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Wasserstoff im Fokus der Energieforschungsgespräche

Energieforschungsgespräche Disentis 2021: Wasserstoff im Fokus

02. März 2021

Die sechsten Energieforschungsgespräche Disentis fanden vom 20. bis 22. Januar 2021 aufgrund der Bestimmungen zur Bekämpfung des Coronavirus rein online statt. Thema des öffentlichen Anlasses vom 21. Januar mit Gastreferaten und einer Podiumsdiskussion war «Wasserstoff für die Energiewende».

Ausgewählte Videoaufzeichnungen finden Sie direkt eingebettet auch unterhalb des Artikels.

Heutige Energiestrategien und die Rolle von Wasserstoff für die Energiewende

Mit der Keynote über aktuelle Energiestrategien Europa eröffnete Dr. Thomas Walter Tromm vom Karlsruher Institut für Technik (KIT) die diesjährigen Energieforschungsgespräche. Er präsentierte mit Blick auf verschiedene Schlüsseltechnologien den Rahmen für die aktuellen Energiestrategien. Dabei zeigte er Möglichkeiten und Grenzen für eine Wasserstoffwirtschaft auf. Auf diesem Gebiet gehört das KIT auch zu den führenden Institutionen in Deutschland, gleichermassen wie die EMPA in der Schweiz. Aus diesem Grund wurden auch Dr. Brigitte Buchmann von der EMPA und Prof. Dr. Thomas Jordan vom KIT für je ein Inputreferat zum Thema «Wasserstoff für die Energiewende» für den öffentlichen Anlass am Donnerstagabend eingeladen. Im Anschluss daran diskutierten Dr. Mario Cavigelli, Regierungspräsident des Kantons Graubünden, Andreas Züllig, Präsident HotellerieSuisse, und Christian Capaul, Geschäftsleiter Rhiienergie AG, unter der Leitung von Ivo Schillig zusammen mit den beiden Referierenden über die Perspektiven für Wasserstoff kann als zukünftiger Energieträge. Im Fokus standen Fragen der Wirtschaftlichkeit sowie Chancen und Risiken für Graubünden.

Replay öffentlicher Anlass (Quelle: YouTube)

Das Thema „Wasserstoff“ wurde an dieser Tagung auch in zwei weiteren Sessions vertieft behandelt. Zuerst präsentierten vier Referenten Ergebnisse aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln, darunter auch Prof. Dr. Peter Tromm von der FHGR zu den Chancen einer Wasserstoffwirtschaft für die Berggebiete. Den Schluss der Veranstaltung bildete das traditionell durch das Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung (ZWF) organisierte FHGR Lab.

Das FHGR-Lab im Fokus von Wasserstoff

Unter dem Titel „H2-Forum“ hatte es als Ziel, das Hauptthema «Wasserstoff für die Energiewende» mit ausgewählten Fachleuten und den Konferenzteilnehmenden nochmals vertieft zu behandeln. Dabei wurden neben den Potenzialen der Wasserstoff-Technologie vor allem auch die mit deren Einführung und Verbreitung verbundenen Herausforderungen thematisiert. Nach kurzen Inputreferaten durch Prof. Dr. Thomas Jordan vom KIT, Christian Bach von der EMPA, Mark Freymueller, CEO der Hyundai Hydrogen Mobility AG, und Stefan Linder, Leiter Technologie und Innovation bei Alpiq, fand unter der Leitung von Peter Tromm und Werner Hediger vom ZWF eine angeregte und interessante Diskussion mit weiteren, online zugeschalteten Teilnehmenden statt.

Replay H2-Lab FHGR | Wissenschaft & Praxis im Austausch (Quelle: YouTube)

Weitere Referentinnen und Referenten der diesjährigen Energieforschungsgesprächen befassten sich mit Themen in den Bereichen Wasserkraft, Energie- und Klimapolitik, Strommärkte, Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien sowie dem Problem einer zukünftig ausreichenden Stromversorgung im Winter. So etwa auch die Präsentation von Dr. Adhurim Haxhimusa von der FHGR, der eine Studie zur ökonomischen Effizienz von CO2-Zertifikaten präsentierte.

Auch dieses Jahr ein Erfolg

Insgesamt kann der diesjährige Anlass trotz fehlender physischer Präsenz als vollumfänglich gelungen bezeichnet werden; auch wenn viele der regelmässigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer es bedauerten, dass wir uns nicht persönlich in den Mauern des Klosters Disentis treffen konnten. Im Januar 2022 sollen die Energieforschungsgespräche Disentis wieder vor Ort durchgeführt werden, ergänzt durch die Möglichkeit einer Online-Teilnahme und einem Video-Streaming. Auf diese Weise dürfen wir neben der Pflege des «Geistes von Disentis» und dem gemeinsamen Austausch über die eigentlichen Sessions hinaus auch eine noch grössere nationale und internationale Ausstrahlung erwarten.