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En­er­gie­wen­de, welchen Beitrag kannst Du leisten?

Blogbeitrag: En­er­gie­wen­de, welchen Beitrag kannst Du leisten?

25. Mai 2021

Um unseren Planeten zu erhalten, werden immer grössere Anstrengungen unternommen. Das Pariser Klimaabkommen löste in vielen Staaten eine Energiewende aus. Diese wollen den CO2-Ausstoss nach und nach reduzieren mit dem Ziel, bis 2050 auf «Netto Null» zu gelangen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Produktion und der Verbrauch von Energie. Dazu kannst Du von Zuhause aus einen Beitrag leisten. Welchen, erfährst Du im Artikel.

von Peter Tromm | Dozent und Projektleiter, Fachhochschule Graubünden | Titelfoto von Pixabay auf Pexels

Bisher war Energie immer verfügbar, einen Mangel kennen wir in der Schweiz nicht. Nun kommen Veränderungen auf uns zu: Atomkraftwerke werden nach und nach abgeschaltet, Treibstoffe und Heizöl sollen immer weniger importiert werden. Bis ins Jahr 2050 soll vollständig auf neue erneuerbare Energien umgestellt sein. Dies bedeutet, dass unser Energiebedarf nur noch mittels elektrischem Strom aus Wasserkraft, Wind- oder Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden kann.

Laut Bundesamt für Energie BFE teilt sich der Energieverbrauch im Jahr 2019 auf in 27% Privathaushalte, 18% Industrie, 16% Dienstleistungen und 37% Verkehr, wie die untenstehende Grafik zeigt.

Rund ein Viertel des Endenergieverbrauchs der Schweiz verbrauchen die Privathaushalte. Die Zahlen des BFE aus dem Jahr 2019 zeigen, dass als die zwei grössten Positionen mit etwa 65% die Raumwärme und mit etwa 14% Warmwasser sind.

Kommen wir zurück auf die Ausgangsfrage, was wir als Einzelne tun können. Bei einem anstehenden Ersetzen der Heizungsanlage oder bei einem Neubau können wir auf sogenannte Wärmetauscher-Heizungen zurückgreifen. Diese nutzen die Temperatur der Aussenluft oder des Erdbodens, um Wärme ins Haus zu transportieren. Das Prinzip funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank, der die Wärme von innen nach aussen befördert. Wärmetauscher entziehen der Luft oder dem Erdboden Wärme und bringen diese ins Haus.

Eine Heizung mittels Luftwärmetauscher für ein Einfamilienhaus benötigt nur etwa ein Drittel der Energie im Vergleich mit einer Ölheizung, bei einem Erdsondenmodell ist es sogar nur etwa ein Viertel. Zudem arbeiten diese Heizungen nur mit Strom, wodurch CO2-Emissionen vermieden werden, sofern der Strom aus nachhaltigen Quellen stammt. Je mehr erneuerbaren Strom wir produzieren, desto mehr können wir hier ganz unkompliziert zum «Netto-Null-Ziel» beitragen.

Wenn dann noch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert wird, macht man den erneuerbaren Strom gleich selbst und vor Ort, so belastet man das Stromnetz immer weniger. Steigern lässt sich das noch, indem man Strom selbst speichert. Dafür kann man eine Batterie in den Keller stellen oder den Strom in Form von Wasserstoff speichern. Diese Anlagen gibt es bereits.

Auch das Warmwasser lässt sich auf dem Dach mit einem Kollektor aufbereiten. Das funktioniert nach dem Prinzip eines schwarzen Schlauches; Das darin befindliche Wasser wird durch die Sonne aufgeheizt und dem Boiler zugeführt.

So kann jeder und jede einen «energiereichen» Beitrag in Richtung CO2-Neutralität leisten.

Dieser Beitrag erschien zeitgleich als Blogartikel auf blog.fhgr.ch.

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