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  • 2022

  • Schuldt, Karsten (2022): Sind Bibliotheken im hippen Vintage-Look ein Angebot für alle?. Langeweile erzeugt Offenheit. In: BuB. Forum Bibliothek und Information 74 (01). Available online at https://b-u-b.de/archiv/, last checked on 27.01.2022
  • Schuldt, Karsten (2022): Minitel, Btx und die Bibliotheken. Ein Versuch, den Zusammenhang von neuen Technologien und Bibliotheken zu systematisieren. In: LIBREAS. Library Ideas (41). Available online at https://libreas.eu/ausgabe41/schuldt/, last checked on 15.07.2022

     

    Abstract: Anhand der vor allem in den 1980er Jahren verbreiteten Technologie der interaktiven Videotextsysteme und den daraus resultierenden Reaktionen von Bibliotheken, wird versucht, ein Modell für den Zusammenhang von Bibliotheken und neuen Technologien zu erarbeiten. Konzentriert wird sich dabei auf das französische Minitel- und das bundesdeutsche Btx-System. Im Ergebnis zeigt sich, dass Bibliotheken relativ schnell reagieren, neue Technologien daraufhin zu hinterfragen, ob sie für Aufgaben in Bibliotheken genutzt werden können. Es zeigt sich aber auch, dass die tatsächliche Verbreitung in Bibliotheken massiv von Entwicklungen ausserhalb von Bibliotheken beeinflusst wird. Der Artikel endet mit ersten Eckpunkten für ein solches Modell und offenen Forschungsfragen.

  • 2021

  • Kovalik, Claudia; Schuldt, Karsten (2021): Makerspace-Toolboxen für Bibliotheken in der Schweiz. In: o-bib 8 (4). Available online at https://doi.org/10.5282/o-bib/5729, last checked on 23.12.2021

     

    Abstract: In diesem Text werden mobile Makerspace-Toolboxen vorgestellt, welche von kleinen schweizerischen allgemeinen öffentlichen Bibliotheken bestellt werden können, um eigene Makerspace-Veranstaltungen durchzuführen, sowie die vorläufigen Ergebnisse einer Umfrage zur Nutzung dieser Boxen dargestellt. Entgegen den Vorhersagen aus der Literatur zu Makerspaces in Bibliotheken zeigt sich, dass sie ‒ obwohl die Bibliotheken überwiegend zufrieden mit ihnen sind ‒ nicht viel an den Angeboten der Bibliotheken ändern: Die meisten Veranstaltungen konzentrieren sich auf das Ausprobieren der Technologien durch die Nutzer*innen. Die Zielgruppen sind meist Kinder und Familien. Die Bibliotheken haben die Makerspace-Toolboxen in ihre etablierte Arbeit integriert.

  • Schuldt, Karsten (2021): Automatisierung in Wissenschaftlichen Bibliotheken der 1960er Jahre. Der Anfang des Einsatzes von Computern in Bibliotheken im DACH-Raum. In: LIBREAS. Library Ideas (39). Available online at https://libreas.eu/ausgabe39/schuldt1/, last checked on 15.10.2021

     

    Abstract: Computer wurden in den Wissenschaftlichen Bibliotheken des DACH-Raumes in den 1960er Jahren eingeführt. Der Text vollzieht dies nach und zeigt unter anderem, dass die Grundprobleme, die am Ende mit den Rechenmaschinen gelöst werden sollten, zuvor auch anders angegangen wurden. Es ging um die Beherrschung einer wachsenden Anzahl von Literatur. Auffällig an der Geschichte ist, dass die Entwicklung sich relativ schnell vollzogen, dass sie im DACH-Raum relativ ähnlich verliefen und das es nicht per se um die Einführung von Technik, sondern um das Lösen von Problemen ging.

  • Schuldt, Karsten (2021): Wie von der Automatisierung in Bibliotheken erzählen?. In: LIBREAS. Library Ideas (39). Available online at https://libreas.eu/ausgabe39/schuldt2/, last checked on 15.10.2021

     

    Abstract: Ein Buch zur Einführung und Verbreitung von Computern in Bibliotheken im Kanton Genf wird als Anlass genommen zu diskutieren, wie eine Geschichte von Technik in Bibliotheken erzählt werden und was aus ihr gelernt werden kann. Einer der Autoren des Buches hat im Laufe seiner Karriere weitere Werke vorgelegt, welche die Entwicklung von Computern praxisorientiert begleiteten. Dies bietet eine gute Möglichkeit, die Veränderungen seines Blickwinkels zu beschreiben. Dabei geht es im Text aber nicht um eine Kritik dieser Werke, sondern darum zu diskutieren, wie eine Geschichtsschreibung aufgebaut sein kann, welche möglichst viele Fragen stellt, von denen die heutige Praxis profitieren könnte.

  • 2020

  • Schuldt, Karsten (2020): Mit Bourdieu in der Bibliothek – Ein kritischer Blick auf aktuelle Bibliotheksräume. In: BuB. Forum Bibliothek und Information 72 (02-03), S. 108-110. Available online at https://b-u-b.de/archiv/, last checked on 08.05.2020

     

    Abstract: »Die feinen Unterschiede« (Bourdieu 2016) berichten über eine großangelegte französische Studie einer Arbeitsgruppe um Pierre Bourdieu, welche in den 1970er-Jahren der Frage nachging, wie sich in der Bevölkerung Geschmack verteilt. Die Studie war empirisch angelegt und umfasste mehrere tausend Interviews, die bei Personen daheim durchgeführt wurden. Dabei wurden zum Beispiel Angaben zu deren Wohnstil aufgenommen und als Daten integriert. Am Ende entstand aus diesen Daten ein Modell, das unterschiedliche Formen von Kapital (ökonomisches, soziales, kulturelles) beschrieb, die eingesetzt werden, um mehr Kapital zu erarbeiten. Dieses Kapital wird vererbt, umgewandelt, vermehrt. Relevant war in der Studie auch der Nachweis, dass Geschmack, Stil, das was als schön, hässlich, praktisch, funktional verstanden wird, an die soziale Schicht gebunden ist.

  • Schuldt, Karsten (2020): Zur Beziehung von Forschung und Öffentlichen Bibliotheken. In: LIBREAS. Library Ideas (37). Available online at https://libreas.eu/ausgabe37/schuldt/, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: Ich soll Forschung für Öffentliche Bibliotheken betreiben. Angestellt als Bibliothekswissenschaftler an einer Fachhochschule ist dies, neben der Lehre, die explizite Hauptaufgabe meines Arbeitsalltags. Kantonales Hochschulgesetz, aber auch das Rektorat und der Hochschulrat meiner Hochschule schreiben dabei explizit "Angewandte Forschung" vor. Praxisorientiert. Innovativ. All das. Ich arbeite auch schon eine ganze Reihe Jahre so, in kleinen oder grossen Projekten, mit Texten, durch die Betreuung von Praktika und studentischen Abschlussarbeiten, mit Weiterbildungsangeboten, Vorträgen und theoretischen Reflexionen. Manchmal auch mit kritischen Anmerkungen. Das alles ist Teil meines Lebens. Aber es ist ein irritierender, demotivierender Teil, der mich oft ans Hinschmeissen denken lässt. Es ist nämlich der Teil meines Lebens, der mir oft am Sinnlosesten erscheint. Wieso, das ist Thema dieses Textes. Auf den ersten Blick scheint es nämlich so, als würden Bibliotheken alle Forschung, die sie nutzen könnten – nicht nur meine, darum geht es mir nicht –, die in den letzten Jahren auch mehr und mehr als Open Access vorliegt, willfährig ignorieren und statt dessen den oft unfundierten, teilweise grotesk falschen Behauptungen meinungsstarker Einzelner folgen. Wozu dann aber überhaupt Forschen, wenn das bessere, fundiertere Argument oft ignoriert wird? Ich weiss nicht, wie die Kolleg*innen an anderen Fachhochschulen diese zum Teil persönlich frustrierende Situation meistern. Ich habe mir Hobbys zugelegt, flüchte zum Teil in Themen und Fragestellungen, die tatsächlich explizit fern der Bibliothekspraxis sind. Vor allem aber versuche ich, die Situation selber als Untersuchungsgegenstand zu nehmen und dabei zu abstrahieren. Weg vom Persönlichen, hin zum Strukturellen. Wie in diesem Text. Weil, um hier schon eine Antwort vorwegzugreifen, die Situation (das Problem?) eine strukturelle ist. Eine, die angegangen werden kann, aber vor allem von Seiten der Bibliotheken. Dazu muss die Struktur wohl benannt werden. Die Forschung macht schon viel richtig. Sie muss vielleicht von der Praxisorientierung loskommen, aber das ist eine politische Frage, die nicht zwischen Forschung und Bibliothekswesen alleine geregelt werden kann.

  • Schuldt, Karsten (2020) : Vom Unbehagen mit „den Bibliotheken“ von Aat Vos In: Käpplinger, Bernd: Neue Häuser der Erwachsenenbildung 1959 und 2019: Bleibt alles anders?: Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien: Peter Lang (Studien zur Pädagogik, Andragogik und Gerontagogik), S. 125-136

    Abstract: Die engagierte Wortmeldung basiert auf einem Beitrag des Autors – der Bibliothekswissenschaftler ist – in seinem Blog und diskutiert kritisch neue Bibliotheksarchitekturen, die oftmals nur einseitig positiv rezipiert werden. Eine Reihe an Literaturbezügen vor allem zu Pierre Bourdieu und Henri Lefebvre werden hergestellt. Der Text argumentiert aus einer bibliothekarischen Perspektive.

  • Schuldt, Karsten (2020): Zur Nutzung des Raumes in Wissenschaftlichen Bibliotheken. Eine systematische Auswertung von Studien aus den Jahren 2009 bis 2019. The use of space in academic libraries. A systematic evaluation of studies from the years 2009 to 2019. In: Information. Wissenschaft & Praxis 71 (5-6), S. 283-288. Available online at https://doi.org/10.1515/iwp-2020-2112, last checked on 30.10.2020

     

    Abstract: Eine systematische Auswertung der Studien, die in den Jahren 2009 bis 2019 dazu publiziert wurden, wie der Raum Wissenschaftlicher Bibliotheken genutzt wird, zeigt einerseits, dass weiterhin das individuelle Arbeiten für akademische Arbeiten überwiegt und andere vermutete Veränderungen nicht in großem Maße stattgefunden haben. Andererseits zeigt sich, dass Bibliotheken vor allem auf sich schauen, Instrumente nicht nachnutzen und fast keine Vergleiche mit anderen Bibliotheken durchführen.

  • Schuldt, Karsten (2020): Pflanzen auf Photos von Bibliotheken. Essay. In: LIBREAS. Library Ideas (38). Available online at https://libreas.eu/ausgabe38/schuldt/, last checked on 27.03.2021

     

    Abstract: Pflanzen in Bibliotheken: Ich kann mich nicht erinnern, dass sie in meinem Studium, in meiner eigenen Lehre, Forschung oder Beratung von Bibliotheken wirklich jemals thematisiert wurden. Nur hier und da tauchen sie auf.

  • 2019

  • Audunson, Ragnar; Aabø, Svanhild; Blomgren, Roger; Hobohm, Hans-Christoph; Jochumsen, Henrik; Khosrowjerdi, Mahmood; Mumenthaler, Rudolf; Schuldt, Karsten; Rasmussen, Casper Hvenegaard; Rydbeck, Kerstin; Tóth, Máté; Vårheim, Andreas (2019): Public libraries as public sphere institutions. A comparative study of perceptions of the public library’s role in six European countries. In: Journal of Documentation 75 (6), S. 1396-1415. Available online at https://doi.org/10.1108/JD-02-2019-0015, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: Purpose: The purpose of this paper is to analyze the role of public libraries as institutions underpinning a democratic public sphere as reasons legitimizing libraries compared to reasons that are more traditional and the actual use of libraries as public sphere arenas. Design/methodology/approach: A survey of representative samples of the adult population in six countries – Denmark, Sweden, Norway, Germany, Hungary and Switzerland – was undertaken. Findings: Legitimations related to the libraries role as a meeting place and arena for public debate are ranked as the 3 least important out of 12 possible legitimations for upholding a public library service. Libraries are, however, used extensively by the users to access citizenship information and to participate in public sphere relevant meetings. Originality/value: Few studies have empirically analyzed the role of libraries in upholding a democratic and sustainable public sphere. This study contributes in filling that gap.

  • Fahrenkrog, Gabriele; Mumenthaler, Rudolf; Schuldt, Karsten (2019) : Schreiben im digitalen Raum In: Sühl-Strohmenger, Wilfried; Tschander, Ladina (Hg.): Praxishandbuch Schreiben in der Hochschulbibliothek: Berlin: De Gruyter Saur (De Gruyter Reference), S. 87-104

    DOI: https://doi.org/10.1515/9783110594140-009 

    Abstract: Im vorliegenden Beitrag beschreiben die Autorinnen und Autoren ihre Erfahrungen mit Methoden und Tools, die sie selbst und in Kursen zum Schreiben im digitalen Raum eingesetzt haben. Sie gehen der Fragen nach, wie solche Methoden und Tools in der Bibliothekspraxis verwendet werden können und inwiefern diese von Mitarbeitenden zur Schreibunterstützung von Studierenden genutzt werden können.

  • Schuldt, Karsten (2019): Anleitung und Vorschläge für Makerspaces in Bibliotheken. Sammelrezension. Teil II (2017-2019). In: RESSI: Revue Electronique Suisse de Science de l' Information (20). Available online at http://www.ressi.ch/num20/article_177, last checked on 12.06.2020
  • Schuldt, Karsten (2019): Ist Partizipation gleich Partizipation?. Einige Verunsicherungen zu aktuellen partizipativen Prozessen in Bibliotheken. In: BuB. Forum Bibliothek und Information 71 (7), S. 410-412. Available online at https://b-u-b.de/archiv/, last checked on 12.06.2020

     

    Abstract: Partizipation ist »in«. Auch bei bibliothekarischen Projekten werden zunehmend Methoden der Teilhabe und Mitbestimmung, vor allem zur Einbeziehung von Nutzerinnen und Nutzern, angewendet. Die Ergebnisse stellen die jeweiligen Initiatoren in der Öffentlichkeit meist sehr positiv dar. Dass sich das nicht immer mit den Eindrücken aller Beteiligten am Partizipationsprozess deckt, zeigt Karsten Schuldt im folgenden Beitrag.

  • Schuldt, Karsten (2019): Neutralität als bürgerliche Bibliotheksideologie. Die Kritik der "Arbeiterbibliotheken" zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In: LIBREAS. Library Ideas (35). Available online at https://libreas.eu/ausgabe35/schuldt/, last checked on 17.06.2020

     

    Abstract: Dass Bibliotheken bei Bestandsaufbau und -vermittlung die inhaltliche Neutralität als Leitbild haben, ist Ausdruck eines konkreten Weltbildes. Nur aus einem spezifischen Verständnis davon, wie Gesellschaft funktioniert, lässt sich "Neutralität" als anzustrebendes Ziel als praktisch unhinterfragbar positiv werten oder gar behaupten, dass Bibliotheken tatsächlich neutrale Räume und Institutionen wären (also das Ziel und Realität in eins fallen würden). Dieses Weltbild soll in diesem Text allerdings nicht direkt untersucht, also keine Ideologiekritik betrieben werden. Das wäre ein zu komplexes Unternehmen, schon weil es notwendig wäre, die Veränderungen desselben über die Jahrzehnte nachzuzeichnen. Es soll hier auch keine inhaltliche Kritik des Weltbilds unternommen werden. Was in diesem Text stattdessen versucht wird, ist anhand der Geschichte eines heute verschwundenen Bibliothekstyps – dem der "Arbeiterbibliotheken"1 – vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich zu zeigen, dass die Grundidee, eine Öffentliche Bibliothek müsse neutral sein im Bezug auf Zugang, Angebot, Vermittlung und Bestand, nicht alternativlos ist. Lange existierten Bibliotheken, die dies explizit nicht waren, die zugleich ihre Abgrenzung zu "neutralen" Bibliotheken begründeten und die zudem erfolgreich arbeiteten. Wenn die heute propagierte Form von Öffentlichen Bibliotheken aber nicht alternativlos ist, dann lässt sich sinnvoll fragen, wieso sie dann heute so ist, wie sie ist oder sein soll, wie sie sein soll. Geschichte macht hier das Nachdenken über die Aufgaben und Möglichkeiten von Bibliotheken komplexer. Der Text ist wie folgt aufgebaut: Zuerst wird kurz die Geschichte der "Arbeiterbibliotheken" geschildert. (2) Dazu ist es notwendig, den Kontext – also die sozialistische Bewegung und die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der damaligen Zeit – zu skizzieren. Anschliessend wird die Argumentation der Bibliotheken für ihre eigene Existenz und für ihre Abgrenzung von anderen Bibliothekstypen, insbesondere den Lesehallen, und ihre Kritik an diesen dargelegt. (3) Interessant ist – wie geschildert werden wird –, dass die "Arbeiterbibliotheken" trotz ihrer Kritik grundlegende Überzeugungen mit den von ihnen kritisierten "bürgerlichen Bibliotheken" (und weiteren Bibliothekstypen) teilten. Vor dem Fazit wird das Ende der "Arbeiterbibliotheken" besprochen, da anders die Frage, ob ihre Kritik weiterhin berechtigt ist oder als erledigt gelten kann, nicht fair anzugehen wäre. (4) Auf dieser Basis wird im Fazit diskutiert, ob das Beispiel der Kritik der "Arbeiterbibliotheken" auch etwas über die Weltanschauung sagt, aus der heraus heute die "Neutralität" von Bibliotheken als anzustrebendes Ziel hergeleitet wird, oder ob sie ein rein historischer Fakt ist. (5)

  • 2018

  • Kaden, Ben; Freyberg, Linda; Schuldt, Karsten (2018): Die wechselhafte Geschichte des Gebäudes der Berliner Bibliothekswissenschaft und seiner Umgebung - eine (unvollständige) Recherche. In: LIBREAS. Library Ideas (34). Available online at https://libreas.eu/ausgabe34/bau/, last checked on 17.06.2020
  • Kaden, Ben; Schuldt, Karsten (2018): Bibliographie Geschichte der Berliner und restlichen deutschsprachigen Bibliothekswissenschaft (1946–2018). In: LIBREAS. Library Ideas (34). Available online at https://libreas.eu/ausgabe34/kaden/, last checked on 17.06.2020

     

    Abstract: Die Bibliothekswissenschaft in (zumeist) Berlin – aber auch manchmal Köln, Göttingen, München oder Leipzig – fragt sich seit je "quo vadis". Oder auch einfach was sie ist und sein will. Es braucht gar nicht viel der Recherche, um zu entdecken, dass von ihrer Idee bis im Prinzip in die Gegenwart zwar mit unterschiedlicher Konjunktur aber doch regelmäßig Versuche einer Selbstverständigung darüber unternommen werden, was dieses Fach eigentlich sein kann. Sie ist naturgemäß ein wenig artifiziell und ergibt sich nicht zwangsläufig aus der Evolution wissenschaftlicher Disziplinarität. Ihre engste Verwandtschaft hat sie traditionell mit der Metaebene der Wissens- oder Wissenschaftsorganisation. Naheliegend hätte man sie sich beispielsweise als eine Art Ableger der Epistemologie denken, vorstellen und entwickeln können. Dass dies nicht die konsequente Entwicklungslinie wurde, hat nun vermutlich damit zu tun, dass sie im Herzen gar nicht so sehr wissenschaftlich im engeren Sinne sein konnte und sollte.1 Sondern damit, dass es ihr darum ging, die sich nicht zuletzt durch die wachsende Menge an Druckwerken, in denen die Resultate der expandierenden Wissenschaft und auch anderer Wissenskulturen in die Büchersammlungen immer auch mit der Bedrohung einer Unbeherrschbarkeit drängte, an Komplexität gewinnenden Aufgaben zu bewältigen. Die Bibliothekswissenschaft war keine des kritischen Hinterfragens, auch keine der Theoriekonstruktion und des Strebens nach neuen Erkenntnissen. Vielmehr lag ihre Aufgabe in der Entwicklung praktischer und praktikabler Lösungen für die sich wandelnde Überinstitution der Bibliothek. Sie sollte, wenn man so will, Lösungen entwickeln, mit dem, was man Publikations- oder auch Informationsflut, nie jedoch Wissensflut, nannte und nennt, umzugehen, die Effizienz zu steigern sowie Fähigkeiten und Anforderungsprofile für diejenigen entwickeln, denen die Aufgabe der Organisation des buchgewordenen, später auch zeitschriftenfixierten Wissens zukam. In diesem Sinne, also als eine Art angewandte Wissenschaft, war die Bibliothekswissenschaft durch und durch sehr modern. Zugleich wurde und wird deutlich, woran es ihr fehlte und bis heute zumindest teilweise fehlt. Die kritische, hinterfragende, abstrahierende, modell- und methodenbildende Erkenntnissuche und oft sogar eine systematische, auf dem Konsens einer Community beruhende Selbstorganisation und verbindende Forschungsagenda bleibt über weite Strecken ein Desiderat. Ebenso leider auch über weite Strecken der Blick auf die Ideen- und Wissenschaftsgeschichte, die in den Curricula des IBI bestenfalls zufällig eine Rolle zu spielen scheint. Wir sind nicht in der Position diese Fehlstellen zu schließen. Aber immerhin können und möchten wir allen, die ein Interesse daran haben, wenigstens eine Quellenliste zur Hand geben, die eine Auswahl, vielleicht sogar einen Kanon, zu den Selbstbestimmungsdebatten der Bibliothekswissenschaft benennt.

  • Schuldt, Karsten (2018): Zur Entwicklung von Schulbibliotheken in Berlin 2008-2017. In: kjl&m: Forschung, Schule, Bibliothek 70 (3), S. 81-87
  • Schuldt, Karsten (2018): Die Entwicklung der Schulbibliotheken in Berlin 2008-2017. Ergebnisse einer zehnjährigen Studie. 107. Deutscher Bibliothekartag. Themenkreis 2: kommunizieren & handeln. Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V. Berufsverband Information Bibliothek e.V.. Berlin, 14. Juni, 2018. Available online at https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0290-opus4-34950, last checked on 25.06.2020

     

    Abstract: Trotz zahlreicher Versuche, dies zu ändern, sind Schulbibliotheken in Deutschland in den meisten Städten und Gemeinden kein Teil des Öffentlichen Bibliothekswesens, sondern eigenständige Einrichtungen, die von Schulgemeinschaften betreiben werden. Wie sie tatsächlich funktionieren und genutzt werden, ist kaum bekannt; übergreifendes Wissen, das über individuelle Erfahrungen hinausgeht, fehlt zu grossen Teilen. Gleichzeitig gibt es kontinuierlich Neugründungen von Schulbibliotheken. In einer Langzeitstudie wurde versucht, solch fehlendes übergreifendes Wissen zu erheben. Für die zehn Jahre von 2008 bis 2017 wurden kontinuierlich Daten zur Verbreitung, dem Entstehen und der Schliessung von Schulbibliotheken in Berlin gesammelt. Der Vortrag wird diese Studie und ihre Ergebnisse vorstellen. Diese sind für die Praxis relevant, auch weil sie einigen Annahmen, die in der bibliothekarischen Literatur über Schulbibliotheken verbreitet sind, widersprechen. Sie zeigen, dass Schulbibliotheken in Deutschland sich oft unabhängig der Versuche des Öffentlichen Bibliothekswesens, Einfluss auf sie zu gewinnen, entwickeln, dass sie vor allem auf die jeweilige Schule bezogen sind und auch hauptsächlich von Veränderungen des Schulsystems beeinflusst werden. Zudem scheint es weniger schwer zu sein, neue Schulbibliotheken zu gründen, als sie längerfristig offen und funktionstüchtig zu halten. Für das Bibliothekswesen bedeutet dies, dass es mehr darum gehen müsste, die Entscheidungen der Schulen in Bezug auf deren Bibliotheken zu akzeptieren, weniger Einfluss (z.B. über Standards oder Richtlinien) zu verlangen und dafür eher den kontinuierlichen Betrieb der Schulbibliotheken zu unterstützen. Der Vortrag wird auch auf diese Herausforderungen eingehen.

  • Schuldt, Karsten; Walser, Daniel A. (2018): Eine lehrreiche Geschichte über Kooperationen im Wissenschaftssystem. In: Wissensplatz (2), S. 18-19. Available online at https://www.fhgr.ch/fhgr/medien-und-oeffentlichkeit/publikationen/wissensplatz/september-2018/, last checked on 07.12.2018

     

    Abstract: In diesem Beitrag möchten wir die Geschichte des Netzwerks «Network on Libraries in Urban Space (NLUS)» im Bereich Forschung erzählen. Sie zeigt die Grenzen und die notwendigen Infrastrukturen erfolgreicher internationaler Kooperationen auf.

  • Schuldt, Karsten (2018): Einige Anmerkungen zur Stimmung des Personals am Arbeitsplatz Bibliothek. In: LIBREAS. Library Ideas (33). Available online at https://libreas.eu/ausgabe33/schuldt/, last checked on 17.06.2020

     

    Abstract: Das Thema dieses Essays ist, wie noch gezeigt wird, schwierig zu konkretisieren. Insoweit scheint es passend, erzählerisch mit drei Szenen, an denen ich beteiligt war, zu beginnen. Szenen wie diese haben mich zum Thema gebracht.

  • Schuldt, Karsten (2018): Zu disparat als Debattenbeitrag. Rezension zu: Schöpfel, Joachim ; Herb, Ulrich (edit.). Open Divide: Critical Studies on Open Access. Sacramento, CA: Library Juice Press, 2018. In: LIBREAS. Library Ideas (34). Available online at https://libreas.eu/ausgabe34/rez-schuldt/, last checked on 17.06.2020
  • Schuldt, Karsten; Bekiri, Azra; Chei, Jin; Dincer, Meltem; Freudl, Sigrid; Hafner, Johannes; Meral, Sinan; Vogt, Ronnie; Wyssmann, Vrushali; Zaugg, Sabrina (2018): Inklusion in Gedächtniseinrichtungen in der Schweiz. Ein Seminarbericht. In: Informationspraxis 4 (1). Available online at https://doi.org/10.11588/ip.2018.1.52494, last checked on 17.06.2020

     

    Abstract: In der Schweiz und Liechtenstein wird in den letzten Jahren sichtbar versucht, Menschen mit verschiedenen Behinderungen zu inkludieren. In einem Seminar im Studium der HTW Chur wurde untersucht, wie Gedächtniseinrichtungen in diesen Ländern dies angehen. Die Ergebnisse zeigen (a) ein breites Interesse am Thema, das aber kaum in der Literatur auftaucht, (b) Interesse vor allem an konkreten Hinweisen, wie Inklusion umzusetzen ist und (c) viele Einrichtungen, die sich auf dem Weg hin zu Inklusion befinden. Als Ergebnis des Seminars wird am Ende dieses Textes ein Fact-Sheet für Gedächtniseinrichtungen, die sich mit dem Thema befassen wollen, dargestellt.

  • Schuldt, Karsten; Kaden, Ben (2018): Anmerkungen zur Geschichte der Frage: „Was ist Bibliothekswissenschaft“. Einführung in die historische Abteilung. In: LIBREAS. Library Ideas (34). Available online at https://libreas.eu/ausgabe34/schuldt-geschichte/, last checked on 17.06.2020
  • 2017

  • Mumenthaler, Rudolf; Schuldt, Karsten; Wenk, Bruno (2017): AISOOP: Analyse der Informationsarchitektur, Schnittstellen und Organisation der Online-Plattformen. Projektbericht. Chur. Available online at https://www.fhgr.ch/fhgr/angewandte-zukunftstechnologien/schweizerisches-institut-fuer-informationswissenschaft-sii/projekte/aisoop/, last checked on 12.06.2020

     

    Abstract: Im Projekt AISOOP (Analyse der Informationsarchitektur, Schnittstellen und Organisation der Online-Plattformen) wurden die in der Schweiz vorhandenen Plattformen zur Vermittlung von digitalen Medien mit nationaler Ausrichtung analysiert, um eine Empfehlung hinsichtlich ihrer Weiterentwicklung abzugeben. Auf der Grundlage von Interviews und einer Umfrage bei den Betreibern der Plattformen – hauptsächlich wissenschaftliche Bibliotheken – wurde der IST-Zustand erhoben und mit möglichen Anforderungen von Nutzerinnen und Nutzern (in Form von Personas) verglichen. Dabei wurde eine gewisse Diskrepanz zwischen den Ankündigungen bezüglich der Nutzung durch Forschende und den real an die Plattformen gestellten Anforderungen ihrer Nutzerinnen und Nutzer festgestellt. Eine Lite-raturanalyse zeigte, dass die aktuell diskutierten Potentiale von datengetriebener Wissenschaft und insbesondere der Digital Humanities in der Realität deutlich bescheidener und vor allem heterogener aussehen. Bisher wurden die Betreiber der Online-Plattformen in der Schweiz kaum von den angekündigten Forschenden der Digital Humanities kontaktiert. Deren Bedürfnisse sind gemäss bisheriger Untersuchung äusserst heterogen. Zudem besteht ein Teil ihrer Forschungsarbeit darin, eigene Anwendungen oder Plattformen zu entwickeln.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf; Vardanyan, Ekaterina (2017): Volksschulbibliotheken im Kanton St. Gallen. Ergebnisse einer Studie. In: kjl&m: Forschung, Schule, Bibliothek 69 (1), S. 74-78
  • Schuldt, Karsten (2017): Armut und Bibliotheken. Anmerkungen zu einer notwendigen Diskussion. Chur, Berlin. Available online at http://eprints.rclis.org/31084/, last checked on 12.06.2020

     

    Abstract: Der Zusammenhang von (Öffentlichen) Bibliotheken und Armut wird oft angenommen. Sie würden das Leben von Menschen in Armut erleichtern, z.B. durch eine Substitutionsfunktion in Bezug auf Medien oder die Vermittlung von Informationen. Das Buch untersucht diese Vermutungen, was zu Irritationen führt, und schlägt vor, wie aus dieser Diskussion weitergegangen werden könnte. Im Laufe der Diskussion wird deutlich, dass in diesem Zusammenhang viel mit Vermutungen gearbeitet wird und wenig Konkretes darüber bekannt ist, wie Menschen in Armut die Bibliotheken wirklich nutzen und wie Bibliotheken sie bei der Gestaltung ihres Lebens, u.a. beim Ausstieg aus Armut, unterstützen können. Das Buch will zur bibliothekarischen Diskussion beitragen.

  • Schuldt, Karsten (2017): Vom Werden und Vergehen der Bibliotheken in Berliner Schulen. Die Entwicklung der Schulbibliotheken in Berlin 2008-2017 und Konsequenzen für Forschung und Bibliothekspolitik. In: LIBREAS. Library Ideas (31). Available online at https://libreas.eu/ausgabe31/schuldt/, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: Im Rahmen seiner Magisterarbeit erhob der Autor dieses Textes 2006 – über eine Recherche auf den Homepages aller Schulen in Berlin – die Zahl der Berliner Schulbibliotheken und ihrer Verteilung unter den zu diesem Zeitpunkt in Berlin existierenden Schulformen. (Schuldt 2006) Damals zeigte sich, dass nur eine kleine Anzahl von Schulen (78 von 878) angaben, über eigene Bibliotheken zu verfügen. Gleichzeitig stand das Schulsystem des Bundeslandes Berlin vor einer grossen Schulstrukturreform, die unter anderem Einfluss auf die Entwicklung der Schulbibliotheken hätte haben können. (Maaz et al. 2013) Nicht zuletzt wurde während der Magisterarbeit klar, dass bislang für Schulbibliotheken in Deutschland immer nur einzelne Einrichtungen untersucht oder aber Überblicke zu einem bestimmten Zeitraum, also Momentaufnahmen, erarbeitet wurden. Es gab aber keine Untersuchung über die Entwicklung von Schulbibliotheken über einen längeren Zeitraum. Schulbibliotheken haben die Eigenschaft, institutionell unklar verortet zu sein. In der Magisterarbeit wurden (für Berlin) vier Gruppen identifiziert, die Einfluss darauf haben, was Schulbibliotheken sind, wie sie ausgestattet und wofür sie genutzt werden, nämlich (1) Lehrpersonen und Schuldirektionen, (2) Bibliothekarinnen und Bibliothekare (ausserhalb der Schulen), (3) Eltern und Ehrenamtliche – oft Lesepatinnen und Lesepaten – und (4) Schülerinnen und Schüler. (Schuldt 2010:10-12) Diese vier Gruppen haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie diese Bibliotheken funktionieren sollen. Insoweit ist es schwer, ein Konzept von Schulbibliotheken zu identifizieren, das von allen geteilt würde. Eher lassen sich Schulbibliotheken als "Boundary Objects" – Konzepte oder Objekte, welche von unterschiedlichen Communities of Practice genutzt, in ihre jeweilige Praxis integriert und gleichzeitig von ihnen unterschiedlich verstanden werden – beschreiben. Das macht Schulbibliotheken als Untersuchungsgegenstand auch über eine Studienabschlussarbeit hinaus interessant und damit auch die Frage, wie sie sich über einen längeren Zeitraum entwickeln, weil sie offenbar ein Ergebnis von Möglichkeiten, Infrastrukturen und wahrgenommenen Bedürfnissen sind, die lokal aus sehr unterschiedlichen Communities und Gegebenheiten heraus entstehen (und deshalb zum Beispiel nicht einfach mit der Veränderung eines Kriteriums, wie einer neuen Werbestrategie des Bibliothekswesens für Schulbibliotheken, die es von Zeit zu Zeit gibt, zu erklären sind). 2008 wurde deshalb vom Autor dieses Textes das Projekt begonnen, über zehn Jahre hinweg Daten zur Entwicklung der Schulbibliotheken in Berlin zu sammeln und mit diesen Daten Thesen über deren Entwicklung zu überprüfen, die deduktiv aus den in der Magisterarbeit gesammelten Erfahrungen (und der weiteren Literaturarbeit, die im Rahmen der Promotion des Autors geleistet wurde) entstanden waren. Die Hoffnung war, mit diesem Vorgehens verlässlichere Aussagen über die weitere Entwicklung, aber auch über die unterschiedlichen Quellen zu gewinnen, die zur Gründung, den Betrieb oder die Schliessung von Schulbibliotheken (in deutschen Schulsystemen) führen. Der vorliegende Text berichtet über die Ergebnisse dieses Projektes. Im folgenden Kapitel (2) werden die Thesen des Projektes präsentiert und begründet sowie die Methode der Datenerhebung vorgestellt. Anschliessend werden die erhobenen Daten über die Verteilung der Schulbibliotheken in Berlin präsentiert (3). Mit diesen Daten werden die aufgestellten Thesen überprüft (4) und die Ergebnisse dieser Überprüfung diskutiert (5). Daran schliesst eine Einschätzung dazu an, welche Bedeutung die Ergebnisse des Projektes für Schulbibliotheken, Schulen und das Öffentliche Bibliothekswesen haben (6). Vor dem Fazit (7) werden mögliche weitere Forschungsfragen zu Schulbibliotheken, die sich aus diesem Projekt ergeben, genannt. Grundsätzlich zeigen die erhobenen Daten, dass Schulbibliotheken tatsächlich als Einrichtungen zu verstehen sind, die an den lokalen Schulen und deren jeweiligen Entwicklungen orientiert sind. Bibliothekarische Hoffnungen darauf, Schulbibliotheken prinzipiell als Teil des Bibliothekswesens verstehen und integrieren zu können, die seit einigen Jahrzehnten die bibliothekarische Diskussion bestimmen (siehe als Beginn des Diskurses Doderer et al. (1970); die Hoffnungen werden aber weiterhin formuliert, in der Schweiz sogar in eigenständigen Richtlinien, siehe Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken (2014)), sind deshalb zurückzuweisen. Aktuell scheinen Schulbibliotheken stattdessen, teilweise sehr kontinuierlich, zumeist ein Eigenleben mit Bezug auf den Kontext ihrer jeweiligen Schulen zu führen.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf (2017): Mobile Makerspaces für kleinere Gemeindebibliotheken. Ein Projektbericht. In: Informationspraxis 3 (2). Available online at https://doi.org/10.11588/ip.2017.2.37751, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: In einem Projekt der HTW Chur wurde untersucht, ob sich das relativ breite Konzept Makerspace auch für kleinere Bibliotheken in der Schweiz umsetzen lässt. Dabei wurde an die schon vorhandenen, reichhaltigen Erfahrungen mit Makerspaces in Bibliotheken angeschlossen, gleichzeitig an die Möglichkeiten und Potentiale kleinerer Bibliotheken angepasst. In vier Bibliotheken wurde das Konzept “Mobiler Makerspace” umgesetzt; das Projektteam beobachtete diese Veranstaltungen. Der Artikel stellt die Motivation (1) und Idee des Projektes (2) dar, beschreibt anschliessend die im Projekt entstandenen “Mobilen Makerspace Boxen” (3) und die Veranstaltungen, die mit diesen durchgeführt wurden (4). Die Diskussion der Projektergebnisse (5) thematisiert unter anderem die Bedeutung engagierten Personals und der Notwendigkeit, die “Makerspaces” den lokalen Gegebenheiten anzupassen, um erfolgreich zu sein. Gleichzeitig werden kritische Punkte angesprochen und zum Abschluss (6) die weiterhin offene Frage gestellt, was eigentlich das Ziel von Makerspaces in Bibliotheken sein soll.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf (2017): Spielerische Boxen erhöhen Bibliothekserlebnis. Projekt der HTW Chur hatte Makerspaces auch für kleinere Bibliotheken zum Ziel. In: SAB/CLP Info 38 (02), S. 22-24. Available online at https://bibliosuisse.ch/Mitglieder/Bibliosuisse-INFO/Archiv-INFO, last checked on 24.07.2020

     

    Abstract: Makerspaces sind ein Sammelbegriff für Angebote von bestimmten Technologien, mit denen in kleinen Projekten gemeinsam etwas produziert werden kann – auch in Bibliotheken. An der HTW wurden zwei mobile Boxen entwickelt und in der Praxis getestet. Das Projekt zeigt, dass auch in kleinen und Kleinstbibliotheken ein Interesse an diesem spielerischen Angebot besteht.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf; Vardanyan, Ekaterina (2017): Schulbibliotheken in der bibliothekarischen Literatur kontra Schulbibliotheken in der Praxis. In: Bibliothek - Forschung und Praxis 41 (2), S. 262-267. Available online at https://doi.org/10.1515/bfp-2017-0025, last checked on 19.06.2020

     

    Abstract: In der bibliothekarischen Literatur hat sich seit einigen Jahrzehnten eine bestimmte Vorstellung davon etabliert, wie moderne, gut ausgestattete Schulbibliotheken aussehen sollten. Diese Vorstellung bestimmt, was in Bezug auf Schulbibliotheken gefordert wird. Eine Studie zum Status Quo der Volksschulbibliotheken in St. Gallen zeigte, dass es auch in Schulsystemen eine Vorstellung von Schulbibliotheken gibt, die sich fundamental von der bibliothekarischen Vorstellung unterscheiden kann. Dieser Artikel stellt diese beiden Vorstellungen gegenüber und diskutiert, was sich aus den aufgezeigten Differenzen für die bibliothekarische Diskussion ergibt.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf (2017): Partizipation in Bibliotheken. Ein Experiment, eine Collage. In: LIBREAS. Library Ideas (32). Available online at https://libreas.eu/ausgabe32/schuldt/, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: Sommersemester 2017, im Unterricht an der HTW Chur: "Ich verstehe immer noch nicht, was genau Sie von mir wollen." Eine Studierende hielt mit diesem Satz die ganze Arbeit im Seminar an. Wir, die beiden Autoren dieses Textes, waren als Professor respektive Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Bibliothekswissenschaft selbstverständlich auch in der Lehre aktiv. Neben regelmäßig zu gebenden Kursen, die man inhaltlich updaten kann, aber die doch immer wieder ähnlich ablaufen, sind Seminare die Königsdisziplin. In ihnen kann man mit den Studierenden eine offene Fragestellung bearbeiten. Es geht nicht um konkrete Ergebnisse, sondern darum, zu lernen, selbstständig an realen Problemen zu forschen und zum Beispiel auch damit umzugehen, wenn dies keine oder negative Ergebnisse bringt. Es geht ums eigenständige Forschen. Wir haben mit diesen Seminaren sehr gute, motivierende Erfahrungen gemacht und die Erkenntnisse (oder Nicht-Erkenntnisse) gerne auch publiziert. (Haas, Mumenthaler & Schuldt 2015; Schuldt & Mumenthaler 2015) Aber diesmal war es anders: Das Thema des Seminars lautete "Partizipation in Bibliotheken". Wieder einmal war ein Thema im Bibliothekswesen als neuer Trend aufgetaucht und wir hatten Zweifel. Zusammen mit den Studierenden wollten wir untersuchen, (a) was das überhaupt heisst, (b) was im Bibliothekswesen – der Schweiz – überhaupt partizipativ gemacht werden könnte und (c) wie man in Bibliotheken partizipativ forschen kann. Das ist recht viel, aber wir wollten die Studierenden entscheiden lassen, partizipativ, in welcher Richtung sie eigentlich forschen wollten. Der oben angeführte Satz fiel in der dritten Sitzung, ganz am Ende. Die Sitzungen waren immerhin je vier Stunden lang. Zuvor waren die Studierenden und wir nicht untätig gewesen. In der ersten hatten wir das Feld umrissen – was ist alles zur Partizipation zu sagen, welche Zweifel haben wir bei dem Thema (das Wort "Pseudopartizipation" kam ständig auf), warum ist das doch ein Trend,1 was könnte man für Fragen stellen? Wir hatten Projekte vorgestellt, die in der aktuellen bibliothekarischen Literatur "partizipativ" genannt wurden sowie Methoden der partizipativen Forschung präsentiert. Zudem führten wir einen (reduzierten) Co-Design Workshop durch. In der zweiten Sitzung veranstalteten wir mit den Studierenden dann einen Design Thinking Workshop. Beide Workshop-Formen gelten in der Literatur als "partizipativ", die Studierenden sollten erfahren, wie es sich als Teilnehmende in diesen anfühlt. Wir haben – der eine mehr als der andere – unsere eigene Kritik an diesen Formen von Partizipation, aber sie sind das, worüber Bibliotheken heute reden. Wir diskutierten mit den Studierenden, was die Workshops selber gebracht hätten. In der dritten Sitzung nun sollten die Studierenden partizipativ – das Thema des Seminars sollte auch das Seminar selber leiten – untereinander Themen und Forschungs-/Projektmethoden diskutieren und am Ende ungefähr wissen, was sie (in Gruppen) in der Folge bearbeiten würden. Wir wollten das alles recht offen lassen. Die Studierenden entwickelten erst Ideen, schrieben sie nieder, lasen sie gegenseitig und diskutierten sie. Dann erst entschiedenen sie sich für die, die sie selber angehen würden. Was für eine gute Idee, dachten wir. Freie Diskussion, keine Eile beim Thema-Suchen, ein Prozess, wo alle etwas sagen, sich einbringen können und dazu wenig Druck. Mehrfach hatten wir betont, dass die Noten für das Umgehen mit den Herausforderungen – und eben nicht für ein richtiges / falsches Ergebnis – erteilt werden. Zumal wir Noten nicht so wichtig fanden. Wer mitmacht, besteht schon. Es sollte ums eigene Forschen gehen. Partizipation statt Leistungsdruck. Und dann das. Andere Gruppen von Studierenden hatten schon ihre Themen gewählt, aber die Gruppe, der die Studierende angehörte, kam nicht dazu. Vielmehr machte sie uns klar, dass unsere Vorstellung, Partizipation im Klassenraum zu ermöglichen, eher zu Unsicherheiten geführt hatte. "Ich verstehe immer noch nicht, was genau Sie von mir wollen." Wir diskutierten, was wir von den Studierenden wollten: Dass sie sich selbstständig, im Austausch mit vielen (Partizipation im Sinne einer gemeinsamen Meinungsbildung) für ein Thema entscheiden sollten, das sie dann angehen würden. Entweder als Forschung oder als Projekt. Aber andere Studierende machten uns klar, dass das ja sehr nett von uns dahergesagt wäre: Freie Wahl, freie Diskussion, Offenheit bei Themenwahl und Projektergebnissen, ihnen Macht über die eigene Arbeit geben. Aber am Ende des Seminars waren es immer noch wir beide – die Autoren dieses Textes –, die die Macht hatten, Noten zu geben. Was war passiert? Es war so schön ausgedacht: Die Studierenden dürfen in einem Seminar zur Partizipation im Rahmen partizipativ sein (dass es einen Rahmen braucht, hatten wir in Seminaren zuvor gelernt; auch dass es wichtig war, darauf hinzuweisen, dass der Weg und die eigene Arbeit bewertet werden, nicht das richtige oder falsche Ergebnis). Stattdessen kam das ganze zu einem Halt. Wir waren irritiert. Alle – Dozenten und Studierende.

  • 2016

  • Lutz, Brigitte; Schuldt, Karsten (2016): Wissenschaft spannend inszenieren. Methodenkoffer für öffentliche Bibliotheken zur Wissenschaftsvermittlung an Kinder und Jugendliche. In: SAB/CLP Info 37 (01). Available online at https://bibliosuisse.ch/Mitglieder/Bibliosuisse-INFO/Archiv-INFO, last checked on 24.07.2020

     

    Abstract: Kinder wollen lernen. Doch wie kann das unterstützt werden und wie macht dabei das Lernen auch noch Spass? Diese Frage stellen sich viele Bildungseinrichtungen – darunter auch öffentliche Bibliotheken.

  • Mumenthaler, Rudolf; Schuldt, Karsten; Wenk, Bruno (2016): Makerspace. Workshop. 13. InetBib-Tagung. InetBib. Stuttgart, 10. Februar, 2016

    Abstract: Makerspaces sind ein vieldiskutiertes mögliches Betätigungsfeld für Bibliotheken in der Zukunft. An der HTW Chur wurde ein LibraryLab eingerichtet, in dem sich Studierende mit dem Konzept Makerspace und mit verschiedenen Technologien vertraut machen können. Im Workshop werden dieses LibraryLab sowie die Ergebnisse eines Projektkurses mit Studierenden präsentiert und veranschaulicht. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten und Grenzen für Bibliotheken und Bibliotheksmitarbeitende im Kontext Makerspaces diskutiert.

  • Schuldt, Karsten (2016): Anleitung und Vorschläge für Makerspaces in Bibliotheken. Sammelrezension. In: RESSI: Revue Electronique Suisse de Science de l' Information (17). Available online at http://www.ressi.ch/num17/article_133, last checked on 12.06.2020
  • Schuldt, Karsten (2016): Erklären, warum Bibliotheken so sind, wie sie sind. Zur Nutzung von Archivmaterialien zur Erklärung des Status Quo von Bibliotheken. In: Informationspraxis 2 (2). Available online at https://doi.org/10.11588/ip.2016.2.32472, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: Die Geschichte von Bibliotheken kann helfen, ihren heutigen Status Quo zu erklären und Hinweise darauf geben, welche Entwicklungen der Bibliotheken realistisch sind. Anhand eines Beispiels aus einer Studie zum Status Quo der Volksschulbibliotheken im Kanton St. Gallen soll gezeigt werden, dass eine solche Rekonstruktion der Geschichte von Bibliotheken und bibliothekarischen Infrastrukturen mit teilweise wenig Aufwand möglich ist und unerwartete Ergebnisse hervorbringen kann. Zudem wird gezeigt, wie mit einer Archivrecherche der Status Quo von Bibliotheken gut erklärt werden kann.

  • Schuldt, Karsten (2016): Rezension zu: Smiljana Antonijević (2015). Amongst Digital Humanists: An Ethnographic Study of Digital Knowledge Production. Basingstoke ; New York : Palgrave Macmillan. In: LIBREAS. Library Ideas (30). Available online at https://libreas.eu/ausgabe30/schuldt/, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: Smiljana Antonijević verspricht im Titel ihres Buches eine ethnographische Studie zu Forschenden in den Digital Humanities. Als Forschungsprojekt ist das ein sinnvolles Unterfangen. Die Digital Humanities werden, je nach Fall als vorhergesagter Trend oder als schon institutionalisierte Forschungsrichtung, seit einigen Jahren als Begründung für strategische Planungen von Forschungseinrichtungen und Forschungsförderinstitutionen verwendet, forschungspolitisch werden sie als Zielsetzung für die wissenschaftspolitische Steuerung genutzt, Hochschulbibliotheken scheinen sich zum Teil sehr stark an den vorgeblichen Anforderungen dieser Forschenden zu orientieren – und gleichzeitig ist nicht klar, was genau diese Forschenden tun. Dabei war Antonjjević für dieses Projekt – das ihre Promotion darstellt – gut positioniert, da sie in den Niederlanden selber in Digital Humanities-Projekten tätig war. Ihre Forschung betrieb sie dort und in den USA. Dies schränkt die Aussagekraft ihrer Studie geographisch ein; da die Digital Humanities allerdings zumeist für Forschungslandschaften im Globalen Norden konzipiert werden, scheint diese Einschränkung vertretbar. Die Studie basiert vor allem auf Beobachtungen und Interviews, die zwischen 2010 und 2013 in 23 Institutionen in Europa und den USA mit 258 Partizipierenden durchgeführt wurden. Für eine ethnographische, also stark qualitativ orientierte Forschung, ist dies beachtlich. Was die Studie einschränkt, ist der Drang der Autorin, die Digital Humanities nicht nur zu untersuchen, sondern gleichzeitig verbessern zu wollen. Dies scheint ihr den Blick auf die Widersprüche, die sie selber aufdeckt, zu verstellen. Was das Buch nicht ist, ist eine Darstellung des gesamten ethnographischen Forschungsprozesses dieses Promotionsprojektes. Die Autorin deutet nur kurz an, wie sie bei den Interviews und Beobachtungen vorging und zitiert oft direkt aus den Interviews. Grundsätzlich aber ist das Buch eine schnell zu lesende Zusammenfassung der Forschungsergebnisse.

  • Schuldt, Karsten (2016): Soziale Bibliotheksarbeit revisited. In: BuB. Forum Bibliothek und Information 68 (11), S. 656-658. Available online at https://b-u-b.de/archiv/, last checked on 08.05.2020

     

    Abstract: Alles schon mal da gewesen: Bei mobiler Bibliotheksarbeit und anderen sozialen Themen lohnt ein Blick ins Archiv. Anstatt neu zu beginnen, könnten Bibliotheken bei sozialen Themen und mobiler Bibliotheksarbeit auf schon relativ weitgeführte Arbeiten aus den 1970er-Jahren aufbauen. Das meint zumindest Karsten Schuldt im folgenden Beitrag.

  • Schuldt, Karsten (2016): Sprache ist nicht unschuldig. Der »Transport« von Konzepten in das Bibliothekswesen sollte genauer bedacht werden. Ein Leserbrief. In: BuB. Forum Bibliothek und Information 68 (06). Available online at https://b-u-b.de/archiv/, last checked on 08.05.2020

     

    Abstract: Leserbrief zum Beitrag "Embedded Librarianship" in der Aprilausgabe von BuB (Seite 202).

  • Schuldt, Karsten (2016): Textarbeit und nervöses Pochen darauf, dass sich alles ändern wird. Muss.. Rezension zu: Stefan Alker ; Achim Hölter (Hrsg.). Literaturwissenschaft und Bibliotheken.. In: LIBREAS. Library Ideas (29). Available online at https://libreas.eu/ausgabe29/11schuldt/, last checked on 18.06.2020

     

    Abstract: Es ist nicht falsch, so wird im hier besprochenen Band Literaturwissenschaft und Bibliotheken klar, die Literaturwissenschaft als eine besonders bibliotheksaffine Wissenschaft zu betrachten. Sie basiert auf der Analyse von Texten, beschreibt die Bibliothek als Arbeitsort und kann auf einige literarische Bilder der Bibliothek verweisen, welche in ihrem fachlichen Diskurs immer wieder aufgerufen werden. Gleichzeitig ist es, wie jede lebendige Wissenschaft, keine, die eine einheitliche Meinung hätte. Vor allem aber, und das ist für das Bibliothekswesen wohl relevant, sind Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zumeist keine Praktikerinnen und Praktiker der Bibliothek, sondern versierte und mit bestimmten Vorstellungen von Bibliotheken ausgestattete Nutzende.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf; Vardanyan, Ekaterina (2016): Status Quo der Volksschulbibliotheken im Kanton St.Gallen, 2015. Abschlussbericht. Chur. Available online at https://www.fhgr.ch/fhgr/angewandte-zukunftstechnologien/schweizerisches-institut-fuer-informationswissenschaft-sii/projekte/schulbibliotheken-st-gallen/, last checked on 11.07.2020

     

    Abstract: Der vorliegende Bericht stellt die Ergebnisse einer Studie zum Status Quo und zu den Ent-wicklungsmöglichkeiten der Volksschulbibliotheken im Kanton St. Gallen dar, die im Sommer und Herbst 2015 durchgeführt wurde. Auftraggeber war die Bibliothekskommission St. Gallen, welche auf der Basis des Status Quo die kantonale Bibliotheksstrategie in Bezug auf Schulbibliotheken weiterentwickeln möchte. Die Studie wurde mittels einer Umfrage sowie Interviews (fast immer in den Schulbibliotheken selber) und Cases Studies durchgeführt.

  • Schuldt, Karsten; Lutz, Brigitte (2016) : „Das ist interessant. Aber nicht für unsere Bibliothek.“. Barrieren für Angebote zur Wissenschaftsvermittlung in schweizerischen Öffentlichen Bibliotheken In: Hauke, Petra: Praxishandbuch Ausstellungen in Bibliotheken: Berlin, Boston: De Gruyter Saur, S. 403-409. Available online at https://doi.org/10.1515/9783110475043-035, last checked on 18.06.2020

    DOI: https://doi.org/10.1515/9783110475043-035 

    Abstract: Gefördert von der Stiftung Mercator Schweiz, erstellte eine Arbeitsgruppe am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft, HTW Chur, eine Handreichung zur Vermittlung wissenschaftlicher Themen für Kinder und Jugendliche in Öffentlichen Bibliotheken. 1 Im Rahmen dieses Projektes wurden Interviews mit Bibliotheksbeschäftigten zu dieser Handreichung und zu deren grundsätzlicher Sicht auf Angebote und Handreichungen der Wissenschaftsvermittlung – unter anderem Ausstellungen – durchgeführt. Ein Ergebnis der Interviews war, trotz positiver Haltung zum Projekt selbst, ein ständiger Zweifel der Befragten daran, ob die beschriebenen Angebote in ihrer eigenen Bibliothek sinnvoll umgesetzt werden könnten. Der folgende Text baut auf diesen wahrgenommenen Barrieren auf. Er beschreibt kurz die Handreichung, die so konzipiert wurde, dass Öffentliche Bibliotheken aller Größen sie einsetzen können (1). Anschließend stellt er die Bedenken dar, die in den Interviews geäußert wurden (2). Einige dieser Bedenken mögen in ihrer Ausprägung durch die schweizerische Gesellschaft geprägt sein; grundsätzlich ist aber zu erwarten, dass sie auch in den anderen deutschsprachigen Staaten vorhanden sind. Es folgt eine Diskussion bezüglich dieser wahrgenommen Barrieren (3). Das Fazit des Textes betont, dass grundsätzlich alle Bibliotheken Angebote der Wissenschaftsvermittlung durchführen können, sich dafür aber engagieren müssen (4).

  • 2015

  • Ambacher, Jens; Fahrenkrog, Gabriele; Mumenthaler, Rudolf; Schaffer Wüthrich, Ruth; Schuldt, Karsten; Wüthrich, Bruno (2015): Armut und Bibliotheken. Workshopbericht, Bibliothekartag 2015, Nürnberg. In: Informationspraxis 1 (2). Available online at https://doi.org/10.11588/ip.2015.2.24186, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: Der Text berichtet von einem Workshop zum Thema "Armut und Bibliotheken", der auf dem Bibliothekstag 2015 in Nürnberg durchgeführt wurde. Im Text werden die Diskussionen, die an drei Tischen zu den Themen "Können Bibliotheken Menschen in Armut dabei helfen, ihren Alltag zu gestalten?", "Können Bibliotheken Menschen in Armut dabei helfen, aus der Armut auszusteigen?" und "Können Bibliotheken Kinder und Jugendliche in Armut unterstützen?" vorgestellt und diese zusammengefasst. Im Workshop kristallisierte sich heraus, dass viele Kolleginnen und Kollegen am Thema interessiert sind, aber wenig Austausch dazu stattfindet. Grundsätzlich wäre Menschen in Armut zu helfen, wenn Angebote so gestaltet werden, dass sie diese Menschen nicht in ihrer sozialen Situation diskriminieren, aber sie gleichzeitig am meisten unterstützen. Gleichzeitig wurden viele Formen von Kooperationen angedacht.

  • Dahinden, Urs; Weichselbraun, Albert; Schuldt, Karsten; Francolino, Vincenzo; Odoni, Fabian (2015): Swiss System for Monitoring bibliographic data and Holistic publication behavior analysis (SYMPHONY): Requirement analysis. Final report of the project SYMPHONY (142-008) in the swissuniversities program: SUC 2013-2016 P-2: „Scientific information: Access, processing and safeguarding“. Chur, Version 1.2, 2. September. Available online at https://www.fhgr.ch/fhgr/angewandte-zukunftstechnologien/schweizerisches-institut-fuer-informationswissenschaft-sii/projekte/symphony/, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: The objective of the “Swiss System for Monitoring bibliographic data and Holistic publication behavior analysis” (SYMPHONY) project was to set up a study that is able to monitor the publication behavior of researchers in Switzerland in systematic and continuing way. Due to the complexity of these tasks and the high number of stakeholders involved, SYMPHONY was conceptualized as a pre-study that identifies and analyses the requirements of the key stakeholders towards such as system. Several methods have been used to reach the project goal: In a first step, a review of the international literature gave valuable insights in the potential, but also the problems associated with current approaches towards monitoring publication behavior by means of bibliometrics (e.g. bias against Open Access publication formats). As a second methodological step, the project team ran a stakeholder dialog that included 40 interviews with key stake-holders and experts in the field (all universities and most universities of applied sciences, a selection of research organizations, funding agencies, bibliometric experts etc.) This stake-holder dialog was necessary in order to take the considerable heterogeneity and decentralizedstructure of the Swiss science system into account. The interview partners were asked about their current practice of measuring the quantity and quality of scientific output with a focus on publication monitoring (technical infrastructure, financial resources, organizational guidelines and processes) and their needs and requirements for a new or adapted infrastructure. The expert interviews have clearly shown that the majority of stakeholders in the Swiss science systems considers the current status quo of bibliographic data collection and publication analysis problematic because a number of scientific disciplines (social sciences and humanities) and a considerable amount of scientific publication formats (e.g. narrow selection of books and book chapters, exclusion of peer reviewed journals that are not included in the dominant bibliometric data base) are not adequately represented in the dominant bibliometric systems (e.g. Web of Science by Thomson Reuters). Based on the findings from the expert interviews, the project team has developed the following four scenarios: (1) maintain status quo, (2) perform targeted studies, (3) create a new infrastructure for monitoring the publication behavior of Swiss scientists, (4) scenario (3) plus a framework for assessing the societal impact of publications, projects and institutions. These scenarios were presented to the experts and stakeholders at the project workshop with the opportunity to comment and to provide feedback. One important result of the workshop was that the participants recommended to focus on scenario 3 for the further project development by aiming at the creation of a new infrastructure with a clearly and narrowly defined task to monitor the publication behavior of Swiss scientists. Based on the feedback from the stakeholder workshop, the project team has developed a revised and detailed version of scenario 3 that was considered as best approach to meet the ambitious goals set by the White Paper. The final chapter list the requirements for the current and future monitoring of scientific publications in Switzerland and gives a preview on the planned follow-up project “SYMPHONY - Proof of concept”.

  • Haas, Corinna; Mumenthaler, Rudolf; Schuldt, Karsten (2015): Ist die Bibliothek ein Dritter Ort?. Ein Seminarbericht. In: Informationspraxis 1 (2). Available online at https://doi.org/10.11588/ip.2015.2.23763, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: Das Schlagwort „Dritter Raum” beziehungsweise „Dritter Ort” hat sich in den letzten Jahren im Bibliothekswesen etabliert. Es beschreibt strategische Entscheidungen von Bibliotheken, sich als Kommunikationsort und gesellschaftlichen Raum zu entwerfen. In einem Seminar an der HTW Chur wurde das Schlagwort einer kritischen Prüfung unterzogen (1). Zuerst wurden die Herkunft und heutige Nutzung des Schlagworts überprüft (2). Dabei zeigten sich relevante Differenzen sowohl zwischen der Originalliteratur, die im US-amerikanischen Rahmen der 80er und 90er Jahre angesiedelt ist und der heutigen bibliothekarischen Verwendung, als auch zwischen Bibliotheken, die das Schlagwort nutzen. In einem weiteren Schritt überprüften Studierende in verschiedenen neu- oder umgebauten schweizerischen Bibliotheken forschend die These vom „Dritten Ort” (3). Die Arbeiten der Studierenden zeigten vor allem Bibliotheken, die infrastrukturell „Dritte Orte” sein wollen, aber von den Nutzerinnen und Nutzern nicht als solche akzeptiert werden. Der Text stellt die im Seminar geleistete Arbeit dar und schliesst (4) mit offenen Fragen, die sich aus den festgestellten Differenzen zwischen bibliothekarischem Diskurs, Realität in den Bibliotheken und Zielen der Originalliteratur ergeben.

  • Mumenthaler, Rudolf; Schuldt, Karsten (2015): Was macht erfolgreiche Bibliothekspolitik aus?. Ein Seminarbericht. In: Informationspraxis 1 (1). Available online at https://doi.org/10.11588/ip.2015.1.16488, last checked on 23.07.2020

     

    Abstract: Im Rahmen eines Seminars an der HTW Chur wurden Möglichkeiten und Grenzen von Bibliothekspolitik in der Schweiz erläutert. Ausgehend von wenigen Fällen, bei denen es zu Protesten oder anderen Aktivitäten gekommen ist, wurden Akteurinnen und Akteure und ihr Einfluss untersucht, mögliche politische Instrumente analysiert und diskutiert, wie sich Bibliotheken aktiv beteiligen können. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass Netzwerke in die Gesellschaft und die Politik von grosser Bedeutung sind. Im Falle eines Konflikts (Budgetkürzung, geplante Schliessung etc.) kann sich dieses Netzwerk mit Hilfe der geeigneten politischen Instrumente für die Bibliothek einsetzen. Die Mobilisierung der Bevölkerung, die in den untersuchten Fällen klar auf der Seite der Bibliotheksanliegen war, ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Informationspraxis, Bd. 1, Nr. 1 (2015), Beginn und Erscheinungsfrequenz: Nummer: 1, Jahr: 2015, Ausgaben pro Band: 2, Bände pro Jahr: 1

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf (2015): Der Blick zweier Disziplinen auf eine Bibliothek. In: LIBREAS. Library Ideas (28). Available online at https://libreas.eu/ausgabe28/07schuldt/, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (Schweiz) sind als Disziplinen anderem die Bibliothekswissenschaft (im Departement Information) und die Architektur (Im Departement Bau) vertreten. Forschende beider Disziplinen arbeiten unter anderem im europäischen "Network on Urban Libraries" zusammen. (Schuldt & Mumenthaler, 2015) Im Laufe dieser Zusammenarbeit zeigte sich, dass die Forschenden der beiden Disziplinen mit sehr unterschiedlichen Interessen und Fragen an Bibliotheken und Bibliotheksbauten herantreten. In Rahmen eines internen Projektes wurde von vier Forschenden versucht, diese unterschiedlichen Zugänge zu erfassen. Zwei der Forschenden lehren und forschen in der Architektur (Daniel Walser, Susanne Caviezel), zwei in der Bibliothekswissenschaft (Rudolf Mumenthaler, Karsten Schuldt). Am Beispiel einer neu gebauten Bibliothek in einer schweizerischen Gemeinde versuchten die vier Forschenden sich gegenseitig ihre unterschiedlichen Zugänge zu verdeutlichen und gleichzeitig zu reflektieren, wie sie bei ihrer Forschungsarbeit vorgehen. Die untersuchte Bibliothek wurde gewählt, da sie erst einige Monate zuvor eröffnet worden war und somit auf Unterlagen und Erfahrungen des bauenden Architekturbüros und des Bibliothekspersonals zurückgegriffen werden konnte. Im folgenden soll dieser Besuch sowie die unterschiedlichen Herangehensweisen geschildert werden. Grundsätzlich besuchten die vier Forschenden die gleichen Bibliothek, es zeigte sich aber, dass sie zwei sehr unterschiedliche Ansätze verfolgten und diesen auch unterschiedliche Bilder von Bibliotheken im Allgemeinen zugrunde lagen.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf (2015): Forschungsmethoden in die Praxisausbildung einbinden?. Ansätze an der HTW Chur. In: LIBREAS. Library Ideas (27). Available online at https://libreas.eu/ausgabe27/04schuldt/, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur in der deutschsprachigen Schweiz bietet unter anderem einen Studiengang (Bachelor, Master, Master of Advanced Studies(MAS)) in Informationswissenschaft an. Im Rahmen dieses Studienganges wird - aktuell als Vertiefungsrichtung, in Zukunft als Major - Bibliothekswissenschaft unterrichtet, wobei die beiden Autoren dieses Textes zusammen mit einer weiteren Kollegin den Grossteil des Unterrichts in diesem Fach übernehmen. Es existieren in der Schweiz wenige andere Möglichkeiten, für die Tätigkeiten in Bibliotheken auf Hochschulniveau ausgebildet zu werden. Sowohl in Zürich als auch in Bern gibt es MAS-Studiengänge, grundständig bildet aber nur noch die Fachhochschule in Genf (Haute école de gestion de Genève) aus, wobei diese nicht nur einen französischen, sondern auch einen bilingualen Studiengang (französisch, deutsch) anbietet. Unterhalb der Hochschulen existiert eine Berufsausbildung sowie ein Kurs von 124 Lektionen von je 45 Minuten, der von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für allgemeine Öffentliche Bibliotheken akkreditiert wird und vor allem für Schul- und Gemeindebibliotheken beliebt ist. Angesichts dessen, dass die Sprachgrenzen in der Schweiz dem Anspruch nach durchlässig, in der Praxis aber doch wirksam sind, stellt das Studium an der HTW für die deutschsprachigen Bibliotheken - sowie Archive und Dokumentationseinrichtungen - praktisch die einzige Ausbildungseinrichtung dieser Art in der Schweiz dar. Seit die beiden Autoren dieses Textes im Laufe des Jahres 2012 ihre Unterrichtsaufgaben übernahmen, haben sie diesen in gemeinsamer Absprache verändert und legen heute grossen Wert auf die Einbindung von Forschungsmethoden in den Unterricht. Der vorliegende Text berichtet über die Grundüberlegungen, welche hinter dieser Orientierung stehen und stellt Vorstellungen zur zukünftigen Entwicklung des schweizerischen Bibliothekswesens, auf die sich diese Orientierung bezieht, dar. Anschliessend schildern die Autoren, wie sie Forschungsmethoden in die Lehre in unterschiedliche Fächer integrieren und präsentieren einige ausgewählte Abschlussarbeiten, auf die dieser Unterricht Einfluss hatte. Zum Abschluss diskutieren die Autoren, inwieweit die neue Orientierung ihre Zielsetzung erreicht hat und welche Schritte weiterhin notwendig wären, um - was das Ziel der Neuorientierung war - die Absolventinnen und Absolventen auf die zukünftigen Tätigkeiten in Bibliotheken besser vorzubereiten und gleichzeitig die Bibliotheksszene in der Schweiz zu bereichern.

  • Schuldt, Karsten (2015) : Makerspace oder nicht: eine Frage der Community. Neue Aufgaben für Fördervereine In: Hauke, Petra: Freundeskreise und Fördervereine: Best Practice in Öffentlichen Bibliotheken: Berlin, Boston: De Gruyter Saur (Praxiswissen), S. 49-56. Available online at https://doi.org/10.1515/9783110421996-008, last checked on 03.07.2020

     

    Abstract: Das Thema Makerspaces hat sich seit 2013 in der deutschsprachigen bibliothekarischen Diskussion etabliert. In Makerspaces stellen Bibliotheken für unterschiedlich große Projekte von Besucherinnen und Besuchern gleichzeitig die technische Infrastruktur und den notwendigen Platz zur Verfügung. Oft werden dabei in den Diskussionen Techniken wie 3D-Drucker thematisiert. Ein Blick in australische und kanadische Bibliotheken, die schon länger Makerspaces betreiben, zeigt, dass eine solche Einrichtung nur dann funktioniert, wenn die Bibliothek es schafft, eine Community von Gruppen anzusprechen und zum Teil selbst zu initiieren, die regelmäßig und eigenständig Veranstaltungen und Workshops im Makerspace anbietet.

  • Schuldt, Karsten; Mumenthaler, Rudolf (2015): Bibliotheken und Stadtentwicklung. Internationaler Workshop an der HTW Chur startet Forschungszusammenarbeit. In: SAB/CLP Info 36 (01), S. 26-27

     

    Abstract: Mitglieder des interdisziplinären europäischen Network on Libraries in Urban Space diskutieren aktuelle Forschungsfragen und künftige Projekte im Kontext öffentlicher Bibliotheken im städtischen Raum.