Projekt Zentrumsentwicklung Vukovar, Kroatien - FH Graubünden

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Projekt
Zentrumsentwicklung Vukovar, Kroatien
Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Die Symbolkraft moderner Architektur wird immer häufiger zu einem Diskussionsthema in der Öffentlichkeit. Ein Blick auf Städte und Regionen zeigt das Ringen um den internationalen Standortvorteil und den direkten Nutzen der Architektur für das Tourismusmarketing. Der kulturelle Wert und der Erlebniswert des jeweiligen Angebots werden gesteigert. Bauten vermitteln Botschaften. Ihr Stil und die Qualität ihrer Gestaltung ziehen unterschiedliche Kundengruppen an. Zeitgenössische Architektur wirkt als «Blickfang» und erzeugt Medienpräsenz. Sie unterstützt die Kommunikation und die Vermarktung der Destination und verleiht der Marke ein «gebautes» Profil, einen «Destination Brand». So entstehen vielerorts neue touristische Sehenswürdigkeiten mit Ausstrahlungskraft.

Ausgangslage

Ausgangslage

Der Balkankrieg markiert einen tiefen Einschnitt in der Bauentwicklung der kroatischen Stadt Vukovar. Durch Angriffe wurde das Zentrum der Stadt zerstört. Beim dessen Wiederaufbau galt es, den Geist und die Struktur des alten Vukovar in die neue Zeit zu transferieren, ohne dabei Modernisierungsbestrebungen zu verhindern. Die bereits realisierten Neubauprojekte der unmittelbaren Vergangenheit offenbaren ein grosses Engagement und eine neue wirtschaftliche Entwicklung. Sie weisen jedoch auch sehr unterschiedliche Gestaltungen auf. Um das Ortsbild – insbesondere im Stadtzentrum – nachhaltig entwickeln zu können, ist die Beachtung der historisch wertvollen und identitätsstiftenden Merkmale der Fassadengestaltungen bei der Planung von Neubauten notwendig. Ziel sollte es sein, den wiederkehrenden Fassadenrhythmus der historischen Bauten und die lokal typische Farbigkeit des Stadtbilds bei neuen Planungen zu berücksichtigen, um die Wirkung des einzigartigen Gesamtbilds von Vukovar zu wahren und spezifisch weiterzuentwickeln.

In einer Studie wird ein Tourismus- und Konferenzzentrum mit Ausstrahlungskraft skizziert, das sich in harmonischer Art und Weise am Donaustrand in die Naturlandschaft und ins Stadtbild integriert und gleichzeitig als Symbol für eine neue Entwicklungszeit in Vukovar stehen kann. Das geplante Hochhaus an der Vuka-Mündung in die Donau bildet einen besonders wichtigen innerstädtischen Baustein der Stadtstruktur. Es hat das Potenzial, ein wichtiges Wahrzeichen für den Wiederaufbau der Stadt zu werden und über ihre Grenzen hinaus Strahlkraft zu entwickeln. Mit dieser Wirkung erwächst die grosse Verantwortung, die entstehenden Gebäude und Aussenräume mit der Stadt und ihrer ortsbaulichen Identität gestalterisch zu verbinden. Das neue Tourismus- und Konferenzzentrum wird ein Angel- und Erkennungspunkt für Gäste werden, die sich auf dem Land- oder Wasserweg der Stadt nähern. Das entstehende Zentrum lädt zum Verweilen ein und zeigt eine zeitgemässe touristische Qualität. Ein Gebäude wie dieses kann seine Wirkung weit über seinen eigentlichen Nutzen hinaus entfalten.

Projektziel

Projektziel

Ziel des Projekts war eine Überprüfung der Volumetrie des geplanten Hochhauses in der Stadtsilhouette sowie das Aufzeigen des wiederkehrenden Fassadenrhythmus der historischen Bauten und der lokal typischen Farbigkeit des Stadtbilds. Durch deren Berücksichtigung bei Neubauprojekten wie dem beschriebenen kann die Wirkung des einzigartigen Stadtbilds von Vukovar gewahrt und spezifisch weiterentwickelt werden.

Weiterführende Information

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