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Wege zu einem nachhaltigen Tourismus

Podiumsdiskussion über die Möglichkeiten für einen nachhaltigen Tourismus

18. Mai 2021

Der Tourismus trägt mit seinen Aktivitäten nicht unbedeutend zur Erderwärmung bei und beschleunigt den Klimawandel. Wie bringt man dies zusammen mit dem Weg der Schweiz zur CO2-Neutralität 2050? Können Verlagerungen auf die Schiene, Kompensation oder CO2-Besteuerung gelingen? Wo endet die Freiwilligkeit und braucht es vorgeschriebene Rahmenbedingungen? Antworten auf solche Fragen gibt eine von der Fachhochschule Graubünden veranstaltete Podiumsdiskussion am 3. Juni 2021.

An der Veranstaltung diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Mobilität, Politik und NGOs zum hoch aktuellen Thema «Wie können der Tourismus und vor allem die touristische Mobilität bis 2050 CO2-neutral sein?». Am gemeinsam mit der Alpeninitiative und dem StudentHUB der FH Graubünden organisierten Podium nehmen Agrena Schuler vom Klimastreik Graubünden, Jürg Schmid, Präsident von Graubünden Ferien, Jon Pult, Nationalrat und Präsident der Alpeninitiative, Regierungspräsident Mario Cavigelli und Till Berger, stellvertretender Sektionschef Bundesamt für Raumentwicklung teil.

«Die touristische Mobilität ist wohl der größte Knackpunkt am Weg zu den Klimazielen 2050. Hier müssen wir spätestens sofort beginnen umzudenken und umzusteuern», sagt Christian Baumgartner, Professor am Institut für Tourismus und Freizeit der FH Graubünden, der die ins Internet gestreamte Veranstaltung moderieren wird. Falls es die Bestimmungen zulassen, findet die Diskussion auch vor Ort an der Fachhochschule Graubünden mit einer begrenzten Zuschauerzahl statt.

Wandern für die Klimaziele

Der Anlass wird im Rahmen der Projekte «Klimaspuren» und «Schweizer SDG Tourismus Dialog» durchgeführt. «Klimaspuren» ist eine öffentliche Wanderung durch die Schweiz. Jede und jeder kann mitwandern und erfahren, wie sich die steigenden Temperaturen konkret auswirken und wie findige Menschen die Erhitzung des Klimas stoppen wollen. Die Aktion dauert vom 1. Juni bis zum 12. Juli 2021 und umfasst gut 50 Ortstermine. Am Tag der Podiumsdiskussion macht die Wanderung Halt in Chur. Tags darauf führt die Etappe nach Landquart, wo Architekt Peter Zumthor in Haldenstein aufzeigt, ob Bauen klimavernünftig sein kann. Denn Bauen ist ein Treiber des Klimawandels, weil unvernünftig viel CO2 für die Konstruktion der Häuser und ihren Betrieb in die Welt gesetzt wird.

Initiative für einen nachhaltigeren Tourismus

Die Schweiz präsidiert 2021 und 2022 die Alpenkonvention. Gemeinsam mit den anderen Alpenstaaten will sie den Klimaschutz und die Klimaanpassung im Alpenraum vorantreiben. Gleichzeitig setzt sich die Schweiz mit der Initiative «SDG Tourismus-Dialog» dafür ein, die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) in der Tourismusbranche stärker zu verankern und so den Schweizer Tourismus langfristig nachhaltiger zu gestalten. Die Fachhochschule Graubünden ist Konsortialpartner in dem Projekt.

Das Institut für Tourismus und Freizeit (ITF) ist die Tourismusabteilung der FH Graubünden. Als bedeutende Schweizer Aus- und Weiterbildungs- sowie Forschungsinstitution des Tourismus und der Freizeitwirtschaft auf Hochschulstufe verfügt sie über eine nationale und internationale Ausstrahlung. Durch angewandte Forschung und praxisnahe Entwicklungsprojekte trägt das ITF zur Weiterentwicklung des Tourismus bei. Insbesondere der Revitalisierungsprozess des Schweizer und Bündner Tourismus wird aktiv begleitet. Zu diesem Zweck werden die Forschungsfelder Service Innovation, Tourismus 4.0, Management von touristischen Immobilien und Infrastrukturen sowie Nachhaltige Entwicklung bearbeitet.

Weitere Details:

Fachhochschule Graubünden

Als agile Hochschule setzt die FH Graubünden auf dynamisches Denken und proaktives Handeln. Mit diesem Mindset gestaltet sie die Zukunft mutig und nachhaltig mit. Ihre über 2200 Studierenden bildet sie zu hochqualifizierten und verantwortungsvollen Persönlichkeiten aus. Die FH Graubünden bietet Bachelor-, Master- und Weiterbildungsangebote in Architektur, Bauingenieurwesen, Computational and Data Science, Digital Science, Management, Mobile Robotics, Multimedia Production, Photonics, Service Innovation and Design, Supply Chain Management sowie Tourismus an. Lehre und Forschung der Fachhochschule in Graubünden sind interdisziplinär und orientieren sich an praktischen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Partizipation aller Hochschulangehörigen trägt zur Weiterentwicklung der Qualität und der ganzen Fachhochschule bei. fhgr.ch