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«Machen ist wie denken – nur krasser!»

Mit Innovators Challenge Ideen umsetzen

26. August 2022

Viele gute Ideen versanden, anstatt dass sie umgesetzt werden. Dagegen will die Fachhochschule Graubünden Abhilfe schaffen. Interdisziplinäre Studierenden-Teams treiben reale Innovationsprojekte im Zeitraum von fünf Monaten in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggeber- und Coachingteams voran. Gestern wurden die Resultate an der Innovators Challenge Award Night in Chur vorgestellt und prämiert.

Das Accelerator-Programm «Innovators Challenge» an der FH Graubünden gibt es seit zwei Semestern. Dabei geht es um eine neuartige Form von Wissenstransfer und direkter Zusammenarbeit mit der Praxis. Die Idee dahinter: Innovationsprojekte von Wirtschaftspartnern und auch studentische Startups werden gemeinsam während einem Semester vorangetrieben – von der Idee zum Prototyp oder vom Prototyp zur Marktreife. Interdisziplinär zusammengestellte Studierenden-Teams der Bachelor- und Masterstufe widmen sich während eines Semesters einem echten Innovationsvorhaben eines Wirtschaftspartners und bilden mit den Auftraggebenden ein gemeinsames Team.

Den iterativen Modus des Design-Thinking-Ansatzes nutzend, entwickeln die Studierenden-Teams das Vorhaben gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschaftspartners weiter. Dabei werden sie von Dozierenden der FH Graubünden gecoacht. Dies ganz im Sinne, dass nur Ideen, welche auch umgesetzt werden, gute sind! Fünf Patinnen und Paten aus einem 20-köpfigen Jury-Team bestehend aus Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft würdigen die Arbeit der Teams jedes Semesters im Rahmen der einmal im Jahr stattfindenden Award Night. In den ersten beiden Semestern der Innovators Challenge wurden neun Innovationsprojekte aus ganz unterschiedlichen Branchen bearbeitet. «Diese beiden Semester haben uns gezeigt, dass machen wie denken ist, nur krasser», blickt Konstantin Michail, Projektleiter des Programms, auf die ersten Erfahrungen aus der Innovators Challenge zurück.

Von der Idee zum Prototyp

Die Studierenden-Teams aus allen Disziplinen der FH Graubünden belegen die «Innovators Challenge» im Rahmen ihres Studiums. Dabei stehen zwei Module zur Auswahl Im ersten Modul wird vom Problem respektive von der Idee eine Lösung auf der Stufe Prototyp erarbeitet. Die eingereichten Ideen sind reale Projekte der Wirtschaftspartner, die sie rascher voranbringen wollen. Die spannenden Fälle aus dem ersten Jahr umfassen Themen wie den Aufbau eines digitalen Netzwerks für den Direktvertrieb von Nahrungsmitteln der Produzierenden einer Bergregion, den Einsatz von Data Analytics in der Kundenberatung in der Industrie, die Prozesse einer alternativen Finanzierungsform für Wohneigentum, oder die Entwicklung eines neuartigen Konzepts für einen gesunden Lebensstil.

Vom Prototyp zum Markt

Im zweiten Modul der Innovators Challenge werden Prototypen oder Minimal Viable Products mit Markteintrittt für neue Produkte und Dienstleistungen generiert und zu Geschäftsmodellen weiterentwickelt. In diesem ersten Jahr startete dieses Modul mit der Herausforderung, den Markteintritt und das Geschäftsmodell für ein neues Luftreinigungsgerät zu entwickeln, das die Luft in Arbeitsräumen proaktiv von Schadstoffen, Gasen und Viren befreit.

Entrepreneurinnen und Entrepreneurs der Zukunft

Die Innovators Challenge ist ein fachhochschulweites Programm und Initiative der Hochschulleitung. Alle immatrikulierten Studierenden aus allen Studienrichtungen nehmen daran teil. Das ist für die Schweizer Fachhochschullandschaft neu und einzigartig. Die Wirtschaftspartner, die Studierenden und die Coaches treiben ein Semester lang das Innovationsvorhaben des Auftraggebers voran. Hierbei entstehen Erfahrungen und Erkenntnisse über die erfolgreiche Umsetzung von Innovationsprojekten.

Die FH Graubünden fokussiert sich schon länger auf die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Sie unterstützt Wirtschaftspartner auf vielfältige Weise bei der Weiterentwicklung und Realisierung von Projekten. Mit grossem Engagement, fundiertem Know-how, breitem Netzwerk und einer modernen Infrastruktur werden Herausforderungen fassbar und bringen Ideen in Schwung. Vor diesem Hintergrund hat die Fachhochschule die Innovators Challenge entwickelt. In diesem Programm wird hinterfragt, wo Innovationsprojekte haken und wie diese geboostet werden können.

Mehr Details:

Interdisziplinäre Studierenden-Teams der FH Graubünden treiben reale Innovationsprojekte in der Innovators Challenge gemeinsam mit den Auftraggeber- und Coachingteams voran.
Interdisziplinäre Studierenden-Teams der FH Graubünden treiben reale Innovationsprojekte in der Innovators Challenge gemeinsam mit den Auftraggeber- und Coachingteams voran.
Die Arbeit der Studierenden-Teams der FH Graubünden werden von Jury-Mitgliedern an der Innovators Challenge Award Night gewürdigt.
Die Arbeit der Studierenden-Teams der FH Graubünden werden von Jury-Mitgliedern an der Innovators Challenge Award Night gewürdigt.

Fachhochschule Graubünden

Als agile Hochschule setzt die FH Graubünden auf dynamisches Denken und proaktives Handeln. Mit diesem Mindset gestaltet sie nachhaltig die Zukunft mit. Studium und Forschung sind interdisziplinär und orientieren sich an praktischen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre rund 2400 Studierenden bildet sie zu hochqualifizierten und verantwortungsvollen Persönlichkeiten aus. Die Hochschule bietet Studien- und Weiterbildungsangebote in Architektur, Bauingenieurwesen, Computational and Data Science, Digital Supply Chain Management, Information Science, Management, Mobile Robotics, Multimedia Production, Photonics sowie Tourismus an. In ihrer Forschung fokussiert sie auf die Themen Angewandte Zukunftstechnologien, Entwicklung im alpinen Raum und Unternehmerisches Handeln, und agiert auch partizipativ in Reallaboren. Die Mitwirkung aller Hochschulangehörigen trägt zur Weiterentwicklung der Fachhochschule und deren Qualität bei.