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Nachhaltige Entwicklung
Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung

Die FH Graubünden handelt und entwickelt sich verantwortungsbewusst. Sie orientiert sich dabei an den «Sustainable Development Goals» (kurz: SDG), die 2015 von den Vereinten Nationen für alle Mitgliedsstaaten verabschiedet wurden.

Die FH Graubünden integriert die Grundsätze der Nachhaltigen Entwicklung in ihre Management- und Supportaufgaben sowie in die Erfüllung ihrer Leistungsaufträge «Forschung und Dienstleistung» sowie «Lehre und Weiterbildung». Sie gewährleistet eine chancengerechte und hochwertige Bildung im Sinne von SDG 4. Zudem trägt sie durch die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung mit regionalen Organisationen zur Förderung menschenwürdiger Arbeit und eines breitenwirksamen und nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Graubünden bei – im Sinne von SDG 8. Das PRME SDG Dashboard zeigt, wie die FH Graubünden die 17 SDGs für Nachhaltige Entwicklung erfüllt.

Als erste Schweizer Hochschule ist die FH Graubünden 2009 der Initiative «Principles for Responsible Management Education (PRME)» der Vereinten Nationen beigetreten. Diese Initiative umfasst sechs Prinzipien, die eine gesellschaftlich und ökologisch verantwortungsvolle Ausbildung von zukünftigen Fach- und Führungskräften sicherstellen sollen.

Die FH Graubünden orientiert sich in ihren Arbeits- und Führungsaufgaben am bekannten 3-Sphären-Modell der Nachhaltigkeit. Die Kreise zeigen die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Die angestrebte nachhaltige Entwicklung liegt in der Schnittmenge der drei Dimensionen. Ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Prozesse sind miteinander vernetzt. Die FH Graubünden handelt deshalb nicht isoliert und eindimensional, sondern berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen den drei Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.

Quelle: Wissensplatz FH Graubünden 2/2016, Seite 20
Nachhaltigkeitskommission

Nachhaltigkeitskommission

Die Nachhaltigkeitskommission hat die Aufgabe, die FH Graubünden in ihrer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Die Nachhaltigkeitskommission stellt die Mitwirkung der Mitarbeitenden und Studierenden der FH Graubünden an der nachhaltigen Entwicklung der Hochschule sicher.

Die Nachhaltigkeitskommission setzt sich aus mindestens fünf Personen aus allen Bereichen der Hochschule zusammen: drei Dozierende oder wissenschaftliche Mitarbeitende (eine Person pro Departement), eine Studierende oder ein Studierender sowie eine Mitarbeitende oder ein Mitarbeitender der Zentralen Dienste. Ein Mitglied der Hochschulleitung fungiert als Kontaktstelle zur Nachhaltigkeitskommission.

Als Mitglieder der Nachhaltigkeitskommission und als Verbindungsperson zur Hochschulleitung wurden folgende Mitarbeitende gewählt:

Mitglied der Hochschulleitung
Wissenschaftlicher Projektleiter
Abteilungsleiterin

Studentische Mitwirkung:

Ryan Borgesius

Durch die Umsetzung konkreter Massnahmen trägt die Nachhaltigkeitskommission zur Etablierung der Werte der Nachhaltigen Entwicklung bei und gestaltet eine Kultur der Nachhaltigkeit an der FH Graubünden mit.

Nachhaltigkeitsdeklaration

Nachhaltigkeitsdeklaration

Im September 2023 haben Mitarbeitende, Lehrbeauftragte und Studierende der FH Graubünden zusammen mit ihren wichtigsten Anspruchsgruppen die wesentlichsten Aspekte der nachhaltigen Entwicklung an der FH Graubünden ausgehandelt. Daraus entstanden ist die Deklaration zur Nachhaltigen Entwicklung, die alle Bereiche der Fachhochschule einbezieht. Sie bildet die Grundlage der nachhaltigen Entwicklung der FH Graubünden der nächsten Jahre. Nachfolgend wird die Methode zum Entstehungsprozess der Nachhaltigkeitsdeklaration kurz erläutert.

Ziel der Veranstaltung am 11. September 2023 war es, dass die Hochschulgemeinschaft in einem partizipativen Prozess ihr Committment für eine nachhaltige Entwicklung bestätigt. Die Teilnahme war offen für alle Mitarbeitende, Lehrbeauftragte und Studierende der FH Graubünden. Es waren keine speziellen Vorkenntnisse zur Nachhaltigen Entwicklung für die Teilnahme notwendig. Als externe Gäste wurden Vertretungen der wichtigsten Anspruchsgruppen eingeladen. Dazu gehören das Amt für Höhere Bildung des Kantons Graubünden, die NGOs, die Wissenschaft und die Wirtschaftsverbände. Die externen und internen (Mitarbeitende und Studierende) Anspruchsgruppen präsentierten ihre Anforderungen und Erwartungen an die FH Graubünden hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung. Da bei diesen Erwartungen unausweichlich Zielkonflikte bestehen und die FH Graubünden zudem nicht allen Anforderungen gerecht werden kann, mussten die Anforderungen priorisiert werden. Hierfür wurden die Teilnehmenden gemäss ihren Funktionen an der FH Graubünden in die verschiedenen Arbeitsgruppen Lehre, Forschung und Dienstleistung, Zentrale Dienste, Prorektorat und Rektorat und Hochschulleitung eingeteilt. Die Studierenden waren Teil der Gruppe "Lehre". In diesen Gruppen haben sie diskutiert und festgelegt, welche der Anforderungen für ihre Funktionen und Rollen am wesentlichsten sind. Zudem haben sie auch ausgehandelt, welchen Beitrag sie selbst, z.B über ihre Funktionen, leisten können und wollen. Der Abschluss der Veranstaltung bestand darin, die als wesentlich definierten Anforderungen der Hochschulleitung zu übergeben. Die Hochschulleitung hat die Anforderungen diskutiert und priorisiert und am 27. September die finale Nachhaltigkeitsdeklaration enthüllt. In einem nächsten Schritt wird der Denk- und Handlungsraum Nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitskommission und weiteren Verantwortlichen Massnahmen zur Umsetzung und Operationalisierung der Nachhaltigkeitsdeklaration ausarbeiten. 

Forschungs- und Dienstleistungsprojekte

Forschungs- und Dienstleistungsprojekte

Die FH Graubünden befasst sich in Forschung und Dienstleistung mit Fragen der Nachhaltigen Entwicklung. In den Forschungsschwerpunkten «Tourismus-, Infrastruktur- und Regionalentwicklung» ist Nachhaltigkeit als Querschnittsthema integriert. Im Forschungsfeld «Corporate Responsibility» werden verschiedene Fragen der verantwortungsvollen Unternehmensführung und der unternehmerischen Nachhaltigkeit untersucht.

In den folgenden Forschungs- und Dienstleistungsprojekten setzt sich die FH Graubünden mit Fragen der Nachhaltigen Entwicklung auseinander.

Lehre und Weiterbildung

Lehre und Weiterbildung

Die FH Graubünden integriert Themen der Nachhaltigen Entwicklung in ihre Studien- und Weiterbildungsangebote. In allen Studiengängen wird das Modul «Nachhaltige Entwicklung» unterrichtet. Dabei lernen die Studierenden die wichtigsten Grundlagen, Konzepte und Strategien der Nachhaltigen Entwicklung kennen. Sie sollen befähigt werden, eine Nachhaltige Entwicklung aktiv umzusetzen und Nachhaltigkeit in ihr zukünftiges Handeln zu integrieren.

Aufgrund der breiten Expertise der FH Graubünden sind die Inhalte der Nachhaltigen Entwicklung Gegenstand verschiedener Studien- und Weiterbildungsangebote.

Bachelorangebote

  • Architektur
    Baukulturgeschichte, Raum- und Regionalplanung
  • Bauingenieurwesen
    Geotechnik, Holzbau, Massivbau, Verkehr, Wasserbau
  • Betriebsökonomie
    Wirtschaftsethik, Innovationsmanagement, Leadership, Sport Governance
  • Digital Supply Chain Management
    Circular Supply Chain Management, Supply Chain Responsibility, Sustainable Product Development
  • Multimedia Production
    Medienethik, Minor Internationale und Interkulturelle Kommunikation
  • Tourismus
    Vertiefung Nachhaltiger Tourismus und Internationale Entwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung und Tourismus, Befähigung zur Nachhaltigkeit, Ethik im globalisierten Kontext, Soziologie, Kulturwissenschaften

Masterangebote

  • Tourism and Change
    Corporate Responsibility, Nachhaltiges Tourismusmanagement, Interkulturelle Kompetenz und sozioökonomische Entwicklung durch Tourismus, Risiko- und Krisenmanagement im Tourismus
  • New Business
    Corporate Responsibility, Nachhaltige Geschäftsentwicklung, Talent Management, Interkulturelle Zusammenarbeit, Change Management
  • Sustainable Business Development
    Nachhaltige Geschäftsmodelle in Unternehmen, Sustainable Transformation Management, Kultur und Nachhaltigkeit managen

Bergwaldprojekt

Zum Studiumsabschluss an der FH Graubünden erhalten die Absolventinnen und Absolventen ein Geschenk der besonderen Art, welches den Grundsätzen der Nachhaltigkeit entspricht: die Stiftung Bergwaldprojekt pflanzt im Auftrag der FH Graubünden für jede Absolventin und jeden Absolventen eine Bergfichte oberhalb dem Bündner Bergdorf Disentis. 

Diese Pflanzung hat zum Ziel, die an der Waldgrenze vor Jahrzehnten gebauten Lawinenverbauungen nachhaltig zu ersetzen. Es hat sich gezeigt, dass der Standort waldfähig ist und dass hier nach und nach ein Wald entstehen kann, der die Schutzwirkung der Verbauungen in Zukunft übernehmen soll. 

Den ersten Spaten der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Bergwaldprojekt und der FH Graubünden haben die Lernenden der FH Graubünden im Sommer 2018 gestochen: Während zwei Tagen haben sie 75 Bergfichten gepflanzt.

Verfolgen Sie das Wachstum der Bergfichten in den kommenden Monaten, wenn die freiwilligen Helferinnen und Helfer in der Projektwoche im Oktober wieder nach Disentis reisen:

Weitere Details zum Projekt Disentis der Stiftung Bergwaldprojekt

Kontakt

Kontakt

Christian Hauser
Vorsitzender der Nachhaltigkeitskommission
seit 01.06.2022

Tel. 081 286 39 24
christian.hauser@fhgr.ch