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Corona-Studie: Die Ostschweiz und ihre Nachbarn

Die Ostschweiz und ihre Nachbarn – wie Corona die grenzüberschreitenden Verflechtungen beeinflusst

30. August 2021

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die bestehenden regionalen Wirtschaftsstrukturen wurden im Krisenmanagement zu wenig beachtet. Dies ist eine von drei Schlussfolgerungen eines Berichts der Universität St.Gallen und der Fachhochschule Graubünden, der im Auftrag der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) erstellt wurde. Die Autoren der Studie empfehlen, das Bewusstsein für die Grenzregion Ostschweiz auf nationaler Ebene zu schärfen.

Peter Moser und Adhurim Haxhimusa verantworteten den empirischen Teil der Studie zum Einfluss der Corona-Krise auf die ökonomischen Verflechtungen der Ostschweiz. Sie untersuchten mit Hilfe verschiedener Datenquellen, wie stark und in welchen Bereichen sich die Pandemie und die zu deren Bekämpfung ergriffenen Massnahmen auf den grenzüberschreitenden Austausch der Ostschweiz mit ihren ausländischen Nachbarsregionen ausgewirkt hat. Dabei stützten sich die Autoren teilweise auf seit der Corona-Krise neu zugänglichen Daten, die mit kurzer Zeitverzögerung öffentlich sind (sogenannte «Echtzeitdaten») und vereinzelt in hoher Frequenz vorliegen.

Die Ergebnisse zeigen, dass der grenzüberschreitende Konsum und Tourismus während der Grenzschliessung deutlich zurückgegangen ist. Weniger stark betroffen waren die grenzüberschreitenden Lieferketten der Industrie und des Gewerbes. Diese waren nur für kurze Zeit erschwert und pendelten sich rasch wieder ein. Allerdings zeigt die Studie, dass der internationale Handel der Ostschweiz stärker unter der Covid-19-Pandemie und den entsprechenden Massnahmen litt als jener anderer Grenzregionen der Schweiz. Da die Exportnachfrage tief war, wirkten sich die internationalen Verflechtungen der regionalen Wirtschaft negativ auf den Wirtschaftsstandort Ostschweiz aus.

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