Mit dem Projekt «Ajer da cudeschs – Bücherluft» der Fachhochschule Graubünden und regionalen Partnern entsteht in der Region Maloja ein innovatives Angebot, das Einheimischen wie Gästen einen neuen Zugang zu Literatur, Geschichte und regionalem Wissen bietet. (Bild: Bibliothek St. Moritz)Mit dem Projekt «Ajer da cudeschs – Bücherluft» der Fachhochschule Graubünden und regionalen Partnern entsteht in der Region Maloja ein innovatives Angebot, das Einheimischen wie Gästen einen neuen Zugang zu Literatur, Geschichte und regionalem Wissen bietet. (Bild: Bibliothek St. Moritz)
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Neues Kulturerlebnis für Gäste und Einheimische

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Neues Kulturerlebnis für Gäste und Einheimische

Wenn die Bibliothek zu den Leuten geht: Neues Kulturerlebnis für Gäste und Einheimische

30. April 2026

Die Fachhochschule Graubünden zeigt gemeinsam mit regionalen Partnern, wie kulturelle Inhalte nahtlos in den Alltag und das touristische Erlebnis integriert werden können. Mit dem Projekt «Ajer da cudeschs – Bücherluft» entsteht in der Region Maloja ein innovatives Angebot, das Einheimischen wie Gästen einen neuen Zugang zu Literatur, Geschichte und regionalem Wissen bietet.

Kulturelle Inhalte stärker in das touristische Erlebnis integrieren, das ist das Ziel des Projekts «Ajer da cudeschs – Bücherluft». Unter der Leitung des Instituts für Tourismus und Freizeit der FH Graubünden entwickelte ein interdisziplinäres Projektteam gemeinsam mit der Leih- und Dokumentationsbibliothek St. Moritz, Engadin Tourismus sowie Bregaglia Engadin Turismo die Podcast-Reihe «Sbrinzlas» mit derzeit 14 Folgen, die an ausgewählten Standorten der Region Maloja über QR-Codes abrufbar sind – etwa vom 20. Mai bis Mitte Juli 2026 im Engadin Bus. Damit können Gäste und Einheimische an öffentlichen Orten unkompliziert in Geschichten, Literatur und Wissen aus der Region eintauchen. So werden Bibliotheken neu gedacht – nicht nur als physische Orte, sondern als «Dritte Orte», deren Inhalte die Menschen überall erreichen. Literatur wird aus dem klassischen Bibliotheksraum herausgelöst und in das touristische Erlebnis integriert.

Touristische Wertschöpfung und mehr Identifikation

Die Ergebnisse zeigen, dass literaturbasierte Angebote einen Mehrwert für Destinationen schaffen können. Sie erhöhen die Aufenthaltsqualität, erschliessen neue Zielgruppen und stärken die Positionierung als kulturell vielfältiger Lebens- und Erlebnisraum. «Ajer da cudeschs» richtet sich aber bewusst nicht nur an Gäste, sondern ebenso an die lokale Bevölkerung. Durch neue Begegnungspunkte mit regionaler Kultur im Alltag stärkt das Projekt auch die Identifikation mit dem eigenen Lebensraum. So wird Tourismus weiterentwickelt und in einen gesellschaftlichen Kontext gesetzt, wo er Identität, Lebensqualität und das Miteinander in Destinationen prägt.

Die Inhalte wurden von lokalen Journalistinnen, Autoren und Persönlichkeiten entwickelt und eingesprochen und sind in mehreren Sprachen schriftlich verfügbar – darunter Deutsch, Englisch, Italienisch sowie den regionalen Idiomen Putèr und Bargaiot. So wird die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Region hör- und erlebbar gemacht. Gleichzeitig ist das Modell kosteneffizient, skalierbar und bewusst so konzipiert, dass auch kleine Bibliotheken in der ganzen Schweiz sie übernehmen können. Ein begleitender Leitfaden dokumentiert die Umsetzung und steht Interessierten zur Verfügung.

Praxisorientierte Forschung

Durch angewandte Forschung und praxisnahe Entwicklungsprojekte leistet das Institut für Tourismus und Freizeit der FH Graubünden einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Tourismus. Insbesondere werden die Transformationsprozesse des Schweizer und Bündner Tourismus in den fünf Themenfeldern Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit, Raum & Infrastruktur, Umwelt & Erlebnisraum sowie Governance in den drei Forschungsfeldern «Digitale Transformation im Tourismus», «Tourismus- und Freizeitinfrastrukturen» sowie «Touristische Lebensräume» aktiv bearbeitet, um Veränderungen zu verstehen, zu begleiten und zu gestalten.

Weitere Details

Weitere Auskünfte

Fachhochschule Graubünden:
Onna Rageth
Wissenschaftliche Projektleiterin, Institut für Tourismus und Freizeit
onna.rageth@fhgr.ch
+41 81 286 37 66

Leih- und Dokumentationsbibliothek St. Moritz:
Gemma Clalüna & Lisa Degiacomi
Leiterinnen Schul- und Gemeindebibliothek St. Moritz
leih@biblio-stmoritz.ch 
+41 81 834 40 00

Fachhochschule Graubünden
Als Hochschule setzt die FH Graubünden auf dynamisches Denken und proaktives Handeln. Mit diesem Mindset prägt sie die Zukunft. Die Studienangebote orientieren sich an praktischen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre über 2500 Studierenden in Aus- und Weiterbildung entwickelt sie zu verantwortungsvollen Persönlichkeiten. Die Hochschule bietet Angebote in den Bereichen «Architektur und Bauingenieurwesen», «Medien, Technik und IT» sowie «Wirtschaft, Dienstleistung und Informationswissenschaft» an. In ihrer inter- und transdisziplinären Forschung fokussiert sie auf die Themen angewandte Zukunftstechnologien, Entwicklung im alpinen Raum und unternehmerisches Handeln. Mit ihren Tätigkeiten trägt die FH Graubünden zum Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit von Individuen, Institutionen und Regionen bei. Hierfür ist sie in der Region verankert, in der Schweiz von Bedeutung und strahlt international aus. fhgr.ch 

Leih- und Dokumentationsbibliothek St. Moritz
Die Leih- und Dokumentationsbibliothek St. Moritz ist eine öffentliche Institution mit Fokus auf lokalen und regionalen Medien sowie neueste Publikationen. Es werden der Region angepasste Sprachen angeboten: Deutsch, Rätoromanisch, Französisch, Italienisch sowie Spanisch und Portugiesisch für Kinder. 
Die Dokumentationsbibliothek dokumentiert die Geschichte, die Gegenwart und die Entwicklung von St. Moritz. Sie ist das Gedächtnis der Gemeinde St. Moritz und eine einzigartige Institution in der Schweiz. Die Sammlung des lokalen Kulturarchivs umfasst Fotografien, Bücher, Plakate etc. aus und über St. Moritz. biblio-stmoritz.ch 

Mit dem Projekt «Ajer da cudeschs – Bücherluft» der Fachhochschule Graubünden und regionalen Partnern entsteht in der Region Maloja ein innovatives Angebot, das Einheimischen wie Gästen einen neuen Zugang zu Literatur, Geschichte und regionalem Wissen bietet. (Bild: Bibliothek St. Moritz)
Mit dem Projekt «Ajer da cudeschs – Bücherluft» der Fachhochschule Graubünden und regionalen Partnern entsteht in der Region Maloja ein innovatives Angebot, das Einheimischen wie Gästen einen neuen Zugang zu Literatur, Geschichte und regionalem Wissen bietet. (Bild: Bibliothek St. Moritz)