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Mehrsprachigkeit in Graubünden weiterdenken

Wie wirkt die Sprachen- und Kulturförderung für Rätoromanisch und Italienisch?

06. January 2026

Der Bund unterstützt seit vielen Jahren mit beträchtlichen Mitteln die Sprachenförderung des Kantons Graubünden. Nun untersucht die Fachhochschule Graubünden im Auftrag des Bundesamtes für Kultur, welche Wirkungen die unterstützten Organisationen tatsächlich entfalten und ob die Angebote den Bedürfnissen der jeweiligen Bevölkerung entsprechen. Teil dieser Untersuchung ist eine aktuelle Online-Umfrage, die noch bis Ende Januar geöffnet ist. Sie fliesst in die Weiterentwicklung der Mehrsprachigkeit im Kanton Graubünden ein.

Tragen die Tätigkeiten der Sprachorganisationen wirksam dazu bei, die rätoromanische und italienische Kultur langfristig zu fördern und zu erhalten? Diese Frage steht im Zentrum einer neuen Untersuchung im Kanton Graubünden. Im Fokus stehen dabei die beiden Sprachorganisationen Lia Rumantscha und Pro Grigioni Italiano. Im Auftrag des Bundesamtes für Kultur evaluiert die FH Graubünden die jeweiligen Strukturen, Programme und Zielsetzungen der beiden Organisationen sowie die Frage, wie wirksam und zukunftsfähig ihre Arbeit ist. Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Stimmungsbild der Bevölkerung zu den Tätigkeiten der Lia Rumantscha respektive der Pro Grirgioni Italiano zu erhalten. Gemäss des Auftraggebers soll die Evaluation Klarheit über die Wirkung der Sprachenförderung schaffen. Die Ergebnisse werden direkt in die Weiterentwicklung der Förderstrategie und in die Vorbereitung der Förderperiode 2029-2032 einfliessen.

Teil der Untersuchung ist eine Online-Umfrage, die in die Evaluation der Massnahmen zur Förderung der rätoromanischen und italienischen Sprache sowie in die Weiterentwicklung der Mehrsprachigkeit im Kanton Graubünden einfliesst. «Mit ausgewählten Experten wurden bereits Interviews geführt. Nun geht es in der Umfrage darum, einen möglichst breit abgestützten Meinungsbarometer der Bevölkerung zu erhalten», sagt Projektleiter Prof. Dr. Curdin Derungs. Die Umfrage findet vom 7. bis 29. Januar 2026 statt und dauert rund zehn Minuten. Nicht Teil der Untersuchung sind die Medienförderung, kantonale Eigenleistungen sowie eine finanzielle oder rechtliche Kontrolle.

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Lecturer, Project leader
Prof. Dr. oec. Curdin Derungs