Projekt Sketch & Draw zeichnet für das Erasmus+-Projekt impetus - FH Graubünden

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Projekt
Sketch&Draw: Zeichnen heisst die Welt entwerfen

Technische Entwicklungen, ob Multimediales, Künstliche Intelligenz oder Augmented Reality, viele unserer heutigen Herausforderungen müssen visuell entwickelt werden, denn Design Engineering hat den Vorteil, das Komplexe einfach visuell kommunizieren zu können. Zeichnen gehört zu den ersten Kulturkompetenzen der Menschheit. Skizzieren wird für das Engineering der Zukunft von grosser Bedeutung sein, denn die Skizze hat das Potential Zukünftiges darzustellen. Somit ist Skizzieren es als Kulturtechnik essenziell für die Gesellschaft. Skizzieren ist ein Wissens- und Bildungsmanagement im aktuellen multimedialen Zeitalter aber auch das der Zukunft.

Seit 12 Jahren wird an der Fachhochschule Graubünden die Methode Sketch&Draw als Methodik zum Zeichnen für technische Studierenden angewendet. Was als systematische Methode begann wurde zur ausgereiften Didaktik entwickelt. Sketch&Draw vermittelt Skizzieren für nicht designaffine Berufsgruppen als visuelles Sprachmittel. Die klassischen Herausforderungen des Skizzierens sind in 10 einfachen Regeln zusammenfasst.

Dabei sind die Mittel des Blended Learnings integriert. Ebenso ist mit dem Skizzieren auf den Tablets der Zugang zur digitalen Verarbeitungskette gewährleistet. In knapp sechzig kurzen Tutorials und Übungen wird die Vermittlung als online-Selflearning Tool den Studierenden zur Verfügung gestellt.

«Skizzieren in der Lehre als Herangehensweise für komplexe Sachverhalte und innovative Lösungen zu etablieren, ist ein USP in der europäischen Bildungslandschaft.»

Erasmus+-Projekt impetus

Erasmus+-Projekt impetus

Sketch & Draw ist Teil des Erasmus+-Projekts impetus. Das nachhaltige Projekt wird von Erasmus+, dem EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, gefördert und findet im Rahmen der Kooperation für Innovation und für den Austausch bewährter Verfahren statt. Die Fachhochschule Graubünden ist als vollwertige Partnerin dabei.

Projekt auf einen Blick

Projekt auf einen Blick

Ausgangslage

Ausgangslage

Am Anfang stand die Frage: Welches sind die künftigen Herausforderungen zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Lebensqualität in Städten?

Durch visuelles Ideen-Design können vielfältige urbane Bedürfnisse in einer Stadt sichtbar gemacht werden und so direkt in die komplexe Stadtentwicklung und deren Planung einfliessen. Die Bandbreite reicht von «guter Idee» bis zu umfassenden Portfolios mit konkreten Lösungsansätzen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen in die Planungsprozesse mit einbezogen und die vielfältigen Lösungsansätze durch Onlinesysteme koordiniert und transparent gestaltet werden. Auch soll der Zugang zu einflussgebendem Datenmaterial unterstützt werden.

Die an der FH Graubünden entwickelte Skizziertechnik Sketch & Draw setzt genau da an: Die urbane Bevölkerung oder die direkt durch spezifische Stadtentwicklungsprozesse Betroffenen skizzieren ideengebende Lösungsansätze und Planungskriterien. Die Skizze einer Idee kann die Zukunft und die für eine mögliche Zukunft erforderlichen Bilder umreissen und damit innovative Lösungsansätze unterstützen. Mit neuen Tablets kommt der Skizze wieder eine führende Rolle in der Forschung zu. Die Skizze kann Zukünftiges darstellen.

Projektziel

Projektziel

Das Ziel von impetus ist die Sensibilisierung der Zielgruppen für klimabedingte Probleme und Herausforderungen auf Lokalebene. Zentral ist des Weiteren die Integration der klimawandelbedingten Herausforderungen in die Lehrpläne verschiedener Fakultäten und Disziplinen an europäischen Hochschulen – sowohl in der EU als auch in der Schweiz –, um das Bewusstsein zu schärfen und Studierende wie Mitarbeitende mit innovativen Methoden auszustatten, die soziale, technische und visuelle Prozesse zur Datenerfassung im Bereich der Klimaanfälligkeit miteinander kombinieren. Vom Aufbau einer nachhaltigen Beziehung und von der Fortsetzung einer aktiven internationalen Zusammenarbeit zwischen den Partnerinnen und Partnern sollen alle Beteiligten profitieren.

«Das Projekt hat zum Ziel, junge Menschen über das Zeichnen und die damit verbundenen Beobachtungen...
«Das Projekt hat zum Ziel, junge Menschen über das Zeichnen und die damit verbundenen Beobachtungen an die Nachhaltigkeitsthematik heranzuführen.»
Prof. Tanja Hess, Dozentin am IMP
«Wie sich die Stadt weiterentwickelt, hängt massgeblich vom Engagement und von der Partizipation der...
«Wie sich die Stadt weiterentwickelt, hängt massgeblich vom Engagement und von der Partizipation der jungen Menschen ab.»
Prof. Dr. Thomas Hodel, Institutsleiter am IMP
Umsetzung

Umsetzung

Das impetus-Projekt beschreitet einen neuen Lösungsweg: Dieser ist aus der langfristigen Zusammenarbeit mit den Projektpartnerinnen und -partnern sowie zahlreichen Workshops mit Studierenden hervorgegangen. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung und dringliche Fragen zur Resilienz des urbanen Lebensraums sind Schwerpunktthemen, die es vertieft zu analysieren gilt. impetus basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, der eine Schwachstellenanalyse ermöglicht, den Entscheidungsprozess unterstützt, die Beteiligung der Öffentlichkeit verbessert und die Anpassungsplanung erleichtert. Die dabei verwendete Methodik wird sowohl für Bildungs- als auch für Forschungszwecke eingesetzt.

Resultate

Resultate

Ziel des Projekts ist es, die Strategie Europa 2020 für Wachstum, Beschäftigung, soziale Gerechtigkeit und Integration sowie die Ziele von ET2020 – dem strategischen Rahmen der EU für allgemeine und berufliche Bildung – zu unterstützen. Das Projekt zielt auch darauf ab, die nachhaltige Entwicklung seiner Partnerinnen und Partner im Bereich der Hochschulbildung zu fördern und zur Erreichung der Ziele der EU-Jugendstrategie beizutragen.

Nach der Umsetzung des impetus-Programms bis 2022 skizzieren wir Ideen-Portfolios mit …

  • ... Städten, die sich wie gemütliche Kapuzenpullover anfühlen, allen Menschen Schutz bieten und auch in Zeiten von Pandemie, Migration und Klimaanpassung bestehen können,
  • ... Bürgerinnen und Bürgern, Innovatoren sowie Expertinnen und Experten, die in Design-Thinking-Workshops arbeiten, Ideen entwerfen, Gebäude in der Atmosphäre eines zukünftigen Stadtlabors bauen und modellieren sowie Stadtmodelle, Vorschläge und Ideen entwickeln, bei denen nachhaltiges Wachstum im Vordergrund steht und deren Vorteile für alle Beteiligten visuell und haptisch sichtbar sind,
  • ... Unternehmen, die in einer «Zukunftsstadt» ihre Tagungen veranstalten wollen, an einem Ort, dessen kreativen Antrieb und Kraft sie nutzen können, um Innovationen zu entwickeln und die dafür benötigte Inspiration zu finden.
Weiterführende Information

Weiterführende Information

Beteiligte

Das Projekt wird vom Institut für Multimedia Production (IMP) in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Danzig, der Hochschule Groningen, der Hochschule Rotterdam, der Universität Coimbra und der Universität Klagenfurt umgesetzt.