur
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