Fachhochschulzentrum - FH Graubünden

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Fachhochschulzentrum
Fachhochschulzentrum für Graubünden

Fachhochschulzentrum für Graubünden

Mit dem Fachhochschulzentrum Graubünden wird nicht nur ein Identifikationsort für den Bündner Hochschulraum geschaffen, sondern auch eine attraktive und zukunftsorientierte Bildungs-, Forschungs- und Arbeitsstätte für die kommenden Generationen im Kanton. Die Fachhochschule – und mit ihr der Kanton Graubünden als Träger und die Stadt Chur als geographische Heimat – stehen vor der einmaligen Chance, die dezentralen Standorte und Räumlichkeiten an einem Standort zu vereinen. Dadurch wird die Hochschule für die Studierenden immer mehr zu einem Forum für den intellektuellen Austausch und die Projektarbeit. Zudem können noch verstärkter die aus Forschungsprojekten gewonnenen Erkenntnisse als Wissens- und Technologietransfers den grossen aber auch KMU-Unternehmungen des Kantons zur Verfügung gestellt und sie so in ihrer Innovation unterstützt werden. Das leistungsfähige und wirtschaftlich effiziente Hochschulbildungs- und Forschungszentrum wird auch national ausstrahlen und Wissen nach Graubünden holen.

    Wappen des Kantons Graubündens
    «Mit dem Bau des Fachhochschulzentrums sollen die Selbständigkeit der FH Graubünden gestärkt und die...
    «Mit dem Bau des Fachhochschulzentrums sollen die Selbständigkeit der FH Graubünden gestärkt und die Visibilität des Bündner Hochschulstandorts erhöhen werden.»
    Regierungsprogramm 2021-2024, Kanton Graubünden
    Gebäudeodyssee der FH Graubünden

    Gebäudeodyssee der FH Graubünden

    Im Keller eines Privathauses, auf einer Karosserie, in Laboratorien in Domat/Ems und St. Gallen oder in der Nachbarschaft einschlägiger Clubs: In der fast 60-jährigen Geschichte der FH Graubünden wurde an den verschiedensten Orten studiert, geforscht und gearbeitet. Neben Standorten in Bern, Rapperswil und Zürich ist die FH Graubünden heute in Chur an fünf Standorten in neun verschiedenen Gebäuden untergebracht. Einzig das 1993 bezogene Hauptgebäude an der Pulvermühlestrasse 57 wurde als Schulgebäude konzipiert. Beim Grossteil der restlichen Gebäude handelt es sich um Büroräumlichkeiten, die nie für den Unterrichtsbetrieb einer Fachhochschule gebaut wurden und entsprechend auch nicht optimal geeignet sind. Die verstreute Lage verursacht zudem hohe betrieblichen Aufwände, so müssen beispielsweise zwei Bibliotheken und zwei Mensen und ein Kurierdienst betrieben werden. Aber auch die Reinigung und der Unterhalt sind heute herausfordernd.

    Mit der Konzentration an einem Standort kann die FH Graubünden ihre Effizienz massiv steigern und entsprechend den eingesetzten Steuerfranken noch besser in die Kerngeschäfte Studium und Forschung einsetzen. Auch um als Arbeitgeberin attraktiv zu bleiben, benötigt die Hochschule adäquate Räume.

    Zudem haben sich die Ansprüche an die Hochschullehre und an Zusammenarbeits- sowie Forschungsmöglichkeiten seit dem Bau des Hauptgebäudes vor rund 30 Jahren stark gewandelt. Die heutigen Studierenden erwarten innovative Lehr-, Lern- und Zusammenarbeitsformen. Aber auch die Forschung ist nur so stark, wie sie auch interdisziplinär betrieben werden kann. In der Konzentration an einem Standort an der Pulvermühlestrasse wird die Zusammenarbeit zugunsten der Lösungsfindung vereinfacht.

    Die Erzeugung von neuem Wissen hat sich enorm beschleunigt. Dieser stete – und vor allem rasche – Wandel bedingt auch Räumlichkeiten, die möglichst flexibel einsetzbar sind. Nur so kann die FH Graubünden ihre Angebote für die Bedürfnisse der Zukunft weiterentwickeln respektive neue entwickeln. Damit schafft sie Chancen für die Bündner Jugend und junge Menschen von ausserhalb des Kantons.

    Das Botschaftsprojekt

    Das Botschaftsprojekt

    Die Voraussetzungen für die künftige Nutzung des Neubaus als Teil des Fachhochschulzentrums sind dank dessen städtebaulich guter Einbettung und unmittelbarer Nähe zum heutigen Hauptgebäude günstig. Die verfügbaren Landflächen werden schonend beansprucht, Freiflächen bewirken eine nachhaltige Entwicklung des Fachhochschulzentrums Graubünden und eine Verdichtung nach innen. Den Lebenszykluskosten wird gleichermassen hohe Beachtung geschenkt. Der Neubau setzt auf offene und flexible Raumkonzepte und ermöglicht einen einfachen Unterhalt.

    Architektur, Tragwerk, Gebäudetechnik und Nachhaltigkeit werden im Bauprojekt des Planerteams unter der Federführung des Architekturbüros Giuliani Hönger Architekten gleichwertig und integral behandelt. Ziel ist es, das Bauholz für die Erstellung des neuen Fachhochschulzentrums möglichst aus den heimischen Wäldern zu beziehen und damit die lokale Wald- und Holzwirtschaft zu stärken und bei der Erstellung den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Es soll weit überwiegend unverleimtes respektive unbehandeltes Holz verwendet werden.

    Der Grosse Rat hat der Realisierung eines Hochschulzentrums am Standort Pulvermühle in der Oktobersession 2018 zugestimmt und die Regierung mit der Erarbeitung einer Baubotschaft beauftragt. Die Stimmberechtigten der Stadt Chur haben anlässlich der Volksabstimmung vom 29. November 2020 die Abtretung von Land an den Kanton und dessen Umzonung in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zwecks Realisierung des Hochschulzentrums genehmigt. Bei einer Zustimmung durch den Grossen Rat und die Bündner Stimmberechtigten zum Projekt und Verpflichtungskredit ist der Baubeginn für den Neubau auf den Herbst 2024 geplant. Die Übergabe des Neubaus Fachhochschulzentrum Graubünden an die FH Graubünden ist für Ende 2027 und die Aufnahme des Hochschulbetriebs im Frühjahr 2028 vorgesehen. Der Projektabschluss inklusive der altersbedingten Instandsetzung des bestehenden Hauptstandorts an der Pulvermühlestrasse ist auf das Jahr 2030 geplant.

    Visualisierungen des Projekts durch das Planerteam unter der Federführung von Giuliani Hönger Architekten

    Mit Nischenangeboten zu Brain-Gain für Graubünden

    Als selbständige Hochschule muss sich die FH Graubünden im nationalen Wettbewerb sowohl in der Studierenden- als auch in der Forschungsakquisition stark behaupten. Aufgrund ihrer aus Schweizer Sicht peripheren Lage verfolgt sie seit mehr als zehn Jahren eine Nischenstrategie, mit Erfolg.  Das vielseitige Studienangebot kommt den jungen Bündnerinnen und Bündner und somit auch den einheimischen Unternehmen zugute. Zudem zieht die Fachhochschule mit ihren schweizweit einzigartigen Studiengängen junge Menschen nach Graubünden (über 80% der Studierenden), welche nach Abschluss dem Bündner Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

    Bei der Entwicklung von Studienangeboten für zukünftige Berufsfelder ist die enge Zusammenarbeit mit der jeweiligen Branche absolut zentral. Die FH Graubünden arbeitet deshalb jeweils eng mit den betreffenden regionalen und nationalen Unternehmen zusammen. Neben Gastvorträgen oder Ideen für Bachelorarbeitsthemen kommt es so auch in der Forschung immer wieder zu gemeinsamen Projekten. Auch dort sind Kooperationen ein wichtiges Element, um den Wissens- und Technologietransfer in den Kanton Graubünden gewährleisten zu können. So werden Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen durch überregionale Forschungserkenntnisse mit Projekten in die Region eingebracht. Selbstverständlich werden aber auch Erkenntnisse aus Projekten im Kanton für nationale Projekte erarbeitet. Hier sieht sich die FH Graubünden in einer Antennenfunktion, zugunsten des Kantons. Mit ihrer Vertretung in regionalen (bspw. Academia Raetica) und nationalen (bspw. swissuniversities, Schweizerischer Nationalfonds) Gremien und Organisationen sorgt die Fachhochschule zudem für eine gute Vernetzung im schweizerischen Bildungs- und Forschungskontext.

    Neben dem Beitrag der FH Graubünden zur Verminderung des Brain-Drains von Bündnerinnen und Bündnern, zieht die Hochschule mit ihren attraktiven Studienangeboten und Arbeitsplätzen Menschen in den Kanton Graubünden. Diese sogenannten «Wissensarbeiterinnen und -mitarbeiter» leisten wiederum ihren Beitrag zum Brain-Gain und somit zur Leistungs- und Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Graubünden. In der Strategie 2021-2024 richtet sich die Fachhochschule mit den Entwicklungsschwerpunkten «Beitrag zur Regionalentwicklung», «Technik», «Gesundheit», «Innovatives Lebenslanges Lernen» und «Fachhochschulzentrum» an den Bedürfnissen des Kantons aus, und leistet damit ihren Beitrag zur kantonalen Hochschulbildungs- und Forschungsstrategie.

    Aber auch finanziell kann die FH Graubünden als einer der Wirtschaftsmotoren des Kantons betrachtet werden, denn aus einem kantonalen Beitragsfranken erwirtschaftet die Hochschule CHF 3.10 (basierend auf der Rechnung des Jahres 2021). Damit die aufstrebende Hochschule besser sichtbar wird und die Studierenden und Mitarbeitenden effektiv und effizient studieren und arbeiten können, fehlt der FH Graubünden nur noch die entsprechende Infrastruktur.